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Passionsfruchtcupcakes mit Orangenstreuseln

Ich hatte vor kurzem das Glück, viele Passionsfrüchte sehr günstig zu bekommen. Da nicht alles gleich verarbeitet werden konnte, habe ich die Früchte halbiert, das Mark ausgelöffelt und das ganze dann mit Hilfe der "Flotten Lotte" (Passiermühle) mit der feinsten Scheibe durchpassiert. So bekommt eine ziemlich hohe Ausbeute an Püree/Saft, da die Kerne fast vollständig trocken in der Lotte zurückbleiben. Mein Püree habe ich dann sorgfältig in Portionen zu 50 bis 70 ml eingefroren (bis ich alle Rezepte rausgekramt habe, die ich schon lange machen wollte, und für die man Passionsfrüchte braucht)


Damit nicht nur Süßigkeiten daraus werden, habe ich mich auch für etwas Gebackenes entschieden und war sehr gespannt, ob das Aroma den Backofen übersteht.
Der Geschmack ist noch deutlich wahrnehmbar, da die Menge an Püree aber nicht zu hoch war auch nicht unangenehm stark. Die Krume selbst wird leuchtend gelborange.
Das Grundrezept war ein Rezept von Nicole Stich aus dem Buch "Sweets", dort allerdings mit Himbeerfrosting. Uns war es aber nicht so nach cremig, deshalb habe ich einfach Orangenstreusel auf den Teig gepackt. Das rundet, wie ich fand, den Passions-fruchtgeschmack eigentlich sehr gut ab.




Passionsfruchtcupcakes mit Orangenstreuseln

Rührteig:
100 g Butter, weich
125 g Zucker
ca. 75 ml Passionsfruchtsaft
2 Eier
125 g Mehl (Type 405)
25 g Speisestärke
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Natron
2 EL Sahne

Streusel:
40 g Butter
40 g Zucker
65 g Mehl (type 405)
Schale 1/2 unbehandelten Orange

Ofen auf 180°C vorheizen, eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen

Für den Teig Butter und Zucker schaumig rühren. Eier nacheinander zugeben und jeweils vollständig unterrühren. Passionsfruchtsaft/ -püree zugiessen und ebenfalls gut verrühren.
Mehl, Speisestärke, Backpulver und Natron mischen und nur noch kurz zusammen mit der Sahne unterheben (nur solange, bis sich ein halbwegs homogener Teig gebildet hat).
Den Teig auf die 12 Vertiefungen des Blechs verteilen.

Für die Streusel einfach alle Zutaten zu einem krümeligen Teig verkneten und auf dem Teig im Muffinblech verteilen.

Ca. 25 Minuten auf der untersten Schiene backen, bis sie goldbraun sind und duften. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und dann zum vollständigen Abkühlen aus den Vertiefungen des Muffinblechs heben und auf ein Kuchengitter setzen.



Passionsfrucht-Kokos-Karamellen

Manchmal bewahrheitet sich der Spruch " Was der Bauer nicht kennt, (fr)isst er nicht". So ergibt sich nämlich für mich ab und zu die Chance, ziemlich günstig an exotischere Früchte zu kommen. 
Unser Dorfsupermarkt im Nachbardorf hat zwar nicht ständig Maracujas da, aber wenn sie mal in der Aktion sind. Und dann bleiben meistens welche liegen, bis sie schön schrumpelig (und damit eigentlich erst so richtig schön reif sind). Und diese werden dann zu einem Schleuderpreis verramscht. So hatte ich das Glück, 15 saftige Maracujas zu weniger als 1,50 Euro zu bekommen.

Wie ich sie aufbewahre, um länger was davon zu haben und eine möglichst große Saftausbeute zu bekommen, könnt ihr am Donnerstag bei den Passionsfruchtcupcakes nachlesen.

Heute kommt erst mal ein Rezept für Annas Süßigkeitenevent.

Blog-Event

Wieder mal aus dem Buch "Sweets" von Nicole Stich, dass mir umso besser gefällt, umso öfter ich es in die Hand nehme.

Das Ergebnis sind wirklich sehr leckere, eher weiche Karamellbonbons mit deutlichem Maracuja- und leichtem Kokosgeschmack. 
Wir konnten nicht mehr mit naschen aufhören, deshalb kann ich die angegebene Haltbarkeit von 1 bis 2 Wochen (im Kühlschrank) nicht bestätigen, sie waren vorher restlos vernichtet.

Aber sie sind auch schon als Zahnzieher brüchtigt (wobei ich sie selbst als nicht so klebrig empfand). Das 8 Jahre alte Provisorium meines Schwagers wurde ins Gras gespuckt, weil er dachte, das Bonbon hätte etwas seltsam Hartes innen drin.



Passionsfrucht-Kokos-Karamellen

100 g Kokosmilch
100 g Sahne
50 g Butter
200 g Zucker
75 g Golden Syrup (bei mir Grafschafter heller Sirup /Karamellsirup) 
50 ml Wasser
125 ml Passionsfruchtsaft
1 Prise Meersalz


Eine rechteckige Form mit ca. 15 x 15 cm Kantenlänge mit Backpapier auslegen (auch an den Seiten etwas hochziehen) und mit wenigen Tropfen Öl einpinseln.

In einem Topf Kokosmilch, Sahne und Butter mischen sowie auf dem Herd aufkochen lassen, dann zur Seite stellen.

In einem größeren, möglichst breiten (dann dauert das Einkochen nicht so lange wie in einem schmalen hohen) Topf Zucker, Sirup und Wasser aufkochen lassen und so lange weitererhitzen, bis die Flüssigkeit eine Temperatur von 120°C erreicht hat.
Dann nacheinander Kokossahne, Passionsfruchtsaft und Salz zugeben.

Erneut erhitzen, dabei ab und zu umrühren. Diese Mal wird bis auf eine Endtemperatur von 125°C eingekocht. die Masse wir dabei deutlich dickflüssiger.

Sofort in die vorbereitete Form giessen und abkühlen lassen. Zum Verfestigen noch 1 bis 2 h in den Kühlschrank stellen. 

Auf ein Brett stürzen, das Papier abziehen und in kleine Stücke schneiden.

Zur Aufbewahrung entweder einzeln in Pergamentpapierchen einschlagen oder wie ich in durch Backpapier getrennte Lagen in einer dicht schliessenden Schüssel.
Am besten im Kühlschrank aufbewahren.



Marmorierte Cupcakes mit doppeltem Swirl

Das schwirrte mir schon länger im Kopf rum: Muffins, bei denen der Teig spiralförmig hell-dunkel sich abwechselt und das gleiche wiederholt als Frosting oben drauf.
Hier ist das Ergebnis meines Experiments: Marmorierte Cupcakes mit doppeltem Swirl.




Mir (den Kindern natürlich nicht) war das Meringue-Buttercream-Frosting von Dan Lepard aus seinem "Short and Sweet "-Buch aber schon etwas zu mächtig und auch zu viel (aber sonst sieht es eben nicht so schön aus).

Der Vorteil an diesem Frosting ist allerdings das Erhitzen der kompletten Eiweiss-Zuckermischung. So werden sämtliche potentiell vorhandenen Keime ausgeschaltet. Bitte aber trotzdem unbedingt im Kühlschrank aufbewahren!

Ergibt 12 Cupcakes mit großer Cremehaube.




Doppelt geswirlte Marmorcupcakes

Teig:
125 g Butter, weich
125 g Zucker
1/4 TL gemahlene Vanille
3 Eier
150 g Mehl (Type 405)
1/2 Päckchen Backpulver

1 EL Kakaopulver
2 EL Milch

Meringue-Buttercream-Frosting:
4 Eiweiß
225 g Zucker
325 g weiche Butter
1/2 TL gemahlene Vanille
2 gehäufte TL Kakaopulver

Ofen auf 180°C vorheizen, ein Muffinblech mit Förmchen auslegen

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und dem Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl und Backpulver zusammen sieben und unterrühren. Die Hälfte des Teiges abnehmen und die andere Hälfte mit dem Kakopulver und der Milch verrühren. 
Beide Teige zusammen in einen Spritzbeutel geben. Dabei den Beutel gedanklich in der Mitte teilen und auf die eineHälfte nur weissen Teig, auf die andere den braunen. Spiralförmig in die Vertiefungen des Bleches spritzen und in ungefähr 30 min fertig backen.



In der Zwischenzeit die Buttercreme vorbereiten.
Dazu die Eiweiße mit dem Zucker in einem kleinen Topf unter Rühren auf ca. 70°C erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Mischung in eine Rührschüssel geben und ungefähr 5 Minuten lang aufschlagen. Es entsteht eine feste Meringuemasse. Die weiche Butter in Portionen zu 50 g unterschlagen. Sobald sämtliche Butter eingearbeitet ist, sofort mit dem Rühren aufhören und nur noch kurz die Vanille unterrühren. 
Auch in zwei Hälften teilen und unter die eine Hälfte vorsichtig das Kakaopulver unterrühren. 
Im Kühlschrank etwas fester werden lassen, dann beide Farben wie den Teig in einen Spritzbeutel mit runder Lochtülle füllen und auf die Cupcakes dressieren.



Orange Glow Chiffon Cupcakes

Was für ein Name für simple Orangencupcakes, ohne Creme und alles, aber er steht so im Rezept (bzw. in einem Teilrezept eines Desserts namens Bostini). Und er hört sich doch viel besser an als der Name, der sich hier bei uns für sie eingebürgert hat. Unter dem Namen würde sie nämlich keiner Nachbacken wollen und das wäre echt schade. Bisher haben sie es noch nicht in den Blog geschafft, einfach, weil ich zuviele Rezepte ausprobieren muß. 
Meine Große liebt diese Dinger aber über alles. Jedesmal, wenn ich frage, was ich backen soll, schreit sie gleich:
.
.
.
"SCHWAMM-MUFFINS" 
- Ups, jetzt habe ich unseren Namen doch verraten. 
Er beschreibt die Konsistenz aber doch sehr gut. Sie sind locker und samtig und schmecken für die biskuitähnliche Konsistenz erstaunlich orangig. Wer schon mal Chiffoncakes gegessen hat, weiß, was ich meine, es ist aber sehr schwer zu beschreiben.

Allerdings habe ich mit ihnen ein Problem, von dem ich nicht weiß, ob es sich so gehört, oder ob jedesmal bei mir was schief läuft:
Sie plustern sich im Ofen wunderbar und sehen aus wie kleine, sehr bequeme Sitzkissen. Und dann nimmt man sie aus dem Ofen, stellt sie zum Abkühlen hin und kann förmlich zusehen, wie sie zusammenschrumpfen (als ob ich mich drauf gesetzt hätte) Trotzdem sind sie lecker und luftig. 

Und wie ich das hier so schreibe und den Rezepttext mal wirklich VOLLSTÄNDIG durchlese und die Vorbereitung der Backform ausnahmsweise mal nicht überspringe, finde ich auch schon meinen Fehler:
BITTE keine Papier-,Silikon- oder Sonstwas-Förmchen benutzen. NUR das reine Blech und dieses nur ganz leicht ausfetten und mit Mehl ausstäuben, so dass die Kuchenmasse sich praktisch an den stabilen Wänden "festhalten" kann.

Und noch ein paar Worte zum Rezept. Es stammt aus diesem Buch von Rose Levy Beranbaum und ist dort als Teil des "Bostini"s enthalten. Dazu wird eine dickflüssige Vanillesosse in ein Glas gegeben, der Cupcake darf sich darauf im Schwimmen üben und damit er es nicht zu leicht hat, wird er noch mit einer Art warmer Schoko-Butter-Ganache übergossen.




Orange Glow Chiffon Cupcakes

112 g Mehl Type 405
150 g Zucker
1 TL Backpulver
1/4 TL Salz
54 g Sonnenblumenöl
4 Eigelb
6 g geriebene Schale einer unbehandelten Orange
90 g Orangensaft
etwas gemahlene Vanille
5 Eiweiß
optional: 1/2 TL Weinstein (nicht das Backpulver, sondern Cream of Tartar)

Ofen auf 160°C vorheizen. Ein Muffinblech dünn ausfetten und gut mit Mehl ausstäuben.
Vom Zucker 1 EL abnehmen, den Rest in der Schüssel der Küchenmaschine mit Mehl, Backpulver und Salz auf niedrigster Stufe kurz durchmischen (mit dem Schneebesen).
Öl, Eigelbe, Orangenschale und-saft sowie die Vanille zugeben und bei mittlerer Geschwindigkeit gut 1 1/2 Minuten schlagen (die Masse sollte dickflüssig und glänzend werden).
In einer zweiten Schüssel die Eiweiße mit dem restlichen EL Zucker steif schlagen(falls Cream of Tartar verwendet wird, dieses zugeben, sobald das Eiklar schaumig wird).

Den Eiweißschaum sehr vorsichtig unter die Eigelbmasse heben. Nur solange, bis sich die Massen gerade eben verbunden haben.

Die Vertiefungen in der Muffinform komplett füllen und für 25 bis 30 Minuten backen.
Zum Abkühlen die komplette Form 15 Minuten auf ein Kuchengitter stellen, dann sanft mit Hilfe eines Messers aus der Form lösen.

Wir essen sie am liebsten pur, aber als kompletter Bostini sind sie bestimmt oberlecker. Was sicher auch gut schmeckt ist , wenn man sie mit einer Orangencreme, z. B. Sahne , die mit Orangenmarmelade verfeinert ist, aufhübscht.

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt


Backen mit Kindern - Kunterbunte Amerikaner

Eine prima Sonntag-Morgen-Beschäftigung: zuerst gemeinsam Teig rühren und dann den Kindern 2 Schüsseln Zuckerguss und bunte Schokolinsen hinstellen und sich ein wenig verziehen... 
Außerdem ist das Verzieren der Gebäcke sicher pädagogisch sehr wertvoll (wenn auch nicht zahnmedizinisch). Hier werden Kreativität und Feinmotorik besonders gefördert ;-)

Die Kinder haben Spaß und die Mama ein bisschen Pause. Und das beste daran ist, dass alle was leckeres zum Mittagskaffee haben. Meine zwei haben so viel weggemampft wie selten. 

Vorsicht: nicht zu lange backen, nur ganz hellbraun, anonsten werden sie hart und trocken.





Kunterbunte Amerikaner

125 g Butter, weich
100 g Zucker
geriebene Schale einer halben Zitrone
1 Msp Vanille, gemahlen
1 Prise Salz
2 Eier
100 g Joghurt
250 g Mehl (Type 405)
50 g Speisestärke
2 TL Backpulver

Guss:
150 g Puderzucker
Saft einer Zitrone
2 TL Kakao

Verzierung:
Schokolinsen, Zuckerperlen,...

Ofen auf 180°C vorheizen. 2 Backbleche mit Papier auslegen.

Für den Teig Butter und Zucker mit der Zitrone,Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen. Abwechselnd in ca. 3 Portionen mit dem Joghurt zugeben und jeweils gut unterrühren.

Auf die 2 Bleche verteilt mit zwei Esslöffeln ungefähr 15 Teigbatzen setzen.
Im Backofen ca. 12 bis 15 min backen.
Herausnehmen und abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit den Guss zubereiten. Dafür den Puderzucker mit dem Zitronensaft zu einem sehr zähfliessenden Guss verrühren (lieber etwas weniger Saft nehmen). Auf zwei Schüsseln verteilen und die zweite Schüssel mit dem Kakao dunkel färben, ggf. noch mit etwas Zitronensaft verdünnen.

Und dann kann die Ferkelei losgehen.....



Mini-Windbeutel mit Weinbergpfirsichen

Ein schnelles Rezept für Zwischendurch, wenn mal ein normaler Kuchen nicht reicht und es ein bißchen cremig sein soll - oder ein Becher Sahne im Kühlschrank vor sich hin dümpelt und einem nichts besseres einfällt.

Irgendwas ging mir aber schief (ich hätte wahrscheinlich zwischendurch nicht den Ofen aufmachen sollen) - sie sind nicht richtig aufgegangen und die Oberfläche wurde nicht "trocken" sondern blieb irgendwie glänzend.
Trotzdem waren sie eigentlich gut, auch wenn ich noch am Brandteig etwas rumprobieren muss.


Winbeutel mit Weinbergpfirsichen

Brandteig:
250 ml Wasser
100 g Butter
1 Prise Salz
200 g Mehl
4 Eier 

Füllung:
200 ml Sahne, mit etwas Vanillezucker und Sahnesteif crmig aufgeschlagen
3 Weinbergpirsiche, klein gewürfelt

Wasser, Butter und Salz werden bis zum sieden erhitzt. Dann das Mehl in einem Schwung zugeben und mit eine Holzkochlöffel rühren, bis ein fester Kloß entsteht, der sich vom Topfboden löst, aber dort einen feinen weißen Belag hinterlässt. Das dauert ca. 2 bis 3 min.
Vom Herd nehmen und in eine Schüssel umfüllen. Mit dem Handrührgerät nun einzeln nacheinander die Eier jeweils vollständig unterrühren.

2 Backbleche mit Papie auslegen und den Ofen auf 200°C vorheizen.
Teig in einen Spritzbeutel mit großer Tülle (Stern oder rund, ganz nach Vorliebe) geben und die gewünschten Formen (Häufchen, Stangen,...) aufspritzen.
In 20 bis 25 min bei Umluft goldbraun backen, dann komplett abkühlen lassen.

Quer durchschneiden und mit einem Klecks Sahne und den Früchten füllen. Deckel wieder aufsetzen und mit Puderzucker bestäubt servieren.

Aus 1 mach 2: Himbeer- und Mirabellenmuffins

Auch auf die Gefahr hin, das es hier etwas langweilig wird: Schon wieder Muffins. 
Aber ich bin immer noch am Testbacken aus dem "Süße Liebe"- Buch von Asa Swanberg. Dieses Mal sollten es die Sommermuffins werden. 

Da bei uns die Himbeerzeit leider auch schon wieder so gut wie vorbei ist, kam es uns gerade recht, daß der Nachbar uns beim Naschen an seinen Brombeersträuchern "erwischte" (wir dürfen das, seine Kinder mögen die nämlich nicht - und meine kommen nicht ohne lila Zunge daran vorbei). Er gab uns nämlich gleich noch die Erlaubnis, auch noch seinen Mirabellenbaum zu plündern.


Falls jemand Mirabellen nicht kennt: sie sind botanisch und auch deutlich merkbar geschmacklich Verwandte der Pflaume, nur mit zarterer Haut, ziemlich saftig und auch etwas säuerlicher - und sehr viel kleiner. Frisch zu kaufen gibt es sie kaum, da sie nicht besonders haltbar sind und schnell verderben, vor allem an Stellen, an denen die Haut beschädigt ist.



So kam nur in eine Hälfte der Muffins Himbeeren, in die andere wurden gewürfelte Mirabellen gesteckt (und noch ein großer Beutel eingefroren, von dem ich noch nicht weiß, was daraus werden soll - und der mir wahrscheinlich nächstes Jahr im August wieder einfällt, wenn es wieder frische gibt). 

Um die Muffins mit Mirabellen noch etwas aufzupeppen, habe ich die Streusel noch mit etwas gemahlenem Ingwer vermischt, was, wie ich fand, eine ziemlich gute Idee war und geschmacklich sehr gut zusammengepasst hat. 

Der Teig selbst ähnelt in der Zubereitung einem Biskuit, dem noch geschmolzene Butter und Milch zugefügt werden. Nur mit den Streuseln hatt ich so meine Probleme. Ich konnte nicht wie im Rezept angegeben "ein paar Streusel auf jeden Muffin geben", dazu ware die Menge viel zu groß. Deshal gab es richtige Streuselhäufchen.

Die Backzeit von nur 15 Minuten ist mir etwas zu knapp, ich habe sie lieber 5 Minten länger drin gelassen und fand sie dann genau richtig.

Ich könnte mich jetzt nicht direkt entscheiden, welche Variante die bessere ist. Deshalb hilft nur: Nachbacken und mir Eure Meinung dazu schreiben!


Streuselmuffins mit Himbeere oder Mirabelle

Biskuit:
100 g Butter
200 ml Milch 
abgeriebene Schale einer Zitrone, unbehandelt
2 Eier
125 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
250 g Mehl
2 TL Backpulver

wenn beide Varianten gebacken werden sollen:
60 g Himbeeren und 70 g Mirabellen (entsteint gewogen, dann fein gewürfelt)

wenn nur eine Variante gebacken werden soll: die betreffende Fruchtmenge verdoppeln

Streusel:
80 g Haferflocken
60 g Mehl
85 g Zucker
75 g Butter (laut Originalrezept kalt, geht aber auch mit weicher)
für die Variante mit den Mirabellen: 1/2 TL gemahlener Ingwer (getrocknet)


Zuerst den Ofen auf 200°C vorheizen und das Muffinblech vorbereiten, indem die 12 Vertiefungen mit Papierförmchen ausgelegt werden.

Dann Butter in einem kleinen Topf schmelzen, von der Herdplatte ziehen und die Milch sowie die Zitronenschale zugeben.
Eier, Zucker und Vanillezucker zu einem sehr hellen Schaum aufschlagen. Mehl mit Salz und Backpulver mischen, dann zuerst die Milchmischung unterrühren und anschliessend die Mehlmischung unterheben.
Den Teig auf die 12 Förmchen verteilen. 

Die Zutaten für die Streusel in die Schüssel geben und zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Die Hälfte abnehmen und unter die verbliebene Hälfte den Ingwer einkneten.

Die Früchte gleichmäßig auf dem Teig verteilen, anschliessend den Streuselteig darüber krümeln.

Auf der mittleren Schiene ca. 20 min backen. Zum Abkühlen aus der Muffinform nehmen. 
Und dann aufpassen, dass man nicht sofort alle verspeist.




Hortensiencupcakes mit Him- und Brombeeren

Zur Zeit gibt es in Nachbars Garten sehr viele Brombeeren, die von seinen 7 Kindern aber allesamt verschmäht werden. Deshalb macht es ihm nichts aus, wenn wir ab und zu (so ungefähr auf jedem Gang von und zum Kindergarten...) welche naschen oder auch mal ein paar mehr mitnehmen.

Außerdem steht noch Zorras 9. Bloggeburtstag mit dem Event von Braun an. Deshalb zuerst einmal: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

9 jahre kochtopf Blog-Event - Smart Speed Kitchen (Einsendeschluss 15.9.2013)  

Anfang des Jahres habe ich bei Luna ein Exemplar des Kochbuches vom letzten Jahr gewonnen. Jetzt wollte ich mir nicht die Chance entgehen lassen, eventuell selbst ein Rezept beisteuern zu können.

Deshalb fing ich mal mit Überlegen an:
  • auf einem süßen Blog kann es ja eigentlich nur Geburtstagskuchen geben
  • es soll hübsch aussehen, aber noch viel besser schmecken (und nicht unbedingt eine große Zuckerblumen- oder Sonstwas-Deko drauf, aber schön bunt, allerdings ohne künstliche Farbe)
  • aber Blumen zum Geburtstag sind doch auch immer schön...
  • dabei muss was püriert werden, oder wenigstens das Zubehör eines Pürierstabs benutzt werden
  • ich will was fruchtiges machen, das lässt sich so gut kleinmatschen
Die Entscheidung zum Backen war also schnell gefallen, aber dann... auf einmal fiel mir nichts mehr ein von den Rezepten, die ich mir irgendwo mal gemerkt hatte zum Nachmachen, bei denen auch der Pürierstab zum Einsatz kam - ich hatte irgendwie immer Käsekuchen im Kopf.
Und dann war es auf einmal ganz einfach. Als ich mal wieder mit 2 brombeerverschmierten, lilamündigen Kindern im Kindergarten ankam hatte ich endlich die vielleicht richtige Idee (aber Käsekuchen ist nur aufgehoben, das wird mein zweiter Beitrag zum Event). 

Entfernt erinnerte ich mich daran, mal Cupcakes mit gespritzten Hortensien im Netz gesehen zu haben, aber mit irgendeinem ziemlich süßen Frosting (in blau-lila eingefärbt) drauf. Gefunden habe ich sie nicht mehr, also habe ich mal in Eigenregie nachgebastelt.

Brombeeren färben ziemlich stark lila, da hatte ich schon mal eine Farbe. Spontan fiel mir nichts natürlich wachsendes ein, das noch eine schöne blaue Farbe gibt, deshalb bin ich vom Farbschema etwas abgewichen und habe Himbeeren für eine rosa Farbe benutzt.

Und dann wollte ich eine leichte Creme, nichts mit 100 000 Kalorien oder wo man schon vom ansehen Bauchspeck ansetzt, schließlich sollen bei Zorra ja noch die ganzen anderen Leckereien der anderen Blogger reinpassen.

Das ist jetzt mein Ergebnis:


Hortensien-Cupcakes mit Himbeer-und Brombeer-Sahne-Mousse (und noch Beeren innen drin)

Die Creme lässt sich leider nicht mit ganz so definierten Rändern spritzen, wie ein richtiges amerikanisches Frosting, deshalb habe ich zum Andeuten der Blütenmitten noch Zuckerperlen reingesetzt. Die Marmorierung der Blüten bekommt man durch teelöffelweises Einschichten der beiden Cremes in den Spritzbeutel. 
Man braucht eine relativ große geschlossene Sterntülle, ich habe diese benutzt:




So, nochmal ein Bild aus einer etwas anderen Perspektive und dann schnell noch mal das Rezept:

Wem das ganze Blütengedöns zu aufwendig ist, der spritzt einfach einen großzügigen Swirl drauf.


Hortensiencupcakes

Teig:
150 g Butter, weich
150 g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp Vanille, gemahlen
3 Eier
150 g Mehl (Type 405)
1 1/2 TL Backpulver

jeweils 50 g Brombeeren und Himbeeren

Fruchtmousses:

150 g Himbeeren
150 g Brombeeren
2 x 75 g Gelierzucker 2:1
200 g Sahne

Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen, eine Muffinform mit 12 Papierförmchen auslegen

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl und Backpulver und mischen und vorsichtig unterheben.
Den Teig in die 12 Förmchen geben und die Beeren darauf verteilen. 
Ca. 15 Minuten backen, dann herausnehmen und aus der Form nehmen und komplett auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Fruchtmousses zubereiten. 
Dafür werden zuerst die Brombeeren mit dem Gelierzucker in einem kleinen Topf erhitzt. Nach 3 bis 4 Minuten Köcheln das Ganze pürieren und möglichst schnell und vollständig durch ein Sieb in eine kleine Schüssel streichen (bevor alles geliert), um die Kerne zu entfernen. Zum Abkühlen beiseite stellen.
Die Prozedur mit den Himbeeren wiederholen.
Solange die Fruchtpürees abkühlen die Sahne steif schlagen und jeweils 100 g unter das Brombeer- und Himbeerpüree heben.

Einen Spritzbeutel mit großer geschlossener Sterntülle (dadurch bleiben bei den Blüten die Mitten etwas frei) versehen. Die Cremes abwechselnd so mit einem Teelöffel einfüllen, dass möglichst von beiden immer etwas auf einer Ebene ist (also schon durcheinander, aber eben jeweils 1 TL Brombeer neben einem Löffel Himbeer, damit gibt es dann "marmorierte" Blüten. 
Auf jedes Cupcake zuerst einen äußeren Kreis Blüten aufspritzen (dabei nicht zu stark drücken, sonst sieht das ganze nicht mehr nach Blüten aus), dann die Mitte wild mit Blütentupfern füllen.
Zum Schluss kann man noch die Blütenmitten mit farblich passenden Zuckerperlen andeuten, muss aber nicht (dadurch schmecken sie nicht besser, ist nur Kosmetik)





Vanillebrötchen

Für dieses typisch schwedische Gebäck habe ich schon öfters verschiedenen Rezepte gesehen. Unter anderem lachte es mich schon in "Backen mit Leila von Leila Lindholm an, wurde aber bisher leider nie nachgebacken (mein Mann steht nicht so auf Vanillecreme).
Als ich jetzt das kürzlich erschienene "Süße Liebe" von Asa Swanberg vom Verlag Lifestyle Busse Seemann als Rezensionsexemplar erhielt (Danke!), hatte ich endlich die passende Ausrede - dieses Rezept musste zu Testzwecken einfach ausprobiert werden. 



Der Teig muss gut geknetet werden, da er durch die sehr hohe Hefemenge im Rezept nur relativ kurz aufgehen darf (und sonst kann er sich nicht genug entwickeln). Am fertigen Gebäck schmeckt man auch etwas die große Menge, aber ich denke, dass ist so gewollt.

Von der Füllung hatte ich etwas übrig, aber sie schmeckt auch pur sehr lecker. Für das nächste Mal muss ich wohl einfach größere Löcher bohren.

Und das Backen geht durch die sehr hohe Temperatur auch sehr schnell. Dadurch bekommen sie nur eine dünne, zarte Kruste, was sehr gut zu der weichen Vanillecreme passt.

Vanillebrötchen

Hefeteig:
300 ml Milch
100 g Butter
50 g Hefe
550 g  Mehl (Type 550) 
85 g Zucker
1/2 TL Salz
2 TL Vanillezucker

Vanillecreme:
300 g Sahne
1 Ei
3 EL Zucker
2 EL Vanillezucker
2 EL Maisstärke

Kondensmilch oder 1 verquirltes Ei zum Betreichen

Für den Teig alle trockenen Zutaten (ausser der Butter) in eine große Schüssel geben. 
Butter schmelzen und Milch dazugeben, Auf 37°C erwärmen (nicht höher, sonst nimmt das die Hefe einem übel und stellt die Arbeit ein). Die Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln und nach und nach mit der Milchmischung glatt rühren.
Zur Mehlmischung geben und zu einem glatten Teig kneten.
30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Vanillcreme zubereiten. Dazu alle Zutaten in einem kleinen Topf mischen und unter Rühren aufkochen lassen. Dabei entseht eine dicke Creme. Zugedeckt zum Abkühlen beiseite stellen.

2 Bleche mit Backpapier auslegen. Den Teig in 2 Hälften teilen und jeweils eine Rolle daraus formen. Jede Rolle nochmals in 10 Teile schneiden. Diese kleinen Stücke rundwirken ( zu Kugeln formen) und auf den Backblechen verteilen. Nochmals 20 Minuten gehen lassen. 
In dieser Zeit den Backofen auf 250°C vorheizen.
In jede Kugel mit dem Daumen mittig ein Loch drücken und dieses mit der Vanillecreme füllen. Wenn es geht, oben den Teig wieder etwas zusammendrücken (hat bei mir nicht funktioniert). Nochmals 10 Minuten ruhen lassen und mit Kondensmilch oder dem verquirltem Ei bestreiche.
Im Ofen ca. 8 min backen, nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.
Schmeckt ganz frisch am besten


Chocolate Chip Muffins

Bei all der Rezepteprobiererei aus Büchern und mit selbst Ausgedachtem hat vor allem der Rest der Familie auch mal Lust auf was Altbewährtes. Ab und zu, wenn sie ganz brav waren (oder selbst mich mal die Lust auf Experimente verlässt), wird dieser Wunsch auch erfüllt, so wie hier.

Diese Muffins sind ja eigentlich einer der Klassiker schlichtweg und wahrscheinlich schon zu tausenden verbloggt worden. Aber dann kommt es auf ein Rezept mehr auch nicht mehr an, besonders, wenn das Ergebnis so lecker und das Rezept so idiotensicher ist wie hier. 


Chocolate Chip Muffins

175 g weiche Butter
80 g Zucker 
1 Msp gemahlene Vanille
4 Eier
200 g Mehl
75 g Speisestärke
2 gestrichene TL Backpulver
75 g Zartbitterschokolade, in Stücke geschnitten


Backofen auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit Papier- oder Silikonförmchen auslegen.
Butter, Zucker und Vanille hellschaumig rühren. Die Eier nacheinander zugeben und jeweils gut unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver gut mischen und auf die Eimasse sieben. Schokostückchen auch zu geben und alles zusammen gut unterheben.



Teig in die Förmchen geben und in ca. 25 min goldbraun backen.

Zum Abkühlen nach 10 Minuten aus der Form nehmen.



Bienenstichbrioches...

...nach einem Rezept von Christophe Felder.
Sein Buch "Die hohe Schule der Patisserie" musste im Februar unbedingt mit aus der Buchhandlung, aber ich habe es bisher noch nicht geschafft, was daraus zu machen.
Als die wirklich hohe Schule würde ich den Inhalt jetzt aber nicht bezeichnen, eher die Grundschule. Es sind aber trotzdem einige interessante Rezepte drin (wenn ich mal mehr getestet habe, kommt auch mal eine Buchvorstellung).
Uns war der Sinn nach etwas nicht so süßem Hefegebäck.
Diese Brioches sind dann genau richtig. Allerdings habe ich nur die Hälfte der Füllung zubereitet, damit war die Menge für uns genau richtig, sonst hätte sich auch unnötig viel davon auf dem Backblech verteilt.
Bei der Teigbereitung bin ich von Rezept abgewichen. Ich mache meine Hefeteige am liebsten Abends und stelle sie dann über Nacht in den Kühlschrank. So auch hier. Durch die lange Ruhezeit im Kühlen finde ich, lässt sich der Teig leichter verarbeiten und hat auch mehr Aroma. Außerdem hat es den Vorteil, daß man ihn nur noch formen und das zweite mal gehen lassen muß, man ist also schon einiges schneller.
Auch die Baktemperatur habe ich von 180°C auf 200°C erhöht.
Die Brioches selbst sind im Geschmack zart buttrig, der Teig ist schön "faserig"-mürb, also genau so wie Brioches sein sollen. Der Belag macht sie etwas süßer und knusprig.
Wichtig ist auch, sie nach dem Ausformen nochmal sehr lange gehen zu lassen (am besten 2 1/2 h, nicht nur 2 wie im Buch angegeben, da auch der Teig noch sehr kalt ist) und sie in der letzten halben Stund doch deutlich noch an Volumen gewinnen.

Bienenstichbrioches

Teig:
250 g Mehl Type 405
30 g Zucker
1 TL Salz
3 Eier
10 g frische Hefe
165 g weiche Butter, in Stücken

1 Ei, verschlagen zum Bestreichen 

Belag:
50 g Honig
50 g Zucker 
Schalenabrieb einer halben Orange
50 g Butter
50 g Mandelblättchen

Für den Hefeteig alle Zutaten ausser die Butter der Reihe nach in eine Schüssel geben (am besten eine Schüssel, die man mit Deckel verschliessen kann) und mit dem Knethaken des Rührgerätes 2 bis 3 min verkneten. Dann die gewürfelte Butter zufügen, unterkneten und noch ca. 5 min weiterkneten, bis ein glatter und elastischer Teig entstanden ist.
Denn Deckel auf die Schüssel und ab in den Kühlschrank. Dort über Nacht stehen lassen (also ca. 8 -12 h).
Am nächsten Tag herausnehmen und den Teig auf einer gut bemehlten Fläche auf ca. 5-6 mm Stärke ausrollen. Kreise mit ca. 8 cm Durchmesser ausstechen. Die Randabschnitte zusammenkneten und erneut ausrollen und ausstechen. Ein Backpapier auf ein Blech legen und die Kreise darauf legen. Mit Frischhaltefolie oder einem leicht feuchten Tuch abgedeckt nochmals 2 1/2 h gehen lassen.
Nach 2 h den Ofen vorheizen (200°C) und den Belag zubereiten. Dazu Honig und Zucker in einem Topf sanft erhitzen. Orangenschale und Butter zugeben. Kurz (10 sec) aufkochen lassen. Die Mandelblättchen unterrühren und etwas abkühlen lassen.
Nach Ablauf der Garzeit die Teiglinge mit dem verschlagenen Ei bestreichen und jeweils ca. 2 TL Belag darauf verteilen. (Falls er nicht ausreicht, einfach die restlichen Teiglinge nur mit Hagelzucker bestreuen).

10 bis 15 min lang backen, bis sie goldbraun sind.

Am besten ganz frisch geniessen, so lange der Belag noch knackig ist.

Himbeer-Mandel-Biskuits

Noch ein Eiweißverwertungsrezept nach Schäumle und Katzenzungen .

Solch kleine Küchlein schwirren schon länger durch die Blogs. Manchmal heißen sie Financiers, manchmal Friands und manchmal wie hier einfach nur Biskuits. 
Diese Version hier ist von Michel Roux aus seinem Buch "Süßes: 150 Törtchen und Desserts". Im Vergleich zu manchen anderen Rezepten wird hier die Butter nicht nur geschmolzen sondern leicht gebräunt. Dadurch entsteht im Endgebäck ein etwas komplexeres, nussigeres Aroma.


Das Rezept ist wirklich sehr schnell zusammengerührt. Leider hatte ich nicht die Originalförmchen (oval, 3x5cm und 2 cm tief). Deshalb habe ich sie in einer Silikonform für 12 Superminitartelettes gebacken und den Rest in einer Herzform für Muffins (eben nur den Boden ca. 1,5 cm hoch befüllt)


Himbeermandel-Biskuits

65 g Butter
40 g Mehl
1/4 TL Backpulver
120 g Puderzucker, gesiebt (evtl. etwas mehr zum Bestäuben)
45 g gemahlene Mandeln
1 Prise gemahlene Vanille
4 Eiweiß
ca. 50 g Himbeeren

Zuerst die Butter in einem kleinen Topf vorsichtig erwärmen, bis sie zu blubbern beginnt. Die Temperatur halten. Die festen Bestandteile setzen sich am Boden ab und beginnen zu bräunen. Nicht zu dunkel werden lassen. Vom Herd ziehen.

Mehl mit Backpulver, Puderzucker und Mandeln mischen.
Die Eiweisse in eine Schüssel geben und die Mehlmischung gut unterrühren (mit einem Holzlöffel). Butter zugeben und ebenfalls rühren.
Den Teig 5 bis 10 min ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 170°C vorheizen und die Backfomen gut ausfetten (Bei mir 6 Herzen und 12 Minitartelettes, es geht auch eine Minimuffinform).
Teig auf die Förmchen verteilen (nicht zu hoch, nur ca. 1.5 cm). In jedes Minitartelette eine Himbeere drücken, in die größeren Förmchen 3 bis 4.
10 bis 12 min backen, kurz in der Form abkühlen lassen, dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter legen.

Vor dem Servieren evtl. mit Puderzucker bestäuben.


Schoko-Cola-Muffins

In nächster Zeit werden ein paar Rezepte aus Nicole Stichs neuem Buch "Sweets" ausprobiert. Das Buch passt ja wie die Faust aufs Auge hier rein.

Los geht es mit Schoko Cola-Muffins, die eigentlich Cola-Peanutbutter-Cupcakes sind.
Wir hatten weder die benötigte Erdnussbutter noch Mascarpone zu Hause (und bei der sonntäglichen Hitze sowieso keine Lust auf was Cremiges), deshalb gab es nur die "Unterlage".

Die Muffins sind sehr schnell zusammengerührt, supersaftig, eher etwas kompakt und  schön schokoladig. Ich hatte einen etwas stärkeren Colageschmack erwartet, aber meine Mädels waren ganz wild drauf, nachdem sie das mit der Cola hörten.

Die Teigmenge passt wie angegeben genau für 12 Förmchen.




Schoko-Cola-Muffins

100 g weiche Butter
100 g Muscovadozucker (oder anderer dunkelbrauner Zucker)
50 g Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
150 g Mehl
1/2 TL Backpulver
40 g Kakaopulver
200 ml Cola

Backofen auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit Papier- oder Silikonförmchen auslegen.
Butter und Zucker hellschaumig rühren. Die Eier nacheinander zugeben und jeweils gut unterrühren. Salz zugeben. Mehl und Backpulver gut mischen und auf die Eimasse sieben. Gut unterrühren und dabei die Cola zugiessen.
Teig in die Förmchen geben und ca. 22 min lang backen (Stäbchenprobe!, an der Färbung sieht man nämlich nicht so richtig).

Aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Ein kleiner süßer Koffeinschub zur Kaffezeit für die Nicht-Kaffeetrinker.



Rhabarber-Anis-Macarons -Experiment fast geglückt

Eine Premiere für mich. Ich habe noch nie Macarons gebacken. Und da gerade Rhabarberzeit ist und in so gut wie jedem Blog es dazu Kuchenrezepte gibt (auch hier schon) wird es mal Zeit, etwas neues auszuprobieren. Beim Küchenplausch läuft ja sowieso noch das Rhabarberevent.

http://kuechenplausch.files.wordpress.com/2013/04/rhabarberbanner.jpg 

Also hab ich mich mal hingesetzt und überlegt, was man mir Rhabarber alles noch so anfangen könnte und die Überlegungen gingen von Kompott über zu Eis, zu Rhabarbercurd und sind schließlich in einer Creme zum Füllen von Macarons gelandet. Dann sollte noch was geschmacklich passendes, würziges mit rein und so landete ich wieder bei einem Experiment. Das Würzige kommt in Form von Anis in die Macaronsschalen.

Fast geglückt aber, weil nur ein Teil der Macarons schöne Füßchen bekommen hat. Seltsamerweise das erste und das letzte Blech (das letzte Blech habe ich in die unterste Schiene geschoben, nachdem mir 2 Bleche "daneben" gingen. Das sah dann so aus:




Außer in Form von Tortendeko bin ich sonst nicht so der Freund von Farbe in Lebensmitteln, weshalb ich weder für die Füllung noch für die Macaronschalen einen Farbstoff benutzt habe.

Geschmacklich waren sie sehr lecker. Die Füllung ist nur fein säuerlich, mit ebenfalls nur leichtem Rhabarbergeschmack. 
Da werden nicht meine letzten Macarons gewesen sein. Aber ganz ehrlich verstehe ich den Hype darum nicht so ganz. Soooo toll sind die Dinger dann auch wieder nicht (vielleicht hatte ich aber auch nur zu viele und konnte sie am Schluß nicht mehr sehen). Mir ist ein richtiges Stück Kuchen (ok ok, auch nicht jeder) oder Hefezopf fast lieber.

Für die Macaronsschalen habe ich mich strikt an ein  Rezept von Christphe Felder gehalten, habe aber festgestellt, daß es Unmengen an Macarons gibt. Für das nächste Mal werde ich deutlich weniger machen und die Mengen auf ca. 3 Eiklare umrechnen.

Hier ist mein Ergebnis:

Rhabarber-Anis-Macarons

200 g Puderzucker
200 g gemahlene Mandeln (bei mir auch ohne Haut)
50 ml Wasser
200g Kristallzucker
2 x 75 g Eiweiß (ca. 5)
1 große Msp Anis, gemahlen

Füllung:
1 TL gemahlene Gelatine
10 ml Wasser
150 g Rhabarber, geptzt gewogen und in Stücke geschnitten
20 ml Wasser
130 g Zucker
3 kleine Eier
175 g Butter in Stücken

Zuerst die Füllung zubereiten. Dazu die Gelatine in den 10 ml Wasser einweichen. Rhabarber und 20 ml Wasser in einen kleinen Topf geben und zum ochen bringen. Köcheln, bis sich der Rhabarber, fast weich ist. Im Topf mit dem Stabmixer zu einem sehr feinen Püree durchmixen. Zucker und Eier zugeben und unter ständigem Rühren bis zum Siedepunkt erhitzen und die MIschung spürbar eindickt. Von der Kochstelle nehmen und die Gelatine unterrühren. Butter in Stücken zugeben und rühren, bis sie komplett geschmolzen ist. Zudecken und im Kühlschrank weiter abkühlen lassen (ca. 2 h), bis die Creme eine streichfähige Konsistenz erreicht hat.

In der Zwischenzeit die Macaraons zubereiten.
Backofen auf 180°C vorheizen.
Dann werden die gemahlenen Mandeln und der Puderzucker im Blitzhacker 30 sec lang gemischt und anschliessend durch ein feines Sieb gegeben.
75 g Eiklar in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben.
Das Wasser wird zusammen mit dem Kristallzucker in einem Topf erhitzt, bis er zu Kochen beginnt. Ab jetzt die Temperatur mit einem Küchenthermometer kontrollieren und gleichzeitigmit der Küchenmaschine die 75 g Eiklar steif schlagen.
Sobald das Thermometer eine Temperatur von 118-119°C anzeigt, den Sirup bei laufender Küchenmaschine (mittlere Geschwindigkeit) in einem dünnen Strahl zugeben. Falls das Eiklar steif ist, bevor die Temperatur erreicht ist, das Rührwerk nur noch auf niedrigster Stufe laufen lassen.
Die Meringuemasse bei hoher Geschwindigkeit weiterschlagen, bis sie handwarm ist.
Währenddessen werden die restlichen 75 g Eiklar und der Anis unter die Puderzucker-Mandelmischung gegeben und zu einer relativ festen Mandelmasse untergerührt.
Etwas Meringue zur Mandelmasse geben und so diese geschmeidiger rühren. Die restliche Meringue zugeben und mit einem Gummispatel unterheben.
Die Masse muß am Ende Zähflüssig sein.
Ein (oder gleich 4) Backbleche mit Backpapier auslegen und mit Hilfe eines Spritzbeutels Tupfen mit 4 cm Durchmesser aufspritzen.
Ich habe die Bleche 30 min stehen gelassen und erst dann gebacken (hab ich woanders als Tip gelesen), Christophe Felder bäckt sie gleich.
Gebacken werden sie 10 bis 12 min, ggf. das Backblech nach der halben Zeit um 180 Grad drehen.

Die abgekühlten schalen werden vor dem Füllen an der Unterseit in der Mitte leicht eingedrückt, damit mehr Füllung reinpasst.
Auf die Hälfte der Schalen die Füllung verteilen, mit den restlichen Schalen abdecken und diese leicht andrücken.
Im Kühlschrank aufbewahren.

Es kann sein, daß etwas Füllung übrigbleibt. Diese kann in einem verschlossenen Gefäß bis zu 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden und schmeckt z.B. auch auf Toastbrot sehr lecker.

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt