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DER Apfelkuchen meiner Kindheit

Den gab es oft, da auch meine Mutter schon dem Backwahn verfallen war, als Backen noch altmodisch war (und der Kochbuchsammelsucht, was sich nicht alles vererbt...).
Und es war mein absoluter Lieblingsapfelkuchen.Lange war er in Vergessenheit geraten, aber da zur Zeit ja in vielen Blogs in Kindheitserinnerungen geschwlgt wird (Stevan Paul mit seinem neuen Buch ist Schuld daran), kam er mir wieder in den Sinn ... und am nächsten Tag schon in den Ofen.

Weil es der beste Apfelkuchen überhaupt ist, sollen noch dran teilhaben und ich gebe in an Persis von "Ein Keks für unterwegs" weiter: 

Keks unterwegs

Der Clou: geschlagene Sahne im Guss macht ihn locker und trotzdem saftig und der Geschmack...

Ganz bin ich meinen Erinnerungen aber nicht treu geblieben. Um dem ohnehin schon besten Apfelkuchen aller Zeiten noch die Krone aufzusetzen, habe ich statt dem normalen Mürbteig einen Mandelmürbteig verwendet .. und es war noch besser.
  

Apfel-Sahne-Kuchen

Mürbteig:
225 g Mehl
50 g Mandeln, gemahlen
150 g Butter
100 g Puderzucker
1 kleines Ei
etwas gemahlene Vanille
ggf. ein Schuß Sahne

Belag:
4 bis 5 säuerliche Äpfel
Saft einer Zitrone

Guss:
150 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Ei
geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
100 g Mehl
250 g Sahne

Wer mag: 100 g Mandelblättchen und 1 EL Zucker

Zuerst den Mürbteig zubereiten. Dazu alles ausser dem Mehl grob zusammenkneten. Dann das Mehl zugeben und kneten, bis ein homogener Teig entstanden ist. Ist er zu bröselig, etwas Sahne zugeben.
Am besten 30 Minuten kühl stellen.

In der Zwischenzeit Springform mit 26 cm Durchmesser fetten und ausmelieren.
Äpfel schälen, achteln und Kernhausstücke entfernen. Mit Zitronensaft beträufeln, um ein Verfärben zu verhindern. 

Ofen auf 180 °C vorheizen. Mürbteig ausrollen und den Boden der Springform damit auslegen. Mit dem restlichen Teig einen ungefähr 4 cm hohen Rand in die Springform formen.

Für den Guss wird eine Art Rührteig hergestellt, indem Butter, Zucker, Ei und Zitronenschale schaumig geschlagen werden. Mehl zufügen und nur kurz unterrühren.
Sahne steif schlagen und unterheben.
Den Guss auf den Äpfeln verteilen, dann evtl. noch Zucker und Mandelblättchen darauf verteilen.

Der Kuchen braucht ca. 55 bis 60 Minuten im Ofen. Nach dem Backen komplett in der Form erkalten lassen.



Mein armer alter Mann und seine experimentierwütige Frau oder Käsekuchen ohne Boden

An und für sich ist ja an einem Käsekuchen nichts besonderes. Leider ist er aber nicht ganz so experimentierfreudig wie ich, er könnte, glaube ich, sehr gut auf meine ewig Rezeptetestereien oder eigene Versuche verzichten. Ihm wäre wahrscheinlich jede Woche einmal Marmorkuchen und einmal Hefezopf am liebsten. Tja, Pech gehabt, der Arme ;-)
Kurz bevor mein Mann letzte Woche aber Geburtstag hatte, habe ich das neue Buch "Liebes Bisschen als Rezensionexemplar zu geschickt bekommen. Irgendwie hat er es wohl rumliegen gesehen, denn als dann auf einmal ein Käsekuchen zum Kaffee auf dem Tisch stand hatte er schon gleich einen Verdacht:

Er:Was ist das? Ist das schon wieder ein Experiment?
Ich: Neeeein, ein ganz normaler Käsekuchen.
-Kuchen wird angeschnitten-
Er: Der sieht aber irgendwie anders aus?
Ich: (Grins) Nur ein bißchen, der hat keinen Boden. Aber das gehört so.
Er: Warum? Das geht doch gar nicht, daß ist dann ja nur Matsche.
Ich: Der ist aber sonst ganz normal, nur eben ohne Boden. Du wirst ja jetzt bald ganz alt und deine Zähne sind ja auch nicht mehr die besten, also wollte ich mal nett sein und...

Am Ende hat er ihn dann doch ohne weiteres Murren gegessen, den "das Experiment" war wirklich lecker und kommt schon ziemlich dem nahe, was ich mir als perfekten Käsekuchen vorstelle (es spricht ja an und für sich nichts dagegen, für meinen Mann das nächste Mal dann auch einen Mürbteigboden drunter zu machen).

Der Kuchen selbst ist nicht so saftg-glitschig, wie ich schon viele Käsekuchen gesehen, gegessen und gebacken habe. Er ist locker und luftig, aber trotzdem irgendwie cremig-mürb (das ist sehr schwer zu beschreiben).
Ich habe wie als Variante vorgeschlagen, die Vanille durch Tonkabohne ersetzt und davon 1/4 Bohne in den Teig gerieben.

Heute leider ein ziemlich bescheidenes Bild, die Zeit reichte nicht zu einem besseren.


Käsekuchen ohne Boden

6 Eier, getrennt
250 g weiche BUtter
250 g Zucker
Schale (gerieben) und Saft 1/2 Zitrone
1/4 Tonkabohne, gerieben
1 kg Quark
1/2 TL Salz
115 g Mehl
15 g Speisestärke
1 TL Backpulver

Den Backofen auf 150°C vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser fetten und ausmelieren.

