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Vanillebrötchen

Für dieses typisch schwedische Gebäck habe ich schon öfters verschiedenen Rezepte gesehen. Unter anderem lachte es mich schon in "Backen mit Leila von Leila Lindholm an, wurde aber bisher leider nie nachgebacken (mein Mann steht nicht so auf Vanillecreme).
Als ich jetzt das kürzlich erschienene "Süße Liebe" von Asa Swanberg vom Verlag Lifestyle Busse Seemann als Rezensionsexemplar erhielt (Danke!), hatte ich endlich die passende Ausrede - dieses Rezept musste zu Testzwecken einfach ausprobiert werden. 



Der Teig muss gut geknetet werden, da er durch die sehr hohe Hefemenge im Rezept nur relativ kurz aufgehen darf (und sonst kann er sich nicht genug entwickeln). Am fertigen Gebäck schmeckt man auch etwas die große Menge, aber ich denke, dass ist so gewollt.

Von der Füllung hatte ich etwas übrig, aber sie schmeckt auch pur sehr lecker. Für das nächste Mal muss ich wohl einfach größere Löcher bohren.

Und das Backen geht durch die sehr hohe Temperatur auch sehr schnell. Dadurch bekommen sie nur eine dünne, zarte Kruste, was sehr gut zu der weichen Vanillecreme passt.

Vanillebrötchen

Hefeteig:
300 ml Milch
100 g Butter
50 g Hefe
550 g  Mehl (Type 550) 
85 g Zucker
1/2 TL Salz
2 TL Vanillezucker

Vanillecreme:
300 g Sahne
1 Ei
3 EL Zucker
2 EL Vanillezucker
2 EL Maisstärke

Kondensmilch oder 1 verquirltes Ei zum Betreichen

Für den Teig alle trockenen Zutaten (ausser der Butter) in eine große Schüssel geben. 
Butter schmelzen und Milch dazugeben, Auf 37°C erwärmen (nicht höher, sonst nimmt das die Hefe einem übel und stellt die Arbeit ein). Die Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln und nach und nach mit der Milchmischung glatt rühren.
Zur Mehlmischung geben und zu einem glatten Teig kneten.
30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Vanillcreme zubereiten. Dazu alle Zutaten in einem kleinen Topf mischen und unter Rühren aufkochen lassen. Dabei entseht eine dicke Creme. Zugedeckt zum Abkühlen beiseite stellen.

2 Bleche mit Backpapier auslegen. Den Teig in 2 Hälften teilen und jeweils eine Rolle daraus formen. Jede Rolle nochmals in 10 Teile schneiden. Diese kleinen Stücke rundwirken ( zu Kugeln formen) und auf den Backblechen verteilen. Nochmals 20 Minuten gehen lassen. 
In dieser Zeit den Backofen auf 250°C vorheizen.
In jede Kugel mit dem Daumen mittig ein Loch drücken und dieses mit der Vanillecreme füllen. Wenn es geht, oben den Teig wieder etwas zusammendrücken (hat bei mir nicht funktioniert). Nochmals 10 Minuten ruhen lassen und mit Kondensmilch oder dem verquirltem Ei bestreiche.
Im Ofen ca. 8 min backen, nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.
Schmeckt ganz frisch am besten


Bienenstichbrioches...

...nach einem Rezept von Christophe Felder.
Sein Buch "Die hohe Schule der Patisserie" musste im Februar unbedingt mit aus der Buchhandlung, aber ich habe es bisher noch nicht geschafft, was daraus zu machen.
Als die wirklich hohe Schule würde ich den Inhalt jetzt aber nicht bezeichnen, eher die Grundschule. Es sind aber trotzdem einige interessante Rezepte drin (wenn ich mal mehr getestet habe, kommt auch mal eine Buchvorstellung).
Uns war der Sinn nach etwas nicht so süßem Hefegebäck.
Diese Brioches sind dann genau richtig. Allerdings habe ich nur die Hälfte der Füllung zubereitet, damit war die Menge für uns genau richtig, sonst hätte sich auch unnötig viel davon auf dem Backblech verteilt.
Bei der Teigbereitung bin ich von Rezept abgewichen. Ich mache meine Hefeteige am liebsten Abends und stelle sie dann über Nacht in den Kühlschrank. So auch hier. Durch die lange Ruhezeit im Kühlen finde ich, lässt sich der Teig leichter verarbeiten und hat auch mehr Aroma. Außerdem hat es den Vorteil, daß man ihn nur noch formen und das zweite mal gehen lassen muß, man ist also schon einiges schneller.
Auch die Baktemperatur habe ich von 180°C auf 200°C erhöht.
Die Brioches selbst sind im Geschmack zart buttrig, der Teig ist schön "faserig"-mürb, also genau so wie Brioches sein sollen. Der Belag macht sie etwas süßer und knusprig.
Wichtig ist auch, sie nach dem Ausformen nochmal sehr lange gehen zu lassen (am besten 2 1/2 h, nicht nur 2 wie im Buch angegeben, da auch der Teig noch sehr kalt ist) und sie in der letzten halben Stund doch deutlich noch an Volumen gewinnen.

Bienenstichbrioches

Teig:
250 g Mehl Type 405
30 g Zucker
1 TL Salz
3 Eier
10 g frische Hefe
165 g weiche Butter, in Stücken

1 Ei, verschlagen zum Bestreichen 

Belag:
50 g Honig
50 g Zucker 
Schalenabrieb einer halben Orange
50 g Butter
50 g Mandelblättchen

Für den Hefeteig alle Zutaten ausser die Butter der Reihe nach in eine Schüssel geben (am besten eine Schüssel, die man mit Deckel verschliessen kann) und mit dem Knethaken des Rührgerätes 2 bis 3 min verkneten. Dann die gewürfelte Butter zufügen, unterkneten und noch ca. 5 min weiterkneten, bis ein glatter und elastischer Teig entstanden ist.
Denn Deckel auf die Schüssel und ab in den Kühlschrank. Dort über Nacht stehen lassen (also ca. 8 -12 h).
Am nächsten Tag herausnehmen und den Teig auf einer gut bemehlten Fläche auf ca. 5-6 mm Stärke ausrollen. Kreise mit ca. 8 cm Durchmesser ausstechen. Die Randabschnitte zusammenkneten und erneut ausrollen und ausstechen. Ein Backpapier auf ein Blech legen und die Kreise darauf legen. Mit Frischhaltefolie oder einem leicht feuchten Tuch abgedeckt nochmals 2 1/2 h gehen lassen.
Nach 2 h den Ofen vorheizen (200°C) und den Belag zubereiten. Dazu Honig und Zucker in einem Topf sanft erhitzen. Orangenschale und Butter zugeben. Kurz (10 sec) aufkochen lassen. Die Mandelblättchen unterrühren und etwas abkühlen lassen.
Nach Ablauf der Garzeit die Teiglinge mit dem verschlagenen Ei bestreichen und jeweils ca. 2 TL Belag darauf verteilen. (Falls er nicht ausreicht, einfach die restlichen Teiglinge nur mit Hagelzucker bestreuen).

10 bis 15 min lang backen, bis sie goldbraun sind.

Am besten ganz frisch geniessen, so lange der Belag noch knackig ist.

Challah mit getrockneten Cranberries

Eines der wenigen Rezepte von Cynthia Barcomi, die wiederholt den Weg in meinen Backofen gefunden haben. (Das dürfte ja schon mal für das Endergebnis sprechen ;-))



Das Rezept ist aus ihrem ersten Buch ("Cynthia Barcomi's Backbuch"), allerdings heute statt mit Rosinen mit getrockneten Cranberries, weil wir Rosinen einfach nicht so gerne mögen. Die Backprozedur habe ich etwas geändert (Anbacken bei hoher Temperatur, dann runterstellen).

Auch finde ich die Rezeptmenge für einen normalen 4-Personen-Haushalt viel zu hoch gegriffen (Hefegebäck schmeckt frisch einfach am besten), weshalb ich immer nur die halbe Menge mit 660 g Mehl mache.
Das gibt immer noch einen sehr großen Zopf.

Challah selbst ist ein jüdisches Sabbatbrot und ähnelt stark einem normalen Hefezopf. Der Unterschied ist, dass der Teig statt mit Milch mit Wasser  und statt mit Butter mit Pflanzenöl zubereitet wird.


