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Holunderblüteneislollies

Ich habe immer noch eine angefangene Flasche selbstgemachten Holunderblütensirup im Kühlschrank stehen und sollte ihn wohl so langsam mal verwerten.

Da ich süße Getränke nicht so gerne mag (am liebsten nur sauren Sprudel), wird er eben anderweitig verwertet und so habe ich mir dieses Rezept, angelehnt an ein Rezept für ein Holunderblütensorbet (allerdings mit Likör und weniger Zitrone) der Icecreamistseinfallen lassen. Herausgekommen sind sehr geschmacksintensive Eislollies in ganz speziellen Formen (ein Geburtstagsgeschenk meiner Schwestern). Hier kann man sich nämlich noch etwas Hugo-ähnliches in Eishülle nachbauen, indem man einfach einen Schluck Sekt in die Öffnung gießt.

Das Rezept passt schliesslich auch noch gut hier rein:

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser



Holunderblüteneislollies

300 ml Wasser
70 g Zucker
8 EL Holunderblütensirup
45 ml Zitronensaft

Wasser und Zucker in einem breiten Topf aufkochen und ca. 5 min köcheln lassen. Vom Herd nehmen Holunderblütensirup und Zitronensaft unterrühren und abkühlen lassen. In 6 kleine Stieleisförmchen (es gehen natürlich auch andere) füllen und mindestens 12 h gefrieren lassen.





Holunderblütenposset mit Keksbröseln und Himbeeren

Um wenigstens ein paar der Kalorien, die sich hier auf meinem Blog breit machen (und langsam auch auf meiner Hüfte), loszuwerden gehe ich einmal in der Woche sporteln. Vor den Sommerferien findet traditionell das Abschlußgrillen statt. Auch hier bringt jeder einen Salat oder ähnliches mit, die Geburtstagskinder seit dem letzten Fest (wir haben auch einen Saisonauftakt, eine Weihnachtsfeier,...) normalerweise Sekt. Ich bin immer noch kein großer Salatkünstler (was will man auch von jemanden erwarten, der mit 30 das erste Mal Salat gegessen hat), Geburtstag hatte ich auch, also habe ich statt Sekt und Salat einen Nachtisch mitgebracht.

Zur Zeit habe ich leider nicht soviel Zeit für den Blog. Mein Hausherr hat Urlaub, genauso wie die Zwerge. Vielleicht hat der eine oder andere schon mitbekommen, daß wir gerade bauen. Deshalb werkeln wir gerade sehr viel an der neuen Küche statt in der alten. Aber so bekomme ich meinen Rezeptestau auch ein bißchen in den Griff ;.)
 

Bei einem Posset handelt es sich um Sahne, die mit Zucker und viel Zitronensaft aufgekocht wird. Beim Abkühlen sollte sich das ganze dann verfestigen. In den Sektgläsern hat es das auch getan, da ich aber nicht so viele hatte und auch noch zwei Schüsseln voll machte, habe ich, warum auch immer, in den Schüsseln eher eine Zitronensauce fabriziert. Um noch eine andere Geschmackkomponente rein zu bekommen, wird noch Holunderblütensirup verwendet.
Als Einlage kamen Cantuccinibrösel rein (die saugen sich komplett voll und sind dann weich) sowie frische Beeren (diese beiden Teile sind von Nicole Stich geklaut). 

Ich habe das Rezept wieder auf 4 Personen runtergerechnet, ich denke, auch wenn die Creme sehr lecker ist, wird doch niemand die Menge für 20 Personen schaffen.


Fruchtiges Holunderblütenposset mit Cantuccini

350 ml Sahne
75 ml Zitronensaft (ca. 2 1/2 Zitronen)
75 g Zucker
20 g Butter
50 ml Holunderblütensirup

ca. 150 g frische Beeren, bei mir eine Mischung aus Jostas, Himbeeren und Johannisbeeren, verlesen, gewaschen und trocken getupft

ca. 100 g Cantuccini, grob gehackt

Sahne, Zucker und Butter in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und das Ganze kocht. Hitze etwas reduzieren und den Zitronensaft unterrühren. Wieder zum Kochen bringen und ungefähr 5 Minuten blubbern lassen, dann von der Hitzequelle nehmen und den Sirup unterrühren. Ungefähr 15 Minuten abkühlenlassen.

In der Zwischenzeit die Beeren und Keksbrösel auf 4 Gläser verteilen.

Zum Schluss die Holundersahne durch ein Sieb auf die Beerenmischung gießen und die Gläser mindestens 3 h, besser länger, im Kühlschrank fest werden lassen.

Nach Wunsch noch mit noch mehr frischen Beeren dekorieren.
Am besten eiskalt genießen, sonst verflüssigt sich das ganze wieder etwas. 



""Arme Prinzessinen" als Verwertung von altbackenem Hefezopf

Ich habe vor kurzem gesehen, dass es in der Zwischenzeit sogar Bücher über die Verwertung von übrig gebliebenem Brot gibt. Für dieses Rezept braucht man meiner Meinung nach allerdings kein Extra-Buch. Eigentlich auch fast kein Rezept.

Das hier gab es nämlich unter dem Namen "Arme Ritter" schon in meiner Kindheit, allerdings mit alten Brötchen. Manche kennen es vielleicht auch als French Toast. 
Wir hatten was vom Hefezopf übrig, deshalb wurden jetzt etwas etwas luxuriösere und süßere "Arme Ritter" draus, die ich meinen Kindern als "Arme Prinzessinnen" verkauft habe (diese rosa Prinzessinnen-Phase hat doch auch ab und an mal was Gutes), damit sie sie auch essen - mit Rittern lockt man kein kleines Mädchen an den Esstisch (das kommt wohl erst später - mit Rittern auf Motorrädern).

Dazu gab es Apfelmus und Zimtzucker.




Arme Prinzessinnen


5 dicke Scheiben alter Hefezopf
2 Eier
100 ml Sahne
1 große Prise Zimt
1 Prise Muskat, frisch gemahlen
1 Prise Salz
Butter zum Ausbraten

Alles außer dem Zopf in einer flachen Schüssel oder einem Suppenteller gut verrühren. Eine große Pfanne mit Butter erhitzen. Die Zopfscheiben ggf. einmal in der Mitte halbieren, damit sie besser in die Pfanne passen. Aber vor dem Braten werden sie noch durch die Eiersahne gezogen. Dabei gut reindrücken, damit der Zopf sich auch etwas vollsaugen kann. Direkt in die heiße Pfanne geben und bei nicht zu starker Hitze goldbraun ausbraten (sonst sind sie außen schwarz, innen aber noch nicht durch).

Am besten direkt aus der Pfanne auf die Teller und den eigenen Prinzessinnen vorsetzen.



Erdbeersorbet - mehr Erdbeere geht fast nicht...

Die Erdbeersaison läuft ja endlich auf Hochtouren, auch in Omas Garten. Und auch wenns so lecker ist, jeden Tag Erdbeerkuchen geht auf Dauer auch nicht.
Deshalb gab es gestern wohl ein Fall von Gedankenübertragung bei uns: Meine Große hat sich auf dem Heimweg vom Kindergarten selbstgemachtes Erdbeereis gewünscht. Kaum daheim, war Oma noch im Garten und hat gefragt, ob wir nicht Erdbeeren für ein Eis gebrauchen könnten.
Da haben wir natürlich gleich zugegriffen und die Eismaschine angeschmissen.

Und hier passt das Eis doch gut rein:

http://kuechenplausch.files.wordpress.com/2013/05/erdbeerbanner2.jpg

Dieses Eis ist fast Erdbeere pur. Es schmeckt total leicht und erfrischend. Das Originalrezept ist von Tessa Kiros aus ihrem Buch "Familien-Rezepte. Bunt wie das Leben".
Statt Milch habe ich aber etwas Sahne genommen, dass wird ein bisschen cremiger und die Menge ist ja auch nicht so riesig. 
Ich finde, ein Schuß Sahne/Milch in Sorbets verbessert ihren Geschmack erheblich, auch wenn man davon nichts herausschmeckt und die Farbe auch nur minimal "pastelliger" wird.



Erdbeersorbet


500 g Erdbeeren, geputzt gewogen
375 ml Wasser
180 g Zucker
20 ml Zitronensaft (1/2 Zitrone)
1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
4 EL Sahne

Zuerst wird aus Wasser, Zucker, Zitronensaft und -schale ein Sirup gekocht. Dazu alles in einem Topf zum Kochen bringen und dabei Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und 10 min abkühlen lassen.
In dieser Zeit die Erdbeeren mit dem Stabmixer in einem hohen Gefäß pürieren.
Zitronenschale aus dem Sirup entfernen, mit dem Erdbeerpüree mischen und die Sahne unterrühren.
Mit einem Deckel verschliessen und im Kühlschrank komplett abkühlen lassen.
Erst dann in die Eismaschine geben und nach Herstelleranweisung gefrieren.


Ergibt ca. 1 Liter Sommer pur



Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt


Das vielleicht luxuriöseste Walnusseis der Welt

Zorra sucht für einen Kalender zusammen mit den kalifornischen Walnüssen die ultimativen Walnussrezepte. Das ist mein ultimatives Rezept, ich denke, wohl ein definitiv ein Sommerrezept.



Ich hatte bisher eigentlich kein wirklich besonders tolles Rezept und auch noch nicht soooo viel mit Walnüssen gemacht, obwohl ich sie eigentlich gerne mag ( aber sie sind eben mal auch ziemlich teuer) - und Brownies waren mir hierfür irgendwie zu normal.

Walnusseis aber essen wir sehr gerne und hier kommt jetzt ein etwas aufgmotztes Rezept, dass das Zeug zum absoluten Lieblingsrezept hat.

Zuerst einmal Walnuss in der Grundmasse und dann noch ein paar Extras: Zartbitter-Straciatella-Stückchen für schokoladigen Schmelz und einen etwas herberen Kontrast zur großen Portion knackigem gehackten Walnusskrokant, das, weil vor kurzem die Kombination Schoko-Kardamom so gut geklappt hat, noch ein bißchen Extra-Pep durch etwas Kardamom bekommt .

Das Walnusskrokant schmilzt ein bißchen in der Eismasse, aber nicht komplett und so bleiben (auch durch das Rösten der Walnüsse) trotzdem noch knackige Stücke übrig. So bekommt man kleine Karamellsossenpfützen im Eis.

In vielen Walnusseisrezepten kommt der Walnussgeschmack vom zugefügten Ahornsirup. Ich wollte aber "Walnuss pur" und habe nachdem ich ein Rezept für Mandeleis gefunden habe, beschlossen dieses als Basis für mein Walnusseis zu nehmen. Dazu werden geröstete Walnüsse zerkleinert und diese lässt man dann in einer Milch-Sahnemischung ziehen. Dabei gehen viele Aromastoffe in die Milch über, die den Geschmack gut annimmt.

Und wer es noch dekadenter mag, der zerbröselt ein paar Baiser (dabei tun es auch die gekauften, wir wollen ja kein Ganztagesprojekt aus einer Portion Eis machen) und gibt sie über das fertig gefrorene und portionierte Eis - und schon schwebt man im siebten Eishimmel (jedenfalls ich).

Wer trotzdem noch Zeit und Mitleid mit den "ausgelutschten" Walnüssen, die in der Milchmischung gezogen habe, der verteilt sie auf einem Backblech und lässt sie zuerst bei 100°C trocknen, bis sie sich nicht mehr feucht anfühlen. Dan streut man goßzügig Puderzucker darüber und stellt den Ofen auf 180°C. Wieder rein in den Ofen und karamelisieren lassen. So hat man noch was knuspriges zum Drüberstreuen.


Walnuss-Straciatellaeis mit Kardamomkrokant

200 g Walnüsse

Eis:
200 ml Milch
120 g Zucker
1 Prise Salz 
400 ml Sahne
4 Eigelb 
evtl. etwas Walnussöl

Kardamomkrokant:
120 g Zucker
1 große Msp- Kardamom

70 g Zartbitterschokolade mit 70% Kakaogehalt


Zuerst den Backofen auf 200°C vorheizen und die Walnüsse auf einem Backblech rösten, bis sie zu duften beginnen.

Die Nüsse abkühlen lassen und in 2 Portionen (einmal 110g, einmal 90 g) teilen. 

Die Nussportion mit 110 g fein hacken. Milch mit Zucker, Salz und 200 ml der Sahne in einem Topf erhitzen. Die gehackten Nüsse unterrühren, vom Herd ziehen und zugedeckt ungefähr eine Stunde ziehen lassen.

In der Zwischenzeit das Krokant zubereiten. Ein Backblech mit einer Silikonmatte oder Backpapier auslegen. Dann den Zucker in einem weiteren Topf hellbraun karamelisieren. Die Nussportion mit 90 g sowie den Kardamom unterrühren und das ganze auf das ausgelegte Backblech geben. Möglichst flach verteilen. Komplett abkühlen lassen und dann in ca. 1,5 cm große Stücke zerteilen/hacken.

Weiter geht es mit der Eisbasis.
Nach Ablauf der "Ziehzeit" die Milchmischung durch ein feines Sieb in eine Schüssel geben und sehr gut ausdrücken. 
Den Nussrest im Sieb entweder verwerfen oder wie in der Einleitung beschrieben später verwerten.
Die Milchmischung zurück in den Topf geben und erhitzen. In der jetzt frei gewordenen Schüssel 4 Eigelb verquirlen. Sobald die Milchmischung kocht, diese unter Rühren zu den Eigelben geben und dann das ganze zurück in den Topf leeren erhitzen, bis die Mischung deutlich dickflüssiger wird. Die restlichen 200 ml Sahne und ,soweit verwendet, ein paar ropfen Walnussö, lzugeben und die Eisbasis komplett abkühlen lassen (am besten zuerst über einem Eisbad kalt rühren und dannnoch im Kühlschrank).

Dann kommt endlich das Einfrieren. Dazu die Eisbasis in der Eismaschine nach Herstelleranleitung gefrieren (bei mir dauert das ungefähr 35 min). In der Zwischenzeit die Schokolade schmelzen und wieder abkühlen lassen (sie sollte aber flüssig bleiben!).
Sobald das Eis fast fertig und fest ist, die Schokolade in einem dünnen Strahl in die laufende Eismaschine giessen. Die Schokolade wird sofort fest und durch das Rühren in kleine Blättchen zerteilt.

Das fertige Eis abwechselnd mit dem Kardamomkrokant in eine Gefrierschüssel schichten und im Gefrierschrank noch ca. 2 h etwas fester werden lassen.

Wirklich extrem lecker!






Käsekuchen-Steckerleis mit Erdbeerstreifen

Passend zur Rückkehr des Sommers noch ein drittes Rezept von Nicole Stich aus dem Buch "Sweets". Schneller geht fast nicht, nur das Einfrieren dauert etwas länger.

Super für den kleinen Eishunger und die Lust auf american Cheesecake zwischendurch. Schön cremig und doch auch fruchtig. Weil es so einfach und doch so lecker war, kann ich heute gar nicht so viel dazu schreiben.

Ich geh dann mal schauen, ob ich die Zutaten nochmal alle im Kühlschrank habe, bis morgen ist hier nichts mehr übrig...

Bei uns gab die Menge 7 Steckerleis aus den kleinen Eisförmchen des bei mir nicht so, aber bei anderen umso mehr beliebten Plastikküchengeräteherstellers mit dem langen Umtauschrecht.



Käsekuchen-Steckerleis mit Erdbeerstreifen

abgeriebene Schale 1/2 unbehandelten Zitrone
125 g Doppelrahmfrischkäse
125 g Schmand
75 g Sahne
50 g Vanillezucker
ca. 50 g Erdbeermarmelade

Zitronenschalemit Frischkäse und Schmand glatt rühren. Sahne und Zucker zugeben und so lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Erdbermarmelade glatt rühren und über die Frischkäsecreme kleckseln, dann nur ganz grob vermischen, so daß alles noch marmoriert bleibt.
In die Förmchen füllen und mind. 12 h im Gefrierschrank fest werden lassen.

Zum Lösen aus der Form kurz unter heißes Wasser halten und dann schnell losschlecken.







Quarkreistöpfchen mit Zwetschgenkompott

Heute gibt es das wahrscheinlich letzte Rezept, bevor wir uns in den Urlaub verabschieden. Unsere zwei Mädels haben schon gepackt (seit ungefähr einer Woche;-)). Wir Großen müssen noch, bevor es am Dienstag Nacht endlich losgeht in Richtung Süden.

Aber nun also das zweite Testrezept von Nicole Stich aus dem Buch "Sweets".
Die Wahl fiel auf "Quarkreistöpfchen mit Pflaumen", bei uns allerdings mit Zwetschgenkompott, damit vielleicht bis in 5 Jahren endlich die tiefgekühlten Zwetschgen aus der mehr als reichlichen Ernte letztes Jahr aufgebraucht werden (jetzt liegen nur noch 4 Beutel drin, jipieh! - die Cranberries sind ja jetzt fast geschafft).

Die Töpfchen waren gut, aber jetzt auch keine kulinarische Offenbarung. Der Quark macht das ganze leicht säuerlich und diese Geschmackskomponente kannten meine zwei Mädels in Milchreis nicht. Und schwupps musste durfte ich die gesamte Portion alleine essen (unser Hausherr verweigert alles, in dem ein Milchprodukt noch deutlich sichtbar und dabei noch cremig-fließend ist).
Das Rezept für das Zwetschgenkompott ist als Tipp mit beim Rezept enthalten und das hat mir mit dem karamelisierten Zucker wirklich gut geschmeckt.

Die Menge ergibt 6 bis 8 Schüsselchen.




Quarkreistöpfchen mit Zwetschgenkompott

Quarkreis:
900 ml Milch (evtl. mehr)
4 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
Zimt nach Geschmack
150 g Milchreis
250 g Sahnequark (40 % Fett)

Zwetschgenkompott:
2 EL Zucker
50 ml Wasser
250 g Zwetschgen in Spalten (TK)
Zimt nach Geschmack

Milch mit Salz, Zucker und Zimt aufkochen lassen, dann den Milchreis unter rühren einrieseln lassen. In ca. 25 min bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen (Deckel geschlossen), bis der Reis weich ist. Ab und zu Umrühren nicht vergessen, sonst brennt alles an!
Etwas abkühlen lassen, dabei wird der Milchreis noch dickflüssiger (quillt nach). Wenn es zu trocken erscheint, noch etwas Milch nachgießen. 
In der Zwischenzeit das Zwetschgenkompott zubereiten. 
Dazu den Zucker in einem kleinen Topf hellbraun karamellisieren lassen und dann vorsichtig (spritzt!) das Wasser zugeben. Aufkochen lassen und die noch gefrorenen Zwetschgen unterrühren. Köcheln bis sie weich sind und nach Belieben mit Zimt würzen.

Dann den Quark zugeben und gut vermischen.

Für die Originaltöpfchen zuerst etwas Zwetschgenkomptt in die sehr sauberen Behältnisse (z.B. Joghurt- oder Marmeladegläser) geben und den Milchreis darüber verteilen. Dicht verschliessen und im Kühlschrank aufbewahren (sind so mehrere Tage haltbar).

Wir haben den Milchreis als unterste Schicht direkt in Servierschüsselchen gegeben, da er bei uns eigentlich zum sofortigen Verzehr bestimmt war.
Meine Mädels wollten kein Zwetschgenkompott sondern Apfelmus, was auch gut gepasst hat.


Bis bald!


Cranberry-Orangen-Sorbet

Langsam aber sicher sollten die eingefrorenen Fruchtvorräte aus dem Vorjahr verwertet werden, um Platz für das frische Obst, das hoffentlich bald kommt zu schaffen. Aber nach dem Wetter draussen ist es ja fraglich, ob wir überhaupt mal irgendwas reif bekommen. Trotzdem gibt es schon wieder ein Eisrezept, dieses Mal mit einem Rest Cranberries, der aus den Tiefen meines Gefrierschrankes auftauchte (jetzt ist nur noch ein bißchen übrig, mit dem ich noch irgendwas machen muß).
Ich stand vor der Wahl, ob ich eine reines Cranberry-Sorbet mache (Rezept von Jeni Britton Bauer, die Farbe im Buch fand ich schonbeim ersten Durchblättern so toll) oder dieses hier nach David Lebovitz, gemischt mit Orangensaft. Nachdem aber die Cranberry-Pistazientorte Ende Februar doch etwas herb war, habe ich mich für die wohl "sanftere" Sorte entschieden. 
Aber die pink-rote Farbe schlägt trotzdem schön durch und das Sorbet ist geschmacklich gut ausgewogen, man kann sowohl die Cranberries als auch die Orangen noch gut rausschmecken, und die Kombination dieser beiden hat uns sehr gut gefallen.
Das Sorbet schmeckt wirklich nicht zu herb oder sauer, aber trotzdem schön erfrischend (na, wie sollte es mit Eis auch anders sein, blöde Formulierung). Mit Hilfe der Eismaschine wird es nicht grieselig und nach kurzem Antauen (5 Minuten) lässt es sich auch noch nach einigen Tagen sehr gut portionieren.



Cranberry-Orangen-Sorbet

180 g Cranberries, frisch oder TK
250 ml Wasser
150 g Zucker
geriebene Schale einer unbehandelten und gewaschenen Orange (oder 1 TL getrocknetes Orangenschalenpulver)
375 ml Orangensaft (am besten frisch gepresst (geht aber auch mit Saft aus der Flasche)
wer mag (wir nicht): 1 bis 2 TL Grand Marnier oder Cointreau

Die Cranberries mit dem Wasser, Zucker und der Orangenschale in einen Topf geben (Vorsicht: keinen Alutopf verwenden!). 1 Minute lang kochen lassen, dann zugedeckt 30 min abkühlen lassen.
Die Cranberry-Mischung mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. Wer mag, gibt alles noch durch einen feinen Sieb um evtl. vorhandene größere Schalenreste zu entfernen (den Schritt habe ich weggelassen, ich fand das Püree fein genug).
Saft und, falls verwendet, Likör unterrühren.
In die Eismaschine geben und nach Herstelleranleitung gefrieren. Im Gefrierschrank noch ungefähr 2 h fester werden lassen, dann hat es eine richtig gute Konsistenz, um ohne anzutauen verteilt zu werden.

Farblich der Hit bei kleinen Mädels, die voll in der Prinzessinnenphase sind.
Lasst´s Euch schmecken, jetzt , wo endlich mal ein bißchen die Sonne rausspickelt.



Eis wie im Schlaraffenland-Apfel-Zimt Eiscreme

Meine Mädels hatten Ferien und wollten auch mal Eis machen.
Da meine Erfahrung mit dem Icecreamistsbuch bisher etwas zwiespältig war, wollte ich ein Rezept daraus ausprobieren.
Ihre Wahl viel auf eine Eiscreme mit dem Namen "Schlaraffenland", eine Sorte mit Apfel-Zimt-Geschmack, passend zum eher herbstlichen Wetter.
Da wir mal wieder keine Creme double zu Hause hatten, habe ich einfach Sahne genommen und das ursprüngliche Mischungsverhältnis von Milch und Creme double etwas geändert (mehr Sahne, weniger Milch).


 Apfel-Zimt-Eiscreme

200 ml Vollmilch
175 ml Sahne
2 Eigelbe
88 g extrafeiner Zucker
100 g Apfelmus
2 TL Zimt

Optional: 100 ml Aceto Balsamico

Milch und Creme double bei mittlerer Temperatur in einem Topf erhitzen, bis sie dampft, aber noch nicht kocht. Dabei ab und zu umrühren.
Gleichzeitig in einer großen und hitzebeständigen Schüssel Zucker und Eigelbe schaumig schlagen. 
Topf vom Herd nehmen und die Milchmischung unter ständigem Rühren zu den Eigelben geben. Die gesamte Mischung zurück in den Topf leeren und unter ständigem Rühren zur Rose abziehen (Temp. ca. 85°C). Nicht aufkochen lassen, sonst gerinnt das Ei.
Zurück in die Schüssel geben und auf Raumtemperatur abkühlen lassen (dauert ca. 30 min), dann abdecken und im Kühlschrank mind. 6 h stehen lassen, besser noch über Nacht.
Am nächsten Tag das Apfelmus und den Zimt gut untermischen (am besten mit einem Pürierstab).
Nach Herstelleranweisungen in der Eismaschine gefrieren ( wenn Aceto Balsamico verwendet wird, diesen am Schluss nach und nach unterheben) , aus der Maschine nehmen und noch mindestens 2 h im Tiefkühler fester werden lassen.

Jede Portion zum Servieren nochmals mit etwas Zimt bestäuben.



Quarkmousse mit Tonka-Pfirsichen

Heute gibt es mal wieder ein Dessert. Aber nicht irgendwas, sondern ein Rezept aus meiner Experimentierküche: eine sommerlich leichte und sehr lockere Quarkcreme auf Basis eine Apfelzabaglione mit fruchtigen Pfirsichen. Lecker wars!
Natürlich kann man die Pfirsiche auch selbst pochieren, aber ich war zugegebenmassen etwas faul und habe schnöde Pfirsiche aus der Dose genommen. Frische sind jetzt ja noch nicht so aromatisch, wenn man denn überhaupt welche bekommt.

Quarkmousse mit Pfirsichen

Für die Mousse:
2 Eigelbe
50 ml Apfelsaft (oder für Erwachsene: süßer Weißwein)
20 g Zucker
3 Blatt Gelatine ( oder 4 g gemahlene)
225 g Sahnequark
40 g flüssiger Honig
150 ml Sahne

1 Dose Pfirsiche
1/4 Tonkabohne, gerieben (oder etwas gemahlene Vanille)
geraspelte weiße Schokolade

Zuerst die Pfirsiche gut abtropfen lassen und klein würfeln. Tonkabohne oder Vanille untermischen und auf 6 Schälchen verteilen.

Gelatine einweichen. In der Zwischenzeit die Eigelbe, den Apfelsaft und den Zucker in eine hitzefeste Schüssel geben und 5 bis 6 min lang über einem kochenden Wasserbad mit dem Handrührgerät schaumig schlagen (so lange , bis die Hitze "im Finger sticht").
Quark in eine Schüssel geben.
Das Wasserbad ausleeren und in dem Topf den Honig erhitzen, vom Herd nehmen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Unter den Quark ziehen, dann den Ei-Apfelschaum unterheben.
Die Sahne steif schlagen und ebenfalls unterheben. Auf den Pfirsichen verteilen.
Mindestens 4 h im Kühlschrank fest werden lassen und kurz vor dem Servieren mit der geraspelten Schokolade betreuen.

Lasst´s Euch schmecken!


Pina-Colada-Sorbet

Es gibt endlich mal wieder Eis. Und weil wir ja alle den Sommer herbeisehnen (und er heute ja endlich auch mal zu spüren ist) gibt es eine richtige leckere Sommercocktailsorte. 
Pina Colada ist so ziemlich der einzigste Cocktail, den ich wirklich gern mag (nein ich bin nicht vom Mars oder so, sondern nur kein großer Alkoholfan).
Ich habe mich grob an das Rezept von David Lebovitz aus seinem Buch " The perfect scoop" gehalten. Allerdings mit ein paar Änderungen und Tipps, die ich inzwischen gelernt habe, um das Mundgefühl und die Textur des Sorbets noch "glatter" zu  machen. Zuerst habe ich einmal von Dirk den Tip geklaut, die Ananas bei milder Hitze zu dünsten, anders als er allerdings auch schon vor dem Pürieren (so macht der Pürierstab ein bißchen besser mit). Deshalb hatte ich auch weniger als den im Rezept angegeben ganzen Liter Püree. Trotzdem habe ich die gleiche Menge an Kokosmilch genommen wie im Originalrezept, die Zuckermenge allerdings um 50 g reduziert.
Zusätzlich habe ich noch einen Hauch Guarkernmehl zugefügt, um eine bessere Wasserbindung zu erreichen, man kann es aber auch ersatzlos weglassen.
Bitte in die Sorbetmasse nicht mehr Rum reinkippen, sonst gefriert das Eis nicht mehr richtig. Wer mehr Alkohol mag sollte den Rum lieber zum Servieren darübergeben.

Pina-Colada-Sorbet

1 Ananas, geschält, den Strunk entfernt und gewürfelt
250 ml Kokosmilch
1 TL Zitronensaft
150 g Zucker
optional: 2 g Guarkernmehl
optional: 1 EL brauner Rum 

Die Ananas bei milder Hitze dünsten, bis sie etwas weicher geworden ist. Mit dem Stabmixer pürieren und weiter sanft erhitzen, bis ein eher dickflüssiges Püree entsteht (bei mir waren es ca. 550 ml). Von der Hitzequelle entfernen. Kokosmilch, Zitronensaft und soweit gewünscht den Rum unterrühren.

Zucker und Guarkernmehl gut mischen und ebenfalls unterrühren. Das Püree dickt jetzt merklich an.
Komplett abkühlen lassen, am besten im Kühlschrank.
In der Eismaschine nach Gebrauchsanweisung gefrieren.

Ergibt ungefähr 900 ml.
Vor dem Servieren ggf. etwas antauen lassen. 


Marmorierte Schoko-Tonka-Waffeln

Diese Woche hatten wir richtige Luxuswaffeln auf dem Tisch. Statt Vanille wurde Tonkabohne verwendet, statt Milch im Teig Sahne und zur Abwechslung zu normalen "einfarbigen" Waffeln haben wir uns an einer schönen schokoladigen Marmorierung versucht.
Aber ehrlich gesagt ... unser normales Standardrezept (daß sicher auch noch mal verblogt wird) ist mir irgendwie lieber. Nicht daß diese hier schlecht schmecken, sie waren eigentlich ziemlich gut (aber vielleicht werde ich auf meine alten Tage doch ein eingefahrenes Gewohnheitstier).




Marmorierte Schoko-Tonka-Waffeln


4 Eier, getrennt
75 g Zucker
50 g Butter, zerlassen
1 Prise Salz
1/4 Tonkabohne, gerieben
150 g Mehl
1 TL Backpulver
175 g Sahne
20 g Kakaopulver
2 EL Milch

Eiweiße und Salz steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. 
Mehl in eine Schüssel sieben, Backpulver untermischen- Eigelbe, Sahne, Tonkabohne und die verflüssigte Butter unterrühren.
Den Teig halbieren. Unter eine Hälfte Kakaopulver und MIlch rühren.
Zu jeder Teighälfte jeweils die Hälfte des Eischnees geben und vorsichtig unterheben.

Waffeleisen aufheizen und ggf. etwas einölen. Je ca. 2 Löffel hellen und dunklen Teig reingeben, mit einem Messer kurz vermischen und die Waffeln goldbraun ausbacken. 
Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Ergibt ca. 6 Waffeln




Crumpets

Crumpets sind eine Art dicke Hefeteigtaler, die in der Pfanne ausgebacken werden, normalerweise in speziellen Ringen. Vor dem Verzehr lässt man sie normalerweise abkühlen und toastet sie dann wieder auf. Bei uns als eine Art Pfannkuchen ohne Ringe. Wir haben sie auch direkt warm aus der Pfanne gegessen, zusammen mit Apfelmus und Sahne. Und sie waren echt gut. Einen Dank an Herrn Dan Lepard, bei dem ich das Rezept gefunden habe.

Crumpets

125 g Mehl (Type 1050)
15 g Zucker
7 g Frischhefe
3 g Salz
50 g Wasser, lauwarm
100 g Milch, lauwarm
5 g Natron

Mehl, Zucker, Heffe, Salz, Wasser und Milch in einer Schüssel zu einem dickflüssigen Teig verrühren. 45 min ruhen lassen.
Eine Pfanne erhitzen und etwas Butter darin schmelzen.
Das Natron in ca. 1 TL heißem Wasser einrühren und schnell unter den Hefeteig rühren.
Je nach Größe der Pfanne mit einem Schöpflöffel ca. 4 Portionen Teig, der zu Kreisen von 8 bis 10 cm Grße verstrichen wird, in die heiße Pfanne geben. Dunkelbraun Braten, bis die Oberfläche viele kleine Krater hat und der Teig fast fest ist. Wenden und auf dieser Seite hellbraun braten. 
Abkühlen lassen oder direkt essen (im Original mit Butter und Marmelade)

Ergibt ungefähr 10-15 Crumpets

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt


Ein Geburtstagsrezept für Frau Bushcooks Kitchen

Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum zweiten Bloggeburtstag Bushcooks-kitchen. Und weil es eine große Geburtstagsparty für alle, die Lust haben gibt, bringen wir ein bißchen (wie könnte es anders sein) was Süßes mit.

Es gibt eine leckere Erdbeermousse mit den restlichen tiefgekühlten und pürierten Überbleibseln aus der letztjährigen Erdbeerschwemme.

Da ich als mehr oder weniger fleissige Blogmitleserin (aber nicht Kommentiererin- blödes Wort) von ihrer Kochbuchsammelleidenschaft weiß, habe ich mir ein Rezept aus einem schönen Buch ausgesucht.
Im Original ist es ein Himbeermousse von Michel Roux aus dem Buch "Süßes". Aus dem Buch habe ich leider noch nicht so viel ausprobiert, deshalb war es jetzt endlich mal an der Zeit, es wieder hervorzuholen (und zu gucken, ob Valentinas Kochbuch mit seiner sehr guten Bewertung recht hat). Und sie haben recht! Ein so leckeres, luftig-leichtes und doch cremiges Fruchtmousse habe ich noch nie gegessen.
Das schöne daran ist auch die Varriierbarkeit des Rezepts. Im Original ist es mit Himbeeren, es funktioniert wohl aber mit fast allen Obstsorten (Kirschen, Heidelbeeren, schwarzen Johannisbeeren, ...)  

Eigentlich, so die Mengenangabe, soll das Rezept für min. 8 Personen ausreichen (da 1 1/2 fache Menge, ich hab die Menge an das, was wir da haben angepasst). Bei uns wurde es durch 2 sehr gierige Kinder und einer Mama, die fast nichts abbekommen hat, niedergemacht.


Erdbeermousse

für den Baiser:
2 Eiweiß
120 g Zucker
30 ml Wasser

Mousse:
ca. 4 g Gelatine
375 g Erdbeerpüree
Baiser von oben
150 ml Sahne
2 EL Himbeergeist (optional)

Zuerst den Baiser herstellen. Dazu Wasser und Zucker in einem Topf mischen. Aufkochen lassen und bis 121°C erhitzen (mit dem Zuckerthermometer kontrollieren). Das dauert seine Zeit, deshalb in der Zwischenzeit die Eiweisse steif schlagen. Beim Erreichen von 121°C den Zuckersirup sofort unter Weiterschlagen zu den Eiweissen geben und bei kleinster Stufe ca. 15 min weiterrühren, bis die Masse erkaltet ist.

Dann gehts an die Mousse. Gelatine in Wasser (oder dem Himbeergeist ) einweichen.
Mit einem Schneebesen das Baiser unter die Erdbeeren heben. Sahne steif schlagen und auch unterheben. Gelatine bei milder Hitze auflösen. Zum Temperaturangleich etwas von der Mousse einrühren, dann die Gelatinemischung zügig aber vorsichtig unterheben.
In Portionsgläser o.ä. füllen, mind. 4 h Kaltstellen und nach Wunsch dekorieren (z. B. mit gehackten Pistazien).

Heute ein Geburtstagsgrüßle aus meiner süssen Werkstatt und guten Appetit,
Barbara