Butter und Eigelbe in einer Schüssel schaumig schlaegen. Langsam den Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse sehr schaumig und hell ist.
Die geriebene Zitronenschale, der Saft der Zitrone und die geriebene Tonkabohne zur Eigelbmasse geben und unterrühren.
Qurak zugeben und unterheben. 
Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und ebenfalls unterheben
Die Eiweisse steif schlagen, dabei das Salz zugeben. 
Das steife Eiweiß vorsichtig so kurz wie möglich unter die Quarkmasse heben und das ganze in die Springform füllen.
Auf der mittleren Schiene ca. 50 Minuten backen, am besten bei Umluft.
Er darf nach dem Backen noch einen leicht wabbeligen Kern haben.  Nach dem Backen komplett auskühlen lassen und dann ungefähr noch 6 h kühl stellen und erst danach servieren.

Die Autorin empfiehlt dazu Himbeersauce.
 


Apfelkuchen mit Roggenmehl

Roggenmehl wird hauptsächlich zur Herstellung von Misch- oder Sauerteigbrot, für feine Backwaren aber so gut wie nie verwendet. Woran das liegt, weiß ich nicht. Ich vermute mal, am eher bräunlichen Aussehen und rustikaleren Geschmack der fertigen Gebäcke. 
Dieser Kuchen ist jedenfalls eine Wiederholung wert.
Säuern muss man hier nicht, um die Enzymaktivität zu bremsen, da der Teig ja direkt gebacken wird und somit die Enzyme auch nicht "ausgebremst" werden müssen, die sonst in einem reinen Roggenteig für eine klitschige Krume sorgen.

Deshalb erschien mir auch das folgende Rezept von Dan Lepard sehr reizvoll zum Ausprobieren.



Die Eigenfarbe des Mehls wird durch die Zugabe von Zimt "maskiert" bzw. dadurch wird die Farbe ja sowieso dunkler. Und so kann ich es auch etwas skeptischeren Mitessern gut unterjubeln. Ich könnte mir auch gut vorstellen, bei einer Variante einen Teil des Mehls durch Kakaopulver zu ersetzen. Schmeckt bestimmt auch lecker!




Apfelkuchen mit Roggenmehl

1 mittelgroßer Apfel
1 Tl Zimt, gemahlen
75 g Butter
50 g Golden Syrup (oder Grafschafter Karamellsirup)
100 g brauner zucker
75 ml Milch
2 Eier
150 g Roggenmehl
2 Tl Backpulver
50 g Mandeln, gemahlen
25 g Mandelblättchen
etwas brauner Zucker zum Bestreuen

Zuerst den Apfel schälen, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden. In einer kleinen Schüssel mit dem Zimt mischen.

Ofen auf 180 °C vorheizen und eine kleine Kastenform mit ca. 18 cm Länge ausfetten und mit Mehl ausstäuben.
Butter schmelzen lassen. Mit Sirup und Zucker mischen. Milch zugeben und Eier unterrühren. Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln mischen und unterrühren.

Den vorbereiteten Apfel unterheben und das Ganze in die Kuchenform geben. Mit den Mandelblättchen und etwas braunem Zucker bestreuen.
Auf der mittleren Schiene 40 bis 50 Min backen und die Garprobe nicht vergessen.

Der Kuchen muß zum Anschneiden komplett ausgekühlt sein.






Kokosnusscheesecake mit peppiger Ananassauce

Wie schon einmal beim Pina-Colada-Sorbet geschrieben, mag ich die Kombination Kokos-Ananas wirklich gerne. 


Einen Kokosnusscheesecake wollte ich schon länger mal backen. So ungefähr seit ich bei Anna das/die (?) Creamed Coconut gesehen habe; habe ich mir überlegt, was man daraus sonst noch machen könnte. Dann bin ich im Supermarkt zufällig über eine Packung gestolpert, die ich einfach mal mitgenommen habe. Falls jemand das nicht kennt: so sieht es aus:



Und seither lag sie rum. Wie so oft, brauchte ich nochmal einen äußeren Anstoß, um mir wirklich was "Gscheites"  zu überlegen. 
Und der kam mit Zorras Geburtstags-Pürierevent. 


Ich hatte mir dieses Rezept eigentlich schon ausgedacht, nur dann kam ein Schub Brombeeren mit den Hortensiencupcakes dazwischen. 

Hier aber auf keinen Fall die Cream of Coconut in der Dose verwenden, die ist viel zu flüssig und süß. 

Aber ich wollte den Kuchen noch unbedingt backen, für mich hörte sich das alles zusammen ziemlich lecker an, also habe ich 2 Tage nach den Cupcakes wieder den Pürierstab und Ofen angeschmissen und an die Arbeit gemacht. Und hier darf der Pürierstab nicht nur einmal ran, er ist praktisch im Dauereinsatz. Also sehr geeignet, um ihn mal wieder so richtig aus dem Schönheitsschlaf zu wecken und auf Touren zu bringen.

Wer Kokos mag, ist hiermit im siebten Himmel - versprochen. Wer Pina Colada, amerikanischen Cheesecake und diese weißen Kokoskugeln (ganz ohne Schokolade) mag sowieso...

Für das Rezept benötigt man eine Springform mit ungefähr 20 bis 22 cm Durchmesser. Wer fleißiger ist als ich, macht die Creamed Coconut nach Annas Anleitung selbst (oder wer sie nicht auftreiben kann), wer nicht, der nimmt wie ich ein Päckchen.

Für die Ananassauce brauchte ich 2 Anläufe, um die richtigen Gewürze (und die Dosierung zu finden). Im ersten Anlauf habe ich noch eine einige winzelige Nelke nur mitgekocht (und vor dem pürieren entfernt). Das Ergebnis war grauenhaft, alles hat nur penetrant nach Nelke geschmeckt (mich schüttelts jetzt noch). Der zweite Anlauf war aber tausendmal besser. Wer der ganzen Gewürzesache aber nicht traut, lässt sie einfach ganz raus. 
Und wer noch Sauce, aber keinen Kuchen mehr übrig hat, der kann sie auch wunderbar über Vanilleeis gießen. Ist auch sehr lecker (auch wenn die Sauce an sich nicht besonders hübsch aussieht, das kommt von den Gewürzen).




Kokosnusscheesecake mit würziger Ananassauce

Boden:
120 g Butterkekse
40 g Kokosraspeln
1 große Prise Salz
40 g Butter, geschmolzen

Chessecakemasse:
320 g Frischkäse (mit Zimmertemperatur)
140 g Zucker
6 Eigelbe (die Eiweiße bitte anderweitig verwenden)
1/4 TL Vanille, gemahlen
1 große Prise Salz
340 g Saure Sahne oder Schmand
200 g Creamed Coconut

Ananassauce:
180 g Ananas (bereits gewürfelt gewogen)
60 g Zucker
1 Msp Vanille, gemahlen
1Msp Piment, gemahlen
1 Msp Ingwer, gemahlen
2 Körner Szechuanpfeffer, leicht zerdrückt

Belag und Deko:
frische Früchte nach Wunsch, Ananas und geröstete Kokosraspel

Ofen auf 175° C vorheizen. Eine Springform mit ca. 22 cm Durchmesser bereitstellen.

Die Kekse zusammen mit den Kokosraspeln und dem Salz im Universalzerkleinerer (Zubehörteil des Pürierstabs) zu feinen Bröseln zerkleinern. Butter zugeben und nochmals kurz laufen lassen. Die Bröselmasse in die Springform geben und fest drücken (von Hand oder z. B mit einem Fleischklopfer).

Für die Cheesecakemasse den Frischkäse mit dem Zucker in einer Schüssel glatt rühren. Eigelbe nach und nach unterrühren. Dann Vanille und Salz. 
Creamed Coconut mit dem Pürierstab in einer extra Schüssel oder wieder mit dem Universalzerkleinerer zu einer feinen Paste verarbeiten. Zusammen mit der Sauren Sahne zur Eigelb-Frisckäsemasse geben.
Die fertige Masse in die Springform auf den Bröselboden geben.
In den Ofen stellen und die Temperatur sofort auf 130°C reduzieren. Ungefähr 60 min backen, dann vorsichtig an der Form rütteln. Der Kuchen soll in der Mitte nur noch leicht wabbeln (anonsten lieber 15 min länger backen). Den Ofen ganz ausschalten und den Kuchen noch eine Stunde darin stehen lassen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Erst am nächsten Tag servieren, dazu in der Form aufbewahren (diese aber gut abdecken und den Kuchen am besten in den Kühlschrank stellen).

Kurz vor dem Servieren aus der Form nehmen und ungefähr 2 h vorher die Sauce zubereiten.

Für die Sauce wird die gewürfelte Ananas zusammen mit dem Zucker in einen kleinen Topf gegeben. 1 Stunde ziehen lassen, dabei bildet sich etwas Sirup. Die Gewürze zugeben und kurz aufkochen lassen. Nochmals 10 minuten ziehen lasssen, dann die Szechuankörner entfernen und das ganz mit dem Pürierstab zu einer fein pürierten Sauce mixen.

Auf den Cheesecake giessen und nach Wunsch mit Anansstücken, Kokosnuss und anderen frischen Früchten dekorieren.

Tipp:
Wer mag gibt noch etwas Kokosextrakt dazu (ca. 1/2 TL), dann wird der Kokosgeschmack stärker. Ich habe aber keins verwendet und auch nicht ins Rezept geschrieben, da es nicht ganz einfach aufzutreiben ist.


Nektarinenkuchen, verdreht

Bei Susanne von Magentratzerl stieß ich auf diesen gestürzten Nektarinenkuchen



Da ich Nektarinen sehr gerne mag, aber noch nie was mit ihnen gebacken hatte, musste natürlich trotz Affenhitze der Backofen angeschmissen werden (als ich ihn gebacken habe war es noch sehr heiß) und der Kuchen zumindest in Grundzügen nachgebacken werden (also Nektarine und gestürzt). Wie Susanne schreibt, gibt der braune Zucker eine leckere Karamellschicht. Den Rosmarin habe ich wegen zwei mäkeligen Mädchen, die alles, was irgendwie nach Kräutern aussieht, aus dem Essen picken,weggelassen.
Und dann habe ich noch ein anderes Teigrezept genommen, da ich noch sehr viel Naturjoghurt im Kühlschrank stehen hatte und das folgende Rezept schon länger auch mal ausprobieren wollte (wieder mal von Rose Levy Beranbaum aus dem Lieblingsbackbuch)




verdrehter Nektarinenkuchen

170 g Butter, weich
200 g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp Vanille, gemahlen
2 Eier
150 g Naturjoghurt
200 g Mehl (Type 405)
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron

Belag:
2 EL brauner Zucker 
4 Nektarinen, in Spalten geschnitten

Ofen auf 180°C vorheizen, den Boden einer Form mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Rand fetten.

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl, Backpulver und Natron mischen. Abwechselnd in ca. 3 Portionen mit dem Joghurt zugeben und jeweils gut unterrühren.

Den braunen Zucker für den Belag auf den Boden der Form streuen. Darauf spiralförmig die Nektarinenspalten verteilen. Den Teig darübergeben. 
Ca. 40 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. 
Den Kuchen mit einem Messer vom Rand lockern und diesen dann entfernen.
Die Servierplatte auf den Kuchen legen und alles zusammen schnell umdrehen.


Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt, besonders an Susanne 

Und dann geht noch ein Gruß an Sandra, zu deren Event "Urlaubsfeeling" ich den zusammengeklauten Kuchen einreiche. 
 
Meist machen wir Urlaub, wo es schön warm und sonnig ist und auch ein bißchen Wasser zur Abkühlung hat. Was dabei nicht fehlen darf, ist frisches Obst in rauhen Mengen. 
Wie oben schon geschrieben gehört Nektarine zu meinem Lieblingsobst, besonders wenn sie noch etwas knackig sind.
Und seit ich im Sommer vor 6 Jahren, als ich mit meiner großen Tochter schwanger war, die Dinger wortwörtlich kiloweise verspeist habe, ist nicht nur der Duft einer Nektarine bei mir mit dem Wort "Sommer" verbunden, sondern auch mit dem besonderen Gefühl dieser Zeit.

Einfacher kleiner Zwetschgenkuchen

Heute gibt es schon wieder ein ganz normales Rezept, aber er passt gerade jetzt so gut rein, weil eben auch jetzt langsam heimische Zwetschgen auftauchen (ausser bei uns; der Baum, der letztes Jahr fast unter Zwetschgen zusammengebrochen ist, hatte dieses Jahr eine einzige drauf  - und die ist mitsamt ihrem Bewohner unreif runtergefallen) und verarbeitet werden wollen. Und manchmal ist das Einfache einfach auch das beste. 
Mürbteig-Zwetschgen-Zimtstreusel und sonst nichts an Schnick-Schnack.
Hier ein schnelles fruchtiges Rezept für eine kleine Tarteform mit 20 cm Durchmesser. Ein Rezept, wie es hier bei uns schon seit Ewigkeiten gebacken und gegessen wird. Allerdings im Kleinformat, weil er frisch am besten schmeckt und sich so auch mit einer kleinen Menge Zwetschgen zu Beginn der Saison schon backen lässt.


Zwetschgenkuchen

Buttermürbteig:
90 g Mehl
60 g kalte Butter
30 g Zucker
1 Eigelb
1 Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanille

500 g Zwetschgen

Streusel:
60 g Mehl
50 g Zucker
50 g kalte Butter
1/2 TL Zimt

Ofen auf 180° C vorheizen. Tarteforme mit Hebeboden und 20 cm Durchmesser bereitstellen. 
Die Zutaten für den Mürbteig einfach so kurz wie möglich miteinander verkneten. Rund auswellen und die Tarteform damit auslegen.

Zwetschgen entsteinen und kreisförmig von außen nach innen den Boden damit belegen.

Für die Streusel ebenfalls alle Zutaten zu einem krümeligen Teig verkneten. Auf den Zwetschgen verteilen, dann die Tarte ca. 30 min backen.
In der Form komplett abkühlen lassen, erst dann herausheben.






Pistazienknuspertarte mit Kirschen

Dieses Rezept von Pierre Hermé wollte ich schon ewig nachbacken, aber immer kam etwas dazwischen, was vorher noch ausprobiert werden wollte und gerade besser passte. Bevor es nun ganz in Vergessenheit geriet und ich die Creme Fraiche wieder mal für was anderes aufbrauchen würde, hab ich sie dann doch lieber schnell zum Sonntagskaffee gebacken.
Das Rezept selbst stammt aus dem Buch "Kochen" von Jill Norman, erschienen bei DK. In diesem Buch versuchen viele verschiedene Profis, dem Leser/Nachkocher die Grundlagen und auch kompliziertere Techniken beizubringen, inklusive kleinen Kapiteln über verschiedene Länderküchen. Pierre Hermé steuerte die Kapitel "Tartes & Süsses Gebäck" sowie "Desserts" bei.

Und das lange Warten hat sich gelohnt. Pierre Hermé versteht es, verschiedene Aromen und Konsistenzen beeindruckend zu kombinieren. Der Boden ist mürb und knusprig, zergeht aber trotzdem beinahe auf der Zunge. Die Füllung ist cremig mit zartem Pisatzien- und Bittermandelaroma und harmoniert sehr gut mit den Kirschen. Obendrauf kommen wieder als knuspriger Kontrast knackige Mandelstreusel, mit Kardamom aromatisiert.
Allerdings kann man kaum mehr als ein Stück davon essen.
Ein paar Abweichungen vom Rezept musste ich aber in Kauf nehmen. Meine Tarteform hat statt 26 cm einen Durchmesser von 28 cm (war aber gerade hoch genug, eine kleinere Form wäre übergelaufen). Und ich hatte keine frischen Kirschen und habe so welche aus dem Glas verwendet. Ausserdem sollte noch ein EL Kirschwasser in den Teig, wwas ich wegen den Kindern ersatzlos weggelassen habe.

Der Mürbteig ist kein klassischer 1-2-3-Teig sondern enthält kaum Zucker, ist butterreicher und mit weniger Ei, dafür aber etwas Milch als Flüssigkeitszugabe.
Vorsicht: Die Rezeptmenge für den Boden, die ich hier angebe, ist viel zu viel. Sie reicht für 3 Tarteformen mit 28 cm (oder 6 Formen mit 20 cm). Deshalb sollte der Teig in 3 Teile geteilt werden und 2 davon landen bei mir immer im Tiefkühlschrank (was sehr praktisch ist, man muß bei der nächsten Tarte dann nicht auch noch einen Boden machen, sondern einfach daran denken, den Teig rechtzeitig rauszuholen).




Pistazienknuspertarte mit Kirschen

Boden (Pate brisée):
375 g weiche Butter, in Stücke geschnitten
2 TL Salz
2 TL Zucker
1 Eigelb
100 ml Milch
500 g Mehl

Füllung:
1 Glas Kirschen (Saft abgegossen und gut abgetropft)
50 g Pistazienkerne, abgezogen
2 Tropfen Bittermandelessenz/ -aroma
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
(1 EL Kirschwasser)
125 g gemahlene Mandeln
12,5 g Speisestärke
2 Eier
25 g Pistazienkerne, abgezogen und grob gehackt
150 g Creme fraiche

Streusel:
50 g weiche Butter
50 g Zucker
50 g gemahlene Mandeln
1 große Prise Kardamompulver
1 Prise Salz (oder Fleur de Sel)

Zuerst den Boden herstellen. Dazu Butter, Salz, Zucker und Eigelb in einer Schüssel verrühren. Die lauwarme Milch in einem dünnen Starhl unter Weiterrühren zugiessen. Das Mehl zugeben und unterkneten, bis ein halbwegs homogener Teig entstanden ist (man darf ruhig noch etwas Butterstreifen sehen). Den Teig in Frischhaltefolie verpacken und 2 Stunden kühl stellen. Nach der Kühlzeit den Teig dritteln und 2 Teile einfrieren, einen Teil auswellen und eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser auslegen (muß nicht ausgefettet werden, der Teig enthält genug Fett, damit er nicht kleben bleibt).

Während der Teig für den Boden kühlt wird die Füllung vorbereitet. Dazu werden die 50 g Pistazien mit dem Bittermandelaroma im Universalzerkleinerer solange gehäckselt, bis sich eine feine Paste gebildet hat. (Wahrscheinlich muß man ab und zu kurz ausschalten, öfnnen und alles wieder auflockern bzw. von den Wänden kratzen).
Butter mit Pistazienmasse und Puderzucker schaumig schlagen. Nach und nach Mandeln, Speisestärke, (Kirschwasser), Eier, die geahckten Pistazien und die Creme fraiche zugeben und bei niedrigster Stufe unterrühren.

Für die Streusel werden alle Zutaten in einer Schüssel mit den Fingern zu einer krümeligen Masse verrieben.

Ofen auf 180° C vorheizen. Dann folgt der Zusammenbau. Die ausgelegte Tarteform mit einer dünnen Schicht der Füllung bestreichen, Kirschen darauf verteilen und die restliche Füllung darüber geben. Glatt streichen und 10 Minuten backen.
Herausnehmen, Streusel darauf verteilen und weitere 30 Minuten backen.

Wer mag, bestäubt das ganze vor dem Servieren noch mit Puderzucker. 






Streuselkuchen mit Schokocreme

Heute gibt es doch noch nicht das gestern angekündigte Rezept für Stieleis, da dieses hier auch noch auf seine Veröffentlichung wartete und irgendwie mal wieder kein so richtiges Eiswetter ist.

Sonntags vor dem Urlaub wurde nochmals Bestandsaufnahme im Kühlschrank gemacht, welche verderblichen Lebensmittel noch aufgebraucht werden mussten.
Viel zu finden war nicht mehr: 2 Eier, ein halber Würfel Hefe, Milch und Butter. Es sollte aber trotzdem noch irgendwie Kuchen daraus fabriziert werden. Da blieb dann fast nur noch ein Hefekuchen übrig, damit wäre dann die Hefe weg und so viele Eier braucht man auch wieder nicht dazu.

Nach ein paar Überlegungen kam mir ein Streuselkuchen in den Sinn. Es sollte aber kein normaler sein, sondern würzig, knusprig und doch gleichzeitig saftig.
In Skandinavien wird sehr viel Hefegebäck mit Kardamom gemacht, dann würde das in den Streuseln sicher schon passen.
Saftig im Sinne von fruchtig ist es letztendlich nicht geworden, aber schön feucht und cremig. Kardamom passt ja schließlich auch sehr gut zu Schokolade und so kam noch zwischen Hefeteig und Knusperstreuseln eine Lage Schokoladenkonditorcreme. Jetzt hatte ich nur noch ein Eiweiß übrig, aber keine Lust mehr, damit irgendwas zu machen.
Deshalb durfte das Eiweiß kurzerhand auch in den Urlaub - und wanderte in Tiefkühlschrank.

Das Ergebnis hat ein bisschen lustig ausgesehen, wie eine Berglandschaft mit knusprigen Streuselgipfeln und saftigen Creme-Seen in den Tälern.



Die Mengenangaben sind für eine runde Springform mit 26 cm Durchmesser. Durch einfaches Verdoppeln kann man aber auch einen Blechkuchen daraus machen. Die Backzeit ändert sich dadurch nicht.

Streuselkuchen mit Schokocreme

Hefeteig:
100 ml Milch, lauwarm
21 g Hefe 
250 g Mehl
25 g Zucker
25 g Butter, weich
1 Ei 
1 Prise Salz

Schokocreme:
250 ml Milch
1/2 Päckchen Schokopuddingpulver (19 g)
25 g Zucker
50 g Zartbitterschokolade (70% Kakaogehalt), gehackt
1 Eigelb

Streusel:
100 g Mehl
50 g Butter, weich
50 g Zucker
1/2 TL Kardamom

Zuerst den Hefeteig zubereiten. Dazu die Hefe in der Milch verrühren und aus dieser Mischung mit 2 EL Mehl und 1 TL Zucker einen dünnflüssigen Vorteig herstellen. 15 bis 30 min gehen lassen.
Das Mehl und alle andren restlichen Zutaten für den Hefeteig in einer Schüssel grob mischen, dann den Vorteig zugeben und kräftig zu einem glatten Teig verkneten.
Zugedeckt ungefähr eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Puddingcreme und Streusel zubereiten.
Dazu nach Packungsanweisung, nur mit den oben angegebenen Mengen einen Pudding zubereiten. Nach dem Aufkochen den Pudding von der Kochstelle nehmen und die Schokolade unter Rühren darin schmelzen lassen. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, das Eigelb zügig unterrühren. Bei Seite stellen.
Für die Streusel werden alle Zutaten in einer kleinen Schüssel nur grob mit den Händen zu einem krümeligen Teig verrieben.

Springform mit Backpapier auslegen. den gegangenen Hefeteig reinlegen und bis zum Rand flach drücken. Schokocreme darauf verteilen und zum Schluss die Streusel darauf geben. Nochmals 15 min gehen lassen und in der Zeit den Ofen auf 180 °C vorheizen.
In 30 min goldbraun backen, vollständig abkühlen lassen und nach Wunsch mit Puderzucker bestreut servieren.







Kärntner Reindling

Bei  Zorra geht es diesen Monat zusammen mit Susi von Prostmahlzeit unter dem Titel "Österreich Kulinarisch" um die österreichische Küche. Auch für Hobbybäcker natürlich ein sehr reizvolles Thema.
Nach fleissigem Kochbuchwälzen war ich nicht viel schlauer, so viele Köstlichkeiten schrien "Probier mich! Iss mich!". Ich konnte mich fast nicht entscheiden zwischen Mozartknödeln, Papagenotorte, Pinkafelder Herrentorte, Ischler Törtchen oder Topfenpalatschinken und sämtlichen Strudelvarianten. Doch dann fiel mein Blick auf ein eher unscheinbares Gebäck: Den Kärntner Reindling. Und da uns der Sinn eher nach den Macarons nach was Bodenständigerem war, war sofort klar: Der wird es. 
Ein Hefekuchen in Form eines Gugelhupf, gefüllt mit reichlich Butter, Nüssen, Rosinen, Zucker und Zimt.


Doch kaum war die Wahl gefallen, stand ich vor dem nächsten Problem. Für den Kärntner Reindling gibt es ungefähr genauso viele Varianten wie für Käsekuchen bei uns. Und jede ist natürlich die beste. Mal mit, mal ohne Nüsse, mal mit Butter in der Füllung, mal mit Vanillepudding. Letztendlich habe ich diesen hier aus 3 verschiedenen Rezepten zusammengebastelt, die alle versprechen "original" zu sein. Deshalb muß das Ergebnis in der Summe ja auch so gut wie original sein ;-). Aber letztendlich ist das auch ziemlich wurscht, Hauptsache es schmeckt. Und das hat es getan. Durch die Butter in der Füllung wird der Hefeteig  lecker und mürbe.


Kärntner Reindling

Teig:
300 g Mehl
2 EL Zucker
1 Prise Salz 
Schale einer unbehandelten Orange (oder 1/2 Tl getrocknete und gemahlene Orangenschale)
1 Msp. gemahlene Vanille
15 g Hefe
1 Ei
100 ml Milch, lauwarm
40 g zimmerwarme Butter

Füllung:
40 g Rosinen
80 g Butter, zerlassen
80 g Haselnüsse, geröstet und gehackt
50 g Zucker
1 EL Zimt 
1 TL geriebene Orangenschale

Zuerst den Hefeteig zubereiten. Dazu alle trockenen Zutaten mischen und in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten für den Teig zugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen und nicht zu weichen Teig verkneten.
Zudecken und an einem warmen Ort ca. 1 h (bis er das Volumen derdoppelt hat) gehen lassen.
Dann den Teig auf eine Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. 10 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Rosinen mit etwas kochendem Wasser begiessen (nur so viel, daß sie gerade eben bedeckt sind) und ziehen lassen.
Nach der Ruhezeit den Teig zu einem ca. 20 x 40 cm großen Quadrat ausrollen. Mit der Butter bestreichen und den restlichen Zutaten bestreuen. Zum Schluß die Rosinen kurz in einem Sieb abtropfen lassen und auch aufstreuen.
Von der breiten Seite her aufrollen. Eine Gugehupfform mit ca. 20 cm Durchmesser gut ausfetten. Die Teigrolle hineinlegen, zudecken und nochmals 45 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Herd auf 175°C vorheizen. 
Wenn der Reindling fertig gegangen ist, auf der untersten Schiene ca. 45 - 50 min backen.
Nach dem Backen kurz in der Form abkühlen lassen und zum vollständigen Abkühlen auf ein Kuchengitter stürzen.

Mit Puderzucker bestreut geniessen und dabei vom nächsten Urlaub in Kärnten träumen...



Gebackene Käsetorte

Ein neues Backbuch will ausgetestet werden. Es handelt sich um "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen. Aus einer Fülle von Tortenrezepten kam dann ein Käsekuchen in den Ofen.
Dieser hier ist luftig locker und leicht, nicht zu süß. Das komplette Gegenteil der amerikanischen Cheesecakes.
Er wird mit relativ viel Flüssigkeit in Form von Milch in der Käsemasse gebacken, was den Kuchen wunderbar saftig, aber nicht zu säuerlich macht.
Das Steif Schlagen der Eiweiße sorgt für viel Luftigkeit. 
Am nächsten Tag hat er uns fast noch besser geschmeckt als frisch gebacken.
Wer es doch etwas süßer mag, kann, wie im Buch vorgeschlagen, den Kuchen mit Baiserbröseln bestreuen.


Gebackene Käsetorte

Mürbteig:
1 Eigelb
45 g Puderzucker
1Prise Salz
1/4 TL Vanille, gemahlen
90 g Butter
135 g Mehl Type 550

Käsemasse:
650 g Quark
1 große Prise Salz
125 g Mehl Type 550
abgeriebene Schale einer Zitrone
6 Eigelbe
5 Eiweiß
125 g Zucker
500 ml Milch

Zuerst den Mürbteig zubereiten. Dazu alles außer das Mehl kurz verkneten, dann das Mehl unterkneten, bis ein homogener Teig entsteht. In Folie geickelt im Kühlschrank mind. 1 h ruhen lassen.

Backofen auf 180°C vorheizen. Springform mit 28 cm Durchmesser ausfetten.
Den Mürbteig dünn ausrollen und in die Springform legen (nur den Boden bedecken). 10 min vorbacken.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Dazu Quark, Salz, Zitronenschale und Mehl glatt rühren. Unter Rühren die Eigelbe zugeben. Milch auf die Käsemasse geben.
Eiweiße und Zucker zu einem schaumig aufschlagen. 1/3 des Schnees auf die Milch geben und alles zusammen unterheben. Den restlichen Eischnee unterheben. 
Die Käsemasse auf den Mürbteig geben und bei 180°C ca. 75 min backen, dabei die Torte ggf. mit Pergamentpapier abdecken, damit sie nicht zu stark bräunt ( ich habe sie etwas zu spät abgedeckt). Gleich nach dem Backen vom Ring lösen und dann vollständig abkühlen lassen.
Die Quarkmasse geht während des Backens sehr hoch, fällt danach beim Abkühlen aber wieder etwas zusammen.

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt


Apfelkuchen mit Streuseln aus gebrannten Mandeln

Dieses Experiment kam mir in den Sinn, als ich vor kurzem den Nougat für die Schokoladentafeln herstellte.
Warum nicht mal Streusel aus gebrannten Mandeln ausprobieren?
Früher gingen wir nie ohne eine Tüte dieser wunderbar knackig-süßen Mandeln vom Markt nach Hause und sie wurden immer mit viel Genuss ganz langsam gelutscht (ausser die Schwestern waren in der Nähe und aßen mit, dann musste es auch mal schneller gehen;-)).

Heraus kam ein nicht zu süsser Kuchen, da durch das Karamelisieren die Süßkraft des Zuckers abnimmt. Das Mischungsverhältnis für die gebrannten Mandeln ist das gleiche wie für den Nougat, die Herstellung etwas anders (es wird nicht so lange zerkleinert).
Um einen würzigeren Effekt zu erhalten, habe ich noch eine kräftige Prise Zimt zu dem Streuselteig gegeben.
Wer es dann doch lieber etwas süßer mag, kann den Kuchen einfach mit etwas Puderzucker bestreuen.

Hier ist das leckere Ergebnis meines Experiments:

Apfelkuchen mit Streuseln aus gebrannten Mandeln

Mürbteig:
275 g Mehl
155 g Butter, in Würfeln
1 Prise Salz
30 g Zucker
1 Eigelb, vermischt mit 1 TL kaltem Wasser

Belag:
4 Äpfel

Streusel:
100 g blanchierte Mandeln
70 g Zucker
80 g Mehl
80 g Butter
1 große Prise Zimt

Zuerst den Mürbteig herstellen. Dazu alle Zutaten in eine Schüssel geben und (am besten von Hand) zu einem zusammenhängenden Teig verkneten. Es dürfen ruhig noch Butterstückchen zu erkennen sein, das macht den Teig blättriger. Für eine Stunde kalt stellen.

In der Wartezeit die Streusel herstellen.
Ein Backblech mit Silikonbackmatte oder Backpapier auslegen und den Ofen auf 180° C vorheizen. Die Mandeln auf dem Backblech in den Ofen geben und rösten, bis sie zu duften beginnen und hellbraun werden. In der Zwischenzeit den Zucker in einem breiten Topf vorsichtig ohne Rühren erhitzen, bis ein hellbrauner Karamell entsteht. Die warmen Mandeln untermischen und zum Abkühlen wieder auf das ausgelegte Backblech geben und flach verteilen. Komplett abkühlen lassen.
In einem Universalzerkleinerer fein mahlen. Wer gerne etwas gröbere Stücke in den Streuseln hat, nimmt enfach zwischendurch 1 bis 2 EL der Mischung heraus.
Nicht zu lange zerkleinern, sonst tritt das Öl aus und man bekommt irgendwann einen Nougatmasse!
Die restlichen Streuselzutaten in eine Schüssel geben und mit den zerkleinerten Karamelmandeln zu einem krümeligen Streuselteig verkneten.

Eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser fetten und ausmelieren. Den Mürbteig rund auswellen und in die Form geben.
Die Äpfel schälten, entkernen und in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. Auf dem Mürbteig verteilen. Zum Schluß die Streusel aufkrümeln.

Bei 180°C ca. 40 min goldbraun ausbacken 

Ganz frisch geniessen, damit die Streusel nicht weich werden! 


Hazelnut Caramel Layer Cake

Ein Rezept, das schon eine Weile auf meiner Nachbackliste steht. Jetzt gab der Blog-Event von Anni bei "Liebe geht durch den Magen" zu Dulce de Leche denn Anstoss, es endlich in Angriff zu nehmen.

Dulce de Leche Blogevent auf www.kreativeskuechenchaos.wordpress.com

Dulce de Leche wurde bei mir schon öfters verwendet, vorwiegend als Belag für Shortbread, das dann noch mit Schokolade überzogen wird. Allerdings bisher nur in meiner Vor-Bloggerzeit, weshalb bisher hier auch noch kein Rezept dazu zu finden ist.

Da ich gerne neue Rezepte ausprobiere schon wieder ein für mich neues Rezept von Dan Lepard aus dem Buch Short and Sweet.
Der Kuchen an sich schmeckt erstaunlicherweise gar nicht so süß, erst das Frosting ist ein richtiger Angriff auf die Zähne.
Die Mengenangaben sind die Originalangaben aus dem Buch, allerdings habe ich nur die Hälfte des Frostings zubereitet und den Kuchen nur damit gefüllt. Auch war meine Backform mit 26 cm Durchmesser größer als die im Rezept verwendete, dadurch musste ich etwas kürzer backen und der Kuchen wurde natürlich flacher.

Hazelnut Caramel Layer Cake

Teig:
175 g weiche Butter
100 g brauner Zucker
200 g Dulce de Leche
2 Eier
100 g Haselnüsse, geröstet, enthäutet und geraspelt
175 g Mehl Type 405
1 EL Kakaopulver
2 TL BAckpulver

Füllung und Topping:
50 g weiche Butter
150 g Dulce de Leche
150 g Puderzucker
1/2 TL gemahlene Vanille

Backofen auf 180° C vorheizen.
Backform mit 18 cm Durchmesser vorbereiten, indem der Boden mit Backpapier ausgelegt wird (am besten 2, wer hat).

Butter, Zucker und Dulce de Leche schaumig aufschlagen. Eier einzeln unterrühren, dann die Nüsse einrühren.
Mehl sieben und mit dem Kakao und Backpulver mischen. Unterheben.

Die Hälfte des Teigs in die Backform geben und in 25 bis 30 min fertig backen, dann aus der Form lösen (mit Hilfe des Backpapiers auf ein Kuchengitter ziehen, das Papier aber noch bis zum kompletten Abkühlen dran lassen) und die zweite Teighälfte ebenso backen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten
Dazu Butter und Dulce de Leche aufschlagen, Puderzucker und Vanille einrühren und im Kühlschrank etwas fester werden lassen.
Die Hälfte auf dem unteren Boden verteilen, den zweiten Boden aufsetzen und darauf die restliche Füllung verteilen.




Chocolate Velvet Fudge Cake

Schon wieder ein Schokoladenkuchen und auch schon wieder einer von Rose Levy Beranbaum. Beim Durchblättern für die Buchvorstellung fiel mir ein, daß ich diesen Kuchen schon lange auf meiner Nachbackliste habe, also habe ich ihn kurzerhand ein paar Tage später gebacken. Nicht das ich ihn schon wieder vergesse.

Wie der Name schon sagt: samtweich, luftig-cremige Konistenz und seeeeehr schokoladig.
Hier liegt das besondere an der Zubereitung. Um ein besonders kräftiges und ausgeprägtes Schokoladenaroma zu erreichen wird das Kakaopulver mit kochendem Wasser zu einer Paste, die dann in den Teig eingearbeitet wird, verrührt.

Das Photo ist leider mehr als suboptimal, aber ich hab kein anderes.


Chocolate Velvet Fudge Cake

63 g Kakaopulver
118 g kochendes Wasser
300 g Zucker
227 g weiche Butter
3 Eier
118 g Wasser (Raumtemperatur)
1/2 TL gemahlene Vanille
1/2 TL Salz
235 g Mehl Type 405
3 gestrichene TL Backpulver

Kakaopulver mit dem kochenden Wasser zu einer Paste verrühren und zugedeckt auf Raumtemperatur abkühlen lassen (dauert ca. 30 min). 
Inzwischen Ofen auf 175° C vorheizen und eine Kranzform mit 26 cm Durchmesser (bei mir keine so schöne ausgefallene wie im Rezept) ausbuttern und bemehlen.

Zucker und Butter schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und einzeln gut unterrühren, dann Vanille und Salz ebenfalls unterrühren.
Mehl sieben und mit dem Backpulver mischen, dann abwechselnd mit dem Wasser einrühren. Zum Schluß noch die Kakaopaste mit einem Spatel unterheben und alles in die vorbereitete Form fühlen.
Ca. 50 min backen (Garprobe machen!).
Den Kuchen zum Auskühlen 15 min in der Form lassen, dann direkt auf eine Kuchenplatte stürzen.
Nach dem kompletten Abkühlen versuchen, nicht den ganzen Kuchen auf einmal zu essen (mir wars gestern dann doch eine Weile übel...)



Spanische Vanilletorte

Wir haben mal wieder Handwerker auf der Baustelle. Normalerweise bekommen die von und Kaffe und Kuchen geliefert (in der Hoffnung, daß sie dann weniger Murks fabrizieren).
Dieses Mal hab ich wieder mal ein altes Rezept ausgegraben, daß früher bei uns öfters gebacken wurde, mit wachsender Koch- und Backbuchsammlung aber leider in Vergessenheit geriet (es gibt ja so viel neues auszuprobieren).
Der Kuchen kommt komplett ohne Backpulver aus. Die relativ vielen Eier und das Marzipan machen den Kuchen schön saftig.
Damit es nicht eine totale Kalorienbombe wird, habe ich die Menge an Guss drastisch reduziert und auf eine Schokoladenmenge von 100 g umgerechnet ( statt 350 g im Original). Sonst wären insgesamt satte 470 (!) g Schokolade in den Kuchen gewandert. Wer sich und seinen Hüften die volle Dosis zutraut, kann also die Mengen für den Guss (ausser die Aprikosenmarmelade) mit 3,5 multiplizieren.
Das Rezept stammt aus dem Meine Familie&ich-Backbuch, daß es, glaube ich, im Handel leider schon lange nicht mehr gibt. Dort sind eigentlich viele leckere und gelingsichere Rezepte für Kuchen und Torten, bunt gemischt aus Klassikern und aus den verschiedensten Ländern, süß und pikant versammelt.


Spanische Vanilletorte

Teig:
120 g Zartbitterschokolade
120 g Marzipanrohmasse
150 g Zucker
50 ml Milch
150 g weiche Butter
1/2 TL gemahlene Vanille
5 Eier, getrennt
1 Prise Salz
130 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln

Guss:
150 g Aprikosenkonfitüre
100 g dunkle Kuvertüre, zerkleinert
30 ml Schlagsahne
10 g Honig
2 TL Zucker
Ofen auf 175°C vorheizen.
Schokolade raspeln oder in kleine Stücke hacken.
Marzipan in der Mikro bei mittlerer Stufe 20 bis 30 sec erweichen lassen und in der Rührschüssel mit 50 g Zucker und der Milch glatt rühren.
Butter zufügen und leicht schaumig rühren. Vanille und nach und nach die Eigelbe einrühren.
Eiweiße mit dem Salz und dem restlichen Zucker schaumig schlagen. Zuerst ca. 1/3, dann den Rest vorsichtig unter die Eigelbmasse heben.
Mehl, Mandeln und Schokolade vermischen und vorsichtig unter den Teig ziehen.
In einer gefetteten Form mit 26 cm Durchmesser 40 min backen.
Nach dem Backen komplett auskühlen lassen, bevor der Kuchen mit dem Guss überzogen wird.
Dazu die Konfitüre aukochen lassen und den Kuchen damit bestreichen.
Für die Schokoglasur Sahne, Honig und Zucker sowie 1 EL Wasser einmal aufkochen lassen, von der Hitzequelle nehmen und die Kuvertüre einrühren, um sie zu schmelzen.
Etwas Abkühlen lassen, damit die Glasur schon ziemlich fest ist, und den Kuchen damit überziehen.


Je nach Anlass oder Süßhunger kann dann noch mit Marzipanrosen dekoriert werden.