Challah mit getrockneten Cranberries

660 g  Mehl (Type 550) 
50 g Zucker
1/2 TL Salz
40 g getrocknete Cranberries
1/2 Würfel Hefe
1 Prise Zucker
275 ml Wasser
65 ml Sonnenblumenöl
1 Ei

Kondensmilch zum Betreichen

Für den Teig alle trockenen Zutaten (außer der Prise Zucker) in eine große Schüssel geben. 
Dann die Hefe zerbröckeln und mit der Prise Wasser in das Wasser geben. % Minuten stehen. 
Das  Hefegemisch in die Schüssel mit der Mehlmiaschung geben, Ei und Öl dazuschütten.  Mit dem Handrührgerät oder von Hand sehr lange zu einem geschmeidigen Teig verkneten (dauert von Hand ca. 10 min, mit Rührgerät ca. 5). Der Teig darf nicht mehr klebrig sein. 

Den Teig abdecken und 45 min gehen lassen. 
Ofen auf 220°C vorheizen.
Kurz durchkneten und in 3 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Nochmals zudecken und 10 min ruhen lassen, dann zu langen Strängen formen und zu einem Zopf flechten (ich flechte meistens von der Mitte aus, dann kann man die Enden schöner formen).
Auf ein Blech legen und zugedeckt nochmals 30 min gehen lassen.

Mit Kondensmilch betreichen und Hagelzucker bestreuen.
Im Ofen ca. 30 min backen, dabei die Temperatur gleich zu  Beginn des Backens auf 180°C herunterschalten.

Schmeckt auch gut mit Butter und Marmelade bestrichen.

Und ich habe mich wohl zu früh gefreut mit dem Umzug, mir hat es vorhin alles zerschossen und ich bin vorerst doch wieder unter "blogspot" erreichbar.



Laugen-Sesam-Grissini

Bei uns war Nachbarschaftshock. Dazu bringen die meisten neben ihrem Grillzeug und Getränken noch etwas für die Allgemeinheit mit. Da ich kein großer Held im Salatmachen bin, haben wir was zum Knabbern mitgebracht. Die Stangen haben allen gut geschmeckt und deshalb gibt es heute mal ausnahmsweise ein herzhaftes Backrezept.



Auf das Rezept bin ich bei Johann Lafer gestoßen. Allerdings habe ich die Laugen-Grissini nicht mit Kümmel und Salz bestreut, sondern mit Sesam. Eine kleine Extraportion Vitaminchen kann ja nicht schaden.

Hierzu würde auch noch ein cremiger Käsedip sehr gut passen, aber dazu müsst ihr euch anderswo was suchen - 2 herzhafte Rezepte in einem Post auf einem süßen Blog geht doch irgendwie definitiv zu weit ;-)

Der Teig selbst ist extrem weich und lässt sich nur mit viel Mehl auswellen. Beim Transport aufs Backblech sind die Grissinis immer länger geworden, deshalb lieber in nicht zu dünne Streifen schneiden. Sonst sehen sie aus wie meine mit schlanker Taille und dickem Kopf und Füssen.

Laugen-Sesam-Grissini

300 g Mehl (Type 550)
2 TL Salz
10 g Hefe
2 EL Sonnenblumenöl
200 ml Wasser

etwas Öl zum Bestreichen
ca. 250 ml Brezellauge
ca. 4 EL Sesamsaat

Alle Zutaten von Hand oder mit dem Knethaken des Handrührgeräts gründlich zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel Formen, in eine verschließbare Schüssel legen, mit Öl einpinseln und 30 min gehen lassen.
Backofen auf 230°C vorheizen.

2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Einen alten Backpinsel oder einen Silikonpinsel bereit halten.
Den Teig mit auf einer gut bemehlten Fläche ausrollen (ca. 1 cm dick). Auch die Teigrolle und die Teigoberfläche großzügig mit Mehl bestäuben.
Mit einem scharfen Messer oder dem Pizzarädchen in 1 cm breite Streifen schneiden und auf das Backblech legen.
Mit der Brezellauge bestreichen. Wer mag, kann auch ca. 1 l Lauge in eine Schüssel geben und die Teigstreifen durchziehen (aber Einweghandschuhe anziehen, Brezellauge ist ätzend!). 
Sofort mit Sesam bestreuen und auf der untersten Schiene in 6 bis 8 min goldbraun backen.




Streuselkuchen mit Schokocreme

Heute gibt es doch noch nicht das gestern angekündigte Rezept für Stieleis, da dieses hier auch noch auf seine Veröffentlichung wartete und irgendwie mal wieder kein so richtiges Eiswetter ist.

Sonntags vor dem Urlaub wurde nochmals Bestandsaufnahme im Kühlschrank gemacht, welche verderblichen Lebensmittel noch aufgebraucht werden mussten.
Viel zu finden war nicht mehr: 2 Eier, ein halber Würfel Hefe, Milch und Butter. Es sollte aber trotzdem noch irgendwie Kuchen daraus fabriziert werden. Da blieb dann fast nur noch ein Hefekuchen übrig, damit wäre dann die Hefe weg und so viele Eier braucht man auch wieder nicht dazu.

Nach ein paar Überlegungen kam mir ein Streuselkuchen in den Sinn. Es sollte aber kein normaler sein, sondern würzig, knusprig und doch gleichzeitig saftig.
In Skandinavien wird sehr viel Hefegebäck mit Kardamom gemacht, dann würde das in den Streuseln sicher schon passen.
Saftig im Sinne von fruchtig ist es letztendlich nicht geworden, aber schön feucht und cremig. Kardamom passt ja schließlich auch sehr gut zu Schokolade und so kam noch zwischen Hefeteig und Knusperstreuseln eine Lage Schokoladenkonditorcreme. Jetzt hatte ich nur noch ein Eiweiß übrig, aber keine Lust mehr, damit irgendwas zu machen.
Deshalb durfte das Eiweiß kurzerhand auch in den Urlaub - und wanderte in Tiefkühlschrank.

Das Ergebnis hat ein bisschen lustig ausgesehen, wie eine Berglandschaft mit knusprigen Streuselgipfeln und saftigen Creme-Seen in den Tälern.



Die Mengenangaben sind für eine runde Springform mit 26 cm Durchmesser. Durch einfaches Verdoppeln kann man aber auch einen Blechkuchen daraus machen. Die Backzeit ändert sich dadurch nicht.

Streuselkuchen mit Schokocreme

Hefeteig:
100 ml Milch, lauwarm
21 g Hefe 
250 g Mehl
25 g Zucker
25 g Butter, weich
1 Ei 
1 Prise Salz

Schokocreme:
250 ml Milch
1/2 Päckchen Schokopuddingpulver (19 g)
25 g Zucker
50 g Zartbitterschokolade (70% Kakaogehalt), gehackt
1 Eigelb

Streusel:
100 g Mehl
50 g Butter, weich
50 g Zucker
1/2 TL Kardamom

Zuerst den Hefeteig zubereiten. Dazu die Hefe in der Milch verrühren und aus dieser Mischung mit 2 EL Mehl und 1 TL Zucker einen dünnflüssigen Vorteig herstellen. 15 bis 30 min gehen lassen.
Das Mehl und alle andren restlichen Zutaten für den Hefeteig in einer Schüssel grob mischen, dann den Vorteig zugeben und kräftig zu einem glatten Teig verkneten.
Zugedeckt ungefähr eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Puddingcreme und Streusel zubereiten.
Dazu nach Packungsanweisung, nur mit den oben angegebenen Mengen einen Pudding zubereiten. Nach dem Aufkochen den Pudding von der Kochstelle nehmen und die Schokolade unter Rühren darin schmelzen lassen. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, das Eigelb zügig unterrühren. Bei Seite stellen.
Für die Streusel werden alle Zutaten in einer kleinen Schüssel nur grob mit den Händen zu einem krümeligen Teig verrieben.

Springform mit Backpapier auslegen. den gegangenen Hefeteig reinlegen und bis zum Rand flach drücken. Schokocreme darauf verteilen und zum Schluss die Streusel darauf geben. Nochmals 15 min gehen lassen und in der Zeit den Ofen auf 180 °C vorheizen.
In 30 min goldbraun backen, vollständig abkühlen lassen und nach Wunsch mit Puderzucker bestreut servieren.







Kärntner Reindling

Bei  Zorra geht es diesen Monat zusammen mit Susi von Prostmahlzeit unter dem Titel "Österreich Kulinarisch" um die österreichische Küche. Auch für Hobbybäcker natürlich ein sehr reizvolles Thema.
Nach fleissigem Kochbuchwälzen war ich nicht viel schlauer, so viele Köstlichkeiten schrien "Probier mich! Iss mich!". Ich konnte mich fast nicht entscheiden zwischen Mozartknödeln, Papagenotorte, Pinkafelder Herrentorte, Ischler Törtchen oder Topfenpalatschinken und sämtlichen Strudelvarianten. Doch dann fiel mein Blick auf ein eher unscheinbares Gebäck: Den Kärntner Reindling. Und da uns der Sinn eher nach den Macarons nach was Bodenständigerem war, war sofort klar: Der wird es. 
Ein Hefekuchen in Form eines Gugelhupf, gefüllt mit reichlich Butter, Nüssen, Rosinen, Zucker und Zimt.


Doch kaum war die Wahl gefallen, stand ich vor dem nächsten Problem. Für den Kärntner Reindling gibt es ungefähr genauso viele Varianten wie für Käsekuchen bei uns. Und jede ist natürlich die beste. Mal mit, mal ohne Nüsse, mal mit Butter in der Füllung, mal mit Vanillepudding. Letztendlich habe ich diesen hier aus 3 verschiedenen Rezepten zusammengebastelt, die alle versprechen "original" zu sein. Deshalb muß das Ergebnis in der Summe ja auch so gut wie original sein ;-). Aber letztendlich ist das auch ziemlich wurscht, Hauptsache es schmeckt. Und das hat es getan. Durch die Butter in der Füllung wird der Hefeteig  lecker und mürbe.


Kärntner Reindling

Teig:
300 g Mehl
2 EL Zucker
1 Prise Salz 
Schale einer unbehandelten Orange (oder 1/2 Tl getrocknete und gemahlene Orangenschale)
1 Msp. gemahlene Vanille
15 g Hefe
1 Ei
100 ml Milch, lauwarm
40 g zimmerwarme Butter

Füllung:
40 g Rosinen
80 g Butter, zerlassen
80 g Haselnüsse, geröstet und gehackt
50 g Zucker
1 EL Zimt 
1 TL geriebene Orangenschale

Zuerst den Hefeteig zubereiten. Dazu alle trockenen Zutaten mischen und in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten für den Teig zugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen und nicht zu weichen Teig verkneten.
Zudecken und an einem warmen Ort ca. 1 h (bis er das Volumen derdoppelt hat) gehen lassen.
Dann den Teig auf eine Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. 10 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Rosinen mit etwas kochendem Wasser begiessen (nur so viel, daß sie gerade eben bedeckt sind) und ziehen lassen.
Nach der Ruhezeit den Teig zu einem ca. 20 x 40 cm großen Quadrat ausrollen. Mit der Butter bestreichen und den restlichen Zutaten bestreuen. Zum Schluß die Rosinen kurz in einem Sieb abtropfen lassen und auch aufstreuen.
Von der breiten Seite her aufrollen. Eine Gugehupfform mit ca. 20 cm Durchmesser gut ausfetten. Die Teigrolle hineinlegen, zudecken und nochmals 45 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Herd auf 175°C vorheizen. 
Wenn der Reindling fertig gegangen ist, auf der untersten Schiene ca. 45 - 50 min backen.
Nach dem Backen kurz in der Form abkühlen lassen und zum vollständigen Abkühlen auf ein Kuchengitter stürzen.

Mit Puderzucker bestreut geniessen und dabei vom nächsten Urlaub in Kärnten träumen...



Dampfnudeln mit karamellisiertem Apfelkompott

Eine weitere Verwertungsmöglichkeit von Schrumpeläpfeln, bevor es hoffentlich bald mit frischem einheimischen Obst wie Rhabarber, Erdbeeren usw. losgeht.
Diese Dampfnudeln stehen bei uns immer mal wieder als süßes Mittagessen auf dem Programm. Früher habe ich Dampfnudeln (die in der Milch gekochten Variante) mit ihrer weichen schwammigen Haut gruselig gefunden. Erst durch die Art, wie meine Schwiegermutter sie kocht, konnte ich mich mit ihnen anfreunden. Jetzt haben wir sie durch das Karamelisieren der Äpfel nochmal verbessert.
Der Vorteil an diesem Rezept ist der sparsame Umgang mit Geschirr, es gibt sehr wenig abzuspülen, da alles in einem Topf zubereitet wird. Ausserdem kocht sich die Beilage selber mit. Wichtig ist allerdings, daß Topf und Deckel hitzestabile Henkel/Knöpfe haben, die auch den Ofen aushalten (ich spreche aus Erfahrung ;-))
Wer allerdings unten eine Kruste will, hat Pech gehabt, das gibts hier nicht.
Zuerst wird ein Karamell hergestellt, zu dem die zerkleinerten Äpfel und noch ein paar Zutaten gegeben werden. Darauf werden dann die Hefeteigkugeln gesetzt und dann fertig gegart.


Dampnudeln mit karamelisiertem Apfelkompott

Für das Kompott:
6 große Äpfel, geschält, entkernt und in grob gewürfelt (ca. 2 cm groß)
60 g Zucker
1/2 Zitrone, Saft davon
50 ml Wasser (oder etwas mehr, wenn die Äpfel schon etwas mehlig sind)
1/2 TL Zimt, gemahlen
1 Msp. Vanille, gemahlen

Für den Dampfnudelteig:
500g Mehl
25 g Hefe
30 g Zucker
250 ml Milch
2 Eier
80 g warme Butter
1 Prise Salz

Zuerst den Hefeteig vorbereiten. Dazu die Milch lauwarm erhitzen. Dann das Mehl in eine Schüssel sieben. Eine Mulde formen und die Hefe reinbröckeln sowie 2 TL des Zuckers zugeben. Lauwarme Milch in die Mulde schütten und Hefe darin unter Rühren auflösen. Dabei darf ruhig auch etwas Mehl schon mit eingerührt werden, es sollte allerdings noch die Konsistenz einer giessbaren Flüssigkeit haben. 15 Minuten stehen lassen, dann die restlichen Zutaten (den restlichen Zucker nicht vergessen) zugeben und zu einem latten elastischen Teig kneten (von Hand oder mit dem Knethaken des Handrührgeräts).
Ca. 1 h gehen lassen. Teigkugeln mit einem Durchmesser von 4 bis 5 cm formen und nochmals 15 min abgedeckt ruhen lassen.
Ofen auf 180°C vorheizen und in der Zwischenzeit die Äpfel vorbereiten (schälen, entkernen und in grob würfeln (ca. 2 cm große Stücke) und mit dem Zitronensaft mischen.
Den Zucker in einen ziemlich großen Topf geben und hellbraun karamlisieren. Kurz von der Hitzequelle nehmen und die Äpfel sowie das Wasser zugeben. Gewürze auf die Äpfel geben und die Teigkugeln draufsetzen. Mit einem dicht schliessenden Deckel bedecken.
Wieder auf die Hitzequelle stellen und ca. 10 min bei milder Hitze garen, dann den zugedeckten Topf in den Backofen stellen und weitere 35 min backen, möglichst ohne den Deckel zu öffnen.
Direkt heiß aus dem Ofen servieren.

Wer mag, isst noch Vanillesosse dazu.

Ein Experiment - süße Apfelpizza

Eigentlich habe ich ja gedacht, daß ich diesen Monat wohl nicht bei Lunas Blogevent bei Zorra We love Pizza mitmache. Den meiner Meinung nach allerbesten Pizzateig habe ich schon verbloggt und wirklich spektakuläre Beläge gibt es bei uns nicht.
Doch dann stand für uns mal wieder Pizza auf dem Speiseplan und als ich so den Teig knetete, fiel mein Blick auf die schrumpeligen Äpfel im Obstkorb, die der mäkelige Rest der Mannschaft hier verschmäht. Und dann reifte langsam eine Idee: warum nicht mal süße Pizza ausprobieren?
Ganz dunkel im Hinterkopf glaubte ich, schon mal ein Rezept dafür gesehen zu haben und wurde dann bei Cynthia Barcomi fündig.
Dieses Rezept gefiel mir aber nicht so gut und so wurde ich mal wieder selbst erfinderisch.
Ein leicht angesüsster Flammkuchenteig als Grundlage. Schmand mit Marzipan und ein paar Gewürzen als Sosse... und schliesslich die Schrumpeläpfel, in dünne Scheiben gehobelt, als Belag (wer mag, kann die Schale auch dran lassen, das sieht dann hübscher aus, aber uns stört die schon etwas zähe Schale).
Jetzt fehlt nur noch der Käse... und wer sich traut nimmt dazu wie im Original Mozarella. Das schmeckt wirklich. Wer nicht ganz so mutig ist, nimmt einfach ein bißchen Marzipan und bleibt so komplett auf der süßen Seite.
So wurde es eine Pizza bianca, da mir leider nichts passendes Rotes mehr einfiel (bzw. vorhanden war).
Sogar unsere Kleine, die kein so großer Kuchenfan ist, hat Nachschub verlangt (allerdings von der reinen Marzipanvariante).

Die Menge ergibt 2 Pizzen.

süße Apfelpizza

Teig:
125 g Mehl Type 550
7 g Hefe
70 ml Wasser
1 TL Zucker 
1 Prise Salz

Belag:
100 g Schmand (oder Creme fraiche)
30 g Marzipan
Zimt und Kardamom nach Geschmack

2 Äpfel, in dünne Scheiben gehobelt oder geschnitten
1/2 Zitrone (Saft)
30 g zerlassene Butter
2 EL brauner Zucker
2 EL gehobelte Mandeln
125 g Mozarella oder 40g Marzipan, jeweils in kleine Stücke zerzupft

Zuerst den Teig zubereiten. Dazu alle trockenen Zutaten mischen, die Hefe hineinbröseln und mit dem Wasser zu einem relativ festen Teig verkneten. Zugedeckt 60 bis 90 min gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten.
Marzipan in der Mikro bei kleinster Stufe kurz erwärmen, bis es cremig weich ist (oder in einem kleinen Topf auf dem Herd). Mit Schmand und den Gewürzen glatt rühren. 
Äpfel (nach Wunsch) schälen, halbieren, entkernen und dünn hobeln oder in sehr feine Scheiben schneiden. Mit dem Zitronensaft mischen.

Ofen auf 225° C vorheizen, dabei die Backbleche mit erhitzen. 

Den fertig gegangenen Teig halbieren und direkt auf etwas bemehltem Backpapier zu 2 dünnen runden Pizzen  ausrollen.
Schmandmischung aufstreichen. Äpfel in einer dünnen Schicht darauf verteilen und diese mit der zerlassenen Butter bestreichen.
Mozarella oder Marzipan darauf verteilen und mit braunem Zucker und Mandelblättchen bestreuen.
Das Papier auf das heiße Blech ziehen und in 10 bis 12 min knusprig braun backen.
Noch warm geniessen.



schwäbischer Hefezopf mit Variation

Hefezopf ist hier bei uns ein sehr beliebtes Gebäck, vor allem fürs Wochenende, da er auch am zweiten Tag noch ganz akzeptabel schmeckt und nicht zu trocken ist. Gebacken wurde er schon in vielen Varianten, aber dieses Rezept hat sich bewährt. Das praktische daran ist, das man keine Eireste übrig hat wie in den meisten Rezepten, bei denen die Oberfläche noch mit Eigelb bestrichen wird. Die sparsame schwäbische Hausfrau schmeisst das Eiklar einfach mit in den Hefeteig. Durch das lange Kneten wird der ferige Zopf fein faserig (wie vom Bäcker).

In unserer Region wird Hefegebäck oft als Gebildegebäck bei Bäckern angeboten. So wie demnächst an Palmsonntag als Palmbrezel, als Weckmänner vor Weihnachten, usw.. 
Und als sehr evangelisch geprägte Region findet man "Kranzbrot" auf jedem Leichenschmaus. 

Man kann auch aus diesem Teig sehr gut Brezeln oder ähnliches formen. Die Menge ist riesig, man bekommt 2 große Zöpfe heraus, deshalb gibt es auch Spielraum zum mit Füllungen, Belag,... zu experimentieren. So ist dann für jeden Geschmack etwas dabei. Oder man kann einen der Zöpfe einfach einfrieren. Das funktioniert sehr gut, er kommt wie frisch aus dem Tiefkühler.



Hier kommt dann auch unsere Lieblingsvariante mit: Zupfzopf, hier in Form eines "Zupfschuedis" als erstes Mal geklaut. Dabei wird der Teig mit Butter bestrichen und einer Gewürzmischung oder einfach nur Zimt und Zucker gefüllt und gestapelt in einer Kastenform gebacken.



Schwäbischer Hefezopf

1 kg Mehl (Type 550) 
1 Würfel Hefe
500 ml Milch, lauwarm
100 g Zucker
150 g weiche Butter
15 g Salz
1 Ei 
1 Eiweiss
ca. 30 ml Zitronensaft, etwas abgeriebene Zitronenschale oder anderes als leichter Aromageber (Orangenschale, einige Tropfen Bittermandelöl,...)

1 Eigelb, verquirlt, zum Bestreichen 
Hagelzucker und Mandelstifte zum Betsreuen

für die Variante (reicht für die halbe Teigmenge):
50 g sehr weiche Butter
50 g Zucker 
20 g Melasse/Zuckerrübensirup  (oder statt Zucker und Melasse insgesamt 70 g                                                brauner Zucker)
2 TL Zimt  oder Lebkuchengewürz


Für den Teig alle Zutaten in eine große Schüssel geben, dazu die Hefe zerbröckeln und die Butter kleinschneiden. Mit dem Handrührgerät oder von Hand sehr lange zu einem geschmeidigen Teig verkneten (dauert von Hand ca. 10 min, mit Rührgerät ca. 5). Der Teig darf nicht mehr klebrig sein. Geht natürlich auch in einer ausreichend großen und starken Küchenmaschine, meine hat aber nicht genug Muckis.
Den Teig abdecken und 2 h gehen lassen. Kurz durchkneten und halbieren. Die eine Hälfte nochmals in drei gleich große Stücke teilen (für den Zopf). 
Nochmals zudecken und 10 min ruhen lassen.
Die kleinen Stücke zuerst zu Kugeln, dann zu langen Strängen formen und zu einem Zopf flechten (ich flechte meistens von der Mitte aus, dan kann man die Enden schöner formen).
Auf ein Blech legen und zudecken.
Für die Variante den Teig wie im oben angegeben Link behandeln (ausrollen, mit Butter betreichen, Gewürz-Zuckermischung aufstreuen. Dann in 6 Streifen schneiden, die aufeinander gestapelt werden und diesen Stapel wieder in 5 kleinere Stücke schneiden. Diese Stücke dann aufrecht in eine gefettete Kastenform stellen, so daß man viele kleine Scheiben sieht). Ebenfalls zudecken.

Beides nochmals 30 min gehen lassen.
In der Zwischenzeit Ofen auf 200°C vorheizen.

Zopf mit Eigelb bestreichen. Hagelzucker und Mandelstifte aufstreuen.
In den heißen Ofen stellen und die Temperatur auf 180°C herunterdrehen. Den Zopf ca. 30 min backen (wenn er ziemlich lang und dünn ist, wenn er etwas dicker geworden ist, braucht er ca. 40 min.)
Der Zupfzopf kann in der Zwischenzeit noch länger gehen, es schadet im nichts (wenn es sehr warm ist ggf. in den Kühlschrank stellen) und genauso backen, allerdings braucht er mindestens 40 min.

Ich hoffe, Euch schmeckts


Crumpets

Crumpets sind eine Art dicke Hefeteigtaler, die in der Pfanne ausgebacken werden, normalerweise in speziellen Ringen. Vor dem Verzehr lässt man sie normalerweise abkühlen und toastet sie dann wieder auf. Bei uns als eine Art Pfannkuchen ohne Ringe. Wir haben sie auch direkt warm aus der Pfanne gegessen, zusammen mit Apfelmus und Sahne. Und sie waren echt gut. Einen Dank an Herrn Dan Lepard, bei dem ich das Rezept gefunden habe.

Crumpets

125 g Mehl (Type 1050)
15 g Zucker
7 g Frischhefe
3 g Salz
50 g Wasser, lauwarm
100 g Milch, lauwarm
5 g Natron

Mehl, Zucker, Heffe, Salz, Wasser und Milch in einer Schüssel zu einem dickflüssigen Teig verrühren. 45 min ruhen lassen.
Eine Pfanne erhitzen und etwas Butter darin schmelzen.
Das Natron in ca. 1 TL heißem Wasser einrühren und schnell unter den Hefeteig rühren.
Je nach Größe der Pfanne mit einem Schöpflöffel ca. 4 Portionen Teig, der zu Kreisen von 8 bis 10 cm Grße verstrichen wird, in die heiße Pfanne geben. Dunkelbraun Braten, bis die Oberfläche viele kleine Krater hat und der Teig fast fest ist. Wenden und auf dieser Seite hellbraun braten. 
Abkühlen lassen oder direkt essen (im Original mit Butter und Marmelade)

Ergibt ungefähr 10-15 Crumpets

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt