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Aus 1 mach 2: Himbeer- und Mirabellenmuffins

Auch auf die Gefahr hin, das es hier etwas langweilig wird: Schon wieder Muffins. 
Aber ich bin immer noch am Testbacken aus dem "Süße Liebe"- Buch von Asa Swanberg. Dieses Mal sollten es die Sommermuffins werden. 

Da bei uns die Himbeerzeit leider auch schon wieder so gut wie vorbei ist, kam es uns gerade recht, daß der Nachbar uns beim Naschen an seinen Brombeersträuchern "erwischte" (wir dürfen das, seine Kinder mögen die nämlich nicht - und meine kommen nicht ohne lila Zunge daran vorbei). Er gab uns nämlich gleich noch die Erlaubnis, auch noch seinen Mirabellenbaum zu plündern.


Falls jemand Mirabellen nicht kennt: sie sind botanisch und auch deutlich merkbar geschmacklich Verwandte der Pflaume, nur mit zarterer Haut, ziemlich saftig und auch etwas säuerlicher - und sehr viel kleiner. Frisch zu kaufen gibt es sie kaum, da sie nicht besonders haltbar sind und schnell verderben, vor allem an Stellen, an denen die Haut beschädigt ist.



So kam nur in eine Hälfte der Muffins Himbeeren, in die andere wurden gewürfelte Mirabellen gesteckt (und noch ein großer Beutel eingefroren, von dem ich noch nicht weiß, was daraus werden soll - und der mir wahrscheinlich nächstes Jahr im August wieder einfällt, wenn es wieder frische gibt). 

Um die Muffins mit Mirabellen noch etwas aufzupeppen, habe ich die Streusel noch mit etwas gemahlenem Ingwer vermischt, was, wie ich fand, eine ziemlich gute Idee war und geschmacklich sehr gut zusammengepasst hat. 

Der Teig selbst ähnelt in der Zubereitung einem Biskuit, dem noch geschmolzene Butter und Milch zugefügt werden. Nur mit den Streuseln hatt ich so meine Probleme. Ich konnte nicht wie im Rezept angegeben "ein paar Streusel auf jeden Muffin geben", dazu ware die Menge viel zu groß. Deshal gab es richtige Streuselhäufchen.

Die Backzeit von nur 15 Minuten ist mir etwas zu knapp, ich habe sie lieber 5 Minten länger drin gelassen und fand sie dann genau richtig.

Ich könnte mich jetzt nicht direkt entscheiden, welche Variante die bessere ist. Deshalb hilft nur: Nachbacken und mir Eure Meinung dazu schreiben!


Streuselmuffins mit Himbeere oder Mirabelle

Biskuit:
100 g Butter
200 ml Milch 
abgeriebene Schale einer Zitrone, unbehandelt
2 Eier
125 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
250 g Mehl
2 TL Backpulver

wenn beide Varianten gebacken werden sollen:
60 g Himbeeren und 70 g Mirabellen (entsteint gewogen, dann fein gewürfelt)

wenn nur eine Variante gebacken werden soll: die betreffende Fruchtmenge verdoppeln

Streusel:
80 g Haferflocken
60 g Mehl
85 g Zucker
75 g Butter (laut Originalrezept kalt, geht aber auch mit weicher)
für die Variante mit den Mirabellen: 1/2 TL gemahlener Ingwer (getrocknet)


Zuerst den Ofen auf 200°C vorheizen und das Muffinblech vorbereiten, indem die 12 Vertiefungen mit Papierförmchen ausgelegt werden.

Dann Butter in einem kleinen Topf schmelzen, von der Herdplatte ziehen und die Milch sowie die Zitronenschale zugeben.
Eier, Zucker und Vanillezucker zu einem sehr hellen Schaum aufschlagen. Mehl mit Salz und Backpulver mischen, dann zuerst die Milchmischung unterrühren und anschliessend die Mehlmischung unterheben.
Den Teig auf die 12 Förmchen verteilen. 

Die Zutaten für die Streusel in die Schüssel geben und zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Die Hälfte abnehmen und unter die verbliebene Hälfte den Ingwer einkneten.

Die Früchte gleichmäßig auf dem Teig verteilen, anschliessend den Streuselteig darüber krümeln.

Auf der mittleren Schiene ca. 20 min backen. Zum Abkühlen aus der Muffinform nehmen. 
Und dann aufpassen, dass man nicht sofort alle verspeist.




Hortensiencupcakes mit Him- und Brombeeren

Zur Zeit gibt es in Nachbars Garten sehr viele Brombeeren, die von seinen 7 Kindern aber allesamt verschmäht werden. Deshalb macht es ihm nichts aus, wenn wir ab und zu (so ungefähr auf jedem Gang von und zum Kindergarten...) welche naschen oder auch mal ein paar mehr mitnehmen.

Außerdem steht noch Zorras 9. Bloggeburtstag mit dem Event von Braun an. Deshalb zuerst einmal: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

9 jahre kochtopf Blog-Event - Smart Speed Kitchen (Einsendeschluss 15.9.2013)  

Anfang des Jahres habe ich bei Luna ein Exemplar des Kochbuches vom letzten Jahr gewonnen. Jetzt wollte ich mir nicht die Chance entgehen lassen, eventuell selbst ein Rezept beisteuern zu können.

Deshalb fing ich mal mit Überlegen an:
  • auf einem süßen Blog kann es ja eigentlich nur Geburtstagskuchen geben
  • es soll hübsch aussehen, aber noch viel besser schmecken (und nicht unbedingt eine große Zuckerblumen- oder Sonstwas-Deko drauf, aber schön bunt, allerdings ohne künstliche Farbe)
  • aber Blumen zum Geburtstag sind doch auch immer schön...
  • dabei muss was püriert werden, oder wenigstens das Zubehör eines Pürierstabs benutzt werden
  • ich will was fruchtiges machen, das lässt sich so gut kleinmatschen
Die Entscheidung zum Backen war also schnell gefallen, aber dann... auf einmal fiel mir nichts mehr ein von den Rezepten, die ich mir irgendwo mal gemerkt hatte zum Nachmachen, bei denen auch der Pürierstab zum Einsatz kam - ich hatte irgendwie immer Käsekuchen im Kopf.
Und dann war es auf einmal ganz einfach. Als ich mal wieder mit 2 brombeerverschmierten, lilamündigen Kindern im Kindergarten ankam hatte ich endlich die vielleicht richtige Idee (aber Käsekuchen ist nur aufgehoben, das wird mein zweiter Beitrag zum Event). 

Entfernt erinnerte ich mich daran, mal Cupcakes mit gespritzten Hortensien im Netz gesehen zu haben, aber mit irgendeinem ziemlich süßen Frosting (in blau-lila eingefärbt) drauf. Gefunden habe ich sie nicht mehr, also habe ich mal in Eigenregie nachgebastelt.

Brombeeren färben ziemlich stark lila, da hatte ich schon mal eine Farbe. Spontan fiel mir nichts natürlich wachsendes ein, das noch eine schöne blaue Farbe gibt, deshalb bin ich vom Farbschema etwas abgewichen und habe Himbeeren für eine rosa Farbe benutzt.

Und dann wollte ich eine leichte Creme, nichts mit 100 000 Kalorien oder wo man schon vom ansehen Bauchspeck ansetzt, schließlich sollen bei Zorra ja noch die ganzen anderen Leckereien der anderen Blogger reinpassen.

Das ist jetzt mein Ergebnis:


Hortensien-Cupcakes mit Himbeer-und Brombeer-Sahne-Mousse (und noch Beeren innen drin)

Die Creme lässt sich leider nicht mit ganz so definierten Rändern spritzen, wie ein richtiges amerikanisches Frosting, deshalb habe ich zum Andeuten der Blütenmitten noch Zuckerperlen reingesetzt. Die Marmorierung der Blüten bekommt man durch teelöffelweises Einschichten der beiden Cremes in den Spritzbeutel. 
Man braucht eine relativ große geschlossene Sterntülle, ich habe diese benutzt:




So, nochmal ein Bild aus einer etwas anderen Perspektive und dann schnell noch mal das Rezept:

Wem das ganze Blütengedöns zu aufwendig ist, der spritzt einfach einen großzügigen Swirl drauf.


Hortensiencupcakes

Teig:
150 g Butter, weich
150 g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp Vanille, gemahlen
3 Eier
150 g Mehl (Type 405)
1 1/2 TL Backpulver

jeweils 50 g Brombeeren und Himbeeren

Fruchtmousses:

150 g Himbeeren
150 g Brombeeren
2 x 75 g Gelierzucker 2:1
200 g Sahne

Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen, eine Muffinform mit 12 Papierförmchen auslegen

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl und Backpulver und mischen und vorsichtig unterheben.
Den Teig in die 12 Förmchen geben und die Beeren darauf verteilen. 
Ca. 15 Minuten backen, dann herausnehmen und aus der Form nehmen und komplett auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Fruchtmousses zubereiten. 
Dafür werden zuerst die Brombeeren mit dem Gelierzucker in einem kleinen Topf erhitzt. Nach 3 bis 4 Minuten Köcheln das Ganze pürieren und möglichst schnell und vollständig durch ein Sieb in eine kleine Schüssel streichen (bevor alles geliert), um die Kerne zu entfernen. Zum Abkühlen beiseite stellen.
Die Prozedur mit den Himbeeren wiederholen.
Solange die Fruchtpürees abkühlen die Sahne steif schlagen und jeweils 100 g unter das Brombeer- und Himbeerpüree heben.

Einen Spritzbeutel mit großer geschlossener Sterntülle (dadurch bleiben bei den Blüten die Mitten etwas frei) versehen. Die Cremes abwechselnd so mit einem Teelöffel einfüllen, dass möglichst von beiden immer etwas auf einer Ebene ist (also schon durcheinander, aber eben jeweils 1 TL Brombeer neben einem Löffel Himbeer, damit gibt es dann "marmorierte" Blüten. 
Auf jedes Cupcake zuerst einen äußeren Kreis Blüten aufspritzen (dabei nicht zu stark drücken, sonst sieht das ganze nicht mehr nach Blüten aus), dann die Mitte wild mit Blütentupfern füllen.
Zum Schluss kann man noch die Blütenmitten mit farblich passenden Zuckerperlen andeuten, muss aber nicht (dadurch schmecken sie nicht besser, ist nur Kosmetik)





Holunderblütenposset mit Keksbröseln und Himbeeren

Um wenigstens ein paar der Kalorien, die sich hier auf meinem Blog breit machen (und langsam auch auf meiner Hüfte), loszuwerden gehe ich einmal in der Woche sporteln. Vor den Sommerferien findet traditionell das Abschlußgrillen statt. Auch hier bringt jeder einen Salat oder ähnliches mit, die Geburtstagskinder seit dem letzten Fest (wir haben auch einen Saisonauftakt, eine Weihnachtsfeier,...) normalerweise Sekt. Ich bin immer noch kein großer Salatkünstler (was will man auch von jemanden erwarten, der mit 30 das erste Mal Salat gegessen hat), Geburtstag hatte ich auch, also habe ich statt Sekt und Salat einen Nachtisch mitgebracht.

Zur Zeit habe ich leider nicht soviel Zeit für den Blog. Mein Hausherr hat Urlaub, genauso wie die Zwerge. Vielleicht hat der eine oder andere schon mitbekommen, daß wir gerade bauen. Deshalb werkeln wir gerade sehr viel an der neuen Küche statt in der alten. Aber so bekomme ich meinen Rezeptestau auch ein bißchen in den Griff ;.)
 

Bei einem Posset handelt es sich um Sahne, die mit Zucker und viel Zitronensaft aufgekocht wird. Beim Abkühlen sollte sich das ganze dann verfestigen. In den Sektgläsern hat es das auch getan, da ich aber nicht so viele hatte und auch noch zwei Schüsseln voll machte, habe ich, warum auch immer, in den Schüsseln eher eine Zitronensauce fabriziert. Um noch eine andere Geschmackkomponente rein zu bekommen, wird noch Holunderblütensirup verwendet.
Als Einlage kamen Cantuccinibrösel rein (die saugen sich komplett voll und sind dann weich) sowie frische Beeren (diese beiden Teile sind von Nicole Stich geklaut). 

Ich habe das Rezept wieder auf 4 Personen runtergerechnet, ich denke, auch wenn die Creme sehr lecker ist, wird doch niemand die Menge für 20 Personen schaffen.


Fruchtiges Holunderblütenposset mit Cantuccini

350 ml Sahne
75 ml Zitronensaft (ca. 2 1/2 Zitronen)
75 g Zucker
20 g Butter
50 ml Holunderblütensirup

ca. 150 g frische Beeren, bei mir eine Mischung aus Jostas, Himbeeren und Johannisbeeren, verlesen, gewaschen und trocken getupft

ca. 100 g Cantuccini, grob gehackt

Sahne, Zucker und Butter in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und das Ganze kocht. Hitze etwas reduzieren und den Zitronensaft unterrühren. Wieder zum Kochen bringen und ungefähr 5 Minuten blubbern lassen, dann von der Hitzequelle nehmen und den Sirup unterrühren. Ungefähr 15 Minuten abkühlenlassen.

In der Zwischenzeit die Beeren und Keksbrösel auf 4 Gläser verteilen.

Zum Schluss die Holundersahne durch ein Sieb auf die Beerenmischung gießen und die Gläser mindestens 3 h, besser länger, im Kühlschrank fest werden lassen.

Nach Wunsch noch mit noch mehr frischen Beeren dekorieren.
Am besten eiskalt genießen, sonst verflüssigt sich das ganze wieder etwas. 



Himbeer-Mandel-Biskuits

Noch ein Eiweißverwertungsrezept nach Schäumle und Katzenzungen .

Solch kleine Küchlein schwirren schon länger durch die Blogs. Manchmal heißen sie Financiers, manchmal Friands und manchmal wie hier einfach nur Biskuits. 
Diese Version hier ist von Michel Roux aus seinem Buch "Süßes: 150 Törtchen und Desserts". Im Vergleich zu manchen anderen Rezepten wird hier die Butter nicht nur geschmolzen sondern leicht gebräunt. Dadurch entsteht im Endgebäck ein etwas komplexeres, nussigeres Aroma.


Das Rezept ist wirklich sehr schnell zusammengerührt. Leider hatte ich nicht die Originalförmchen (oval, 3x5cm und 2 cm tief). Deshalb habe ich sie in einer Silikonform für 12 Superminitartelettes gebacken und den Rest in einer Herzform für Muffins (eben nur den Boden ca. 1,5 cm hoch befüllt)


Himbeermandel-Biskuits

65 g Butter
40 g Mehl
1/4 TL Backpulver
120 g Puderzucker, gesiebt (evtl. etwas mehr zum Bestäuben)
45 g gemahlene Mandeln
1 Prise gemahlene Vanille
4 Eiweiß
ca. 50 g Himbeeren

Zuerst die Butter in einem kleinen Topf vorsichtig erwärmen, bis sie zu blubbern beginnt. Die Temperatur halten. Die festen Bestandteile setzen sich am Boden ab und beginnen zu bräunen. Nicht zu dunkel werden lassen. Vom Herd ziehen.

Mehl mit Backpulver, Puderzucker und Mandeln mischen.
Die Eiweisse in eine Schüssel geben und die Mehlmischung gut unterrühren (mit einem Holzlöffel). Butter zugeben und ebenfalls rühren.
Den Teig 5 bis 10 min ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 170°C vorheizen und die Backfomen gut ausfetten (Bei mir 6 Herzen und 12 Minitartelettes, es geht auch eine Minimuffinform).
Teig auf die Förmchen verteilen (nicht zu hoch, nur ca. 1.5 cm). In jedes Minitartelette eine Himbeere drücken, in die größeren Förmchen 3 bis 4.
10 bis 12 min backen, kurz in der Form abkühlen lassen, dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter legen.

Vor dem Servieren evtl. mit Puderzucker bestäuben.


Backen auf Australisch - Jammy Lamingtons

Kuchen war sowieso aus und zu Zorras Blogevent-Jubiläum "Down Under" darf natürlich auch was Süßes nicht fehlen. 
Pavlovas kennt wahrscheinlich inzwischen fast jeder, deshalb wollte ich das nicht machen. Zum Glück habe ich ein Backbuch von Dan Lepard im Schrank stehen (ist ja auch ein Exil-Australier) und bin dort auch recht schnell fündig geworden.
Meine Nachbackliste für sein Buch "Short&Sweet" ist ungefähr einen Kilometer lang, aber dieses Gebäck stand nicht darauf. Ein Dank an Zorra, sonst hätten wir echt was verpasst.

Bei mir gibts Lamingtons, ein australisches Gebäck, das dort wohl zu bestimmten Tagen, den "Lamington Drives" von fleissigen Schulkindern für einen guten Zweck verkauft wird.


Eigentlich handelt es sich um Rührkuchenwürfel, von einem speziellen Guss umhüllt und damit die Finger nicht ganz so klebrig werden in Kokosraspeln gewälzt. Damit die Schweinerei aber noch größer wird (vor allem wenn Kinder mitbacken und -essen) ist das ganze noch mit Marmelade gefüllt (das kann aber auch weggelassen werden, dann sind sie halt nicht "jammy").
Der Guss erscheint am Anfang sehr flüssig, eher wie ein Sirup zum Tränken, also wirklich komplett abkühlen lassen, dann wird er etwas fester. Das Eintauchen geht am besten in einem hohen Gefäß mit einer langzinkigen Gabel ( ich habe eine Fleischgabel benutzt).
Anders als Dan Lepard habe ich den Kuchen allerdings in einem 20x20 cm großen Backrahmen gebacken und in kleiner Würfel (20 Stück) geschnitten, die aber für meinen Geschmack immer noch groß genug waren.
Die angegeben Marmeladenmenge reicht für die ganze Portion an Lamingtons, ich habe allerdings nur die Hälfte gefüllt und die ungefüllten waren mir ehrlich gesagt fast lieber.

Die Kinder haben schon Nachschub bestellt, allerdings dann mit Apfelgelee oder Nutella drin.


Jammy Lamingtons

Teig:
2 Eier, getrennt
150 g Zucker
75 g weiche Butter
1/2 TL gemahlene Vanille
200 g Mehl, Type 405
2 1/2 EL Maisstärke
2 TL Backpulver
150 ml Milch 

Füllung:
125 g Himbeermarmelade

Überzug:
4 EL Kakaopulver
125 g Puderzucker
125 g kochendes Wasser
25 g dunkle Schokolade, gehackt
100 g Kokosraspeln

Backofen auf 180° C vorheizen. Rechteckigen Backrahmen mit 17 cm Kantenlänge vorbereiten (einen größeren notfalls mit Alufolienstreifen verkleinern).

Die beiden Eiweiße mit 50 g des Zuckers zu steif schlagen.
In einer anderen Schüssel die Eigelbe, den restlichen Zucker, Butter und Vanille schaumig aufschlagen (dauert ca. 3 min).
Mehl, Maisstärke und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eigelbmischung rühren.
Zum Schluß das steife Eiklar unterheben.
In die Backform geben und 35 min backen.

In der Zwischenzeit den Überzug vorbereiten. Dazu Kakao und Puderzucker mischen, mit dem kochenden Wasser verrühren und die gehackte Schokolade in die heiße Mischung geben. Abkühlen lassen.

Den gebackenen Kuchen abkühlen lassen, Form entfernen und den Kuchen in 6 bis 8 Würfel schneiden.
Diese nocheinmal quer halbieren, die Marmelade aufstreichen und wieder zusammensetzen.
Vorsichtig in den Schokoguss tauchen und danach in den Kokosflocken wälzen. Immer wieder die Finger abschlecken (oder waschen), denn sie sehen auch bald aus wie Lamingtons.

Lassts Euch schmecken!


Schoko-Kuchen mit Himbeerbuttercreme

Mal wieder eine klassische Creme"torte" in Form eines kleinen Kastenkuchens, da ich die im Rezept angegebene Kranzform mit 18 cm Durchmesser nicht hatte.
Auch sonst hat nicht alles so gut geklappt.
Leider lies sich die einer anderen Backaktion übrig gebliebene Konditorcreme anders als versprochen nicht wirklich gut einfrieren (war eh schon vorher skeptisch, aber hätte ja klappen können) und blieb nach dem Auftauen trotz Passieren leicht grieselig. Vielleicht lag es daran oder auch nicht, jedenfalls ist dann auch noch die Buttercreme geronnen und alle Hausfrauentipps, um sie wieder glatt zu bekommen, halfen nichts. Dann kam sie eben so auf dem Kuchen, man wird ja nicht davon krank und schmeckt deshalb auch nicht besonders eklig.

Das Rezept ist von Johann Lafer (den ich so eigentlich gar nicht mag), aber man muß ja auch mal gucken, ob er den auch backen kann.
Leider habe ich ihm in Bezug auf die Konditorcreme geglaubt und bei der letzten Herstellung den Rest, der zuviel war, eingefroren.
Jetzt bin ich schlauer.
Deshalb gebe ich das Grundrezept für die Konditorcreme auch auf eine kleinere Menge umgerechnet wieder. Bitte einfach die benötigten 250 g abwiegen und den Rest aufessen (ist ja eigentlich nichts groß anderes als Vanillepudding) oder für etwas anderes benutzen (Pudingstreuselteilchen,...).

Konditorcreme

1/2 TL gemahlene Vanille
200 ml Milch
2 Eigelb
30 g Zucker
20g Speisestärke

Vanille mit der Milch aufkochen, vom Herd nehmen und ca. 20 min durchziehen lassen. Inzwischen die Eigelbe mit dem Zucker dickschaumig aufschlagen, dann die Speisestärke unterrühren und am Schluß die durchgezogene Vanillemilch, sofort durchrühren.
Die Mischung zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. So lange erhitzen, bis die Konsistenz puddingartig ist.
Zum Abkühlen in eine Schüssel geben und mit einer Folie zudecken (direkt auf der Creme), damit sich keine Haut bildet. Immer wieder durchrühren.
Die Creme ist im Kühlschrank 4 bis 5 Tage haltbar.

Schokokuchen

150 g weiche Butter
75 g Zucker
4 Eier
50g Zartbitterschoko, geraspelt
170 g Mehl
2 EL Kakaopulver
2TL Backpulver

Backofen auf 180 °C vorheizen.
Kranzform mit 18 cm Durchmesser oder kleine Kastenform mit 19 cm Länge fetten und ausmelieren.
Butter und Zucker hellschaumig schlagen. Die Eier einzeln gut unterrühren.
Mehl, Schokoraspek, Back- und Kakaopulver mischen und vorsichtig unterheben.
In der gewählten Form backen:
Kranzform ca. 40 min
Kastenform ca. 55 min
Nach dem Backen auf ein Kuchengitter stürzen und kompett auskühlen lassen.
Inzwischen die Creme zubereiten:

Himbeerbuttercreme

200 g Himbeeren (TK oder frisch)
70 g Gelierzucker 3:1
200 g weiche Butter
250 g Konditorcreme, zimmerwarm
100 g Creme Fraiche

Die Himbeeren mit dem Gelierzucker in einem Topf erhitzen und 3 bis 4 min kochen lassen. Durch ein feines Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Ich nehme immer die Flotte Lotte mit der kleinsten Lochscheibe (1 mm) -das spart viel Nerven und Zeit, außerdem ist die Ausbeute sehr viel höher-.
Abkühlen lassen.
Butter schaumig rühren. Zuerst die Konditorcreme unter Weiterschlagen esslöffelweise zugeben, dann das Himbeerpüree und zum Schluß die Creme Fraiche.

Den Kuchen 2 mal quer durchschneiden. Auf die unterste Lage etwas Buttercreme aufstreichen, falls die Creme ziemlich weich ist, für 10 min in den Kühlschrank, dann den nächsten Boden drauf und die Schritte wiederholen, bis alles fertig aufeinander gestapelt ist.
Mit der restlichen Buttercreme einstreichen/dekorieren.
Mit weiteren 50 g geraspelter Zartbitterschokolade bestreuen.
Vor dem Servieren ca. 1 h im Kühlschrank kalt stellen (auch zum Aufbewahren dort rein stellen).

Lassts euch schmecken

Chocolate Custard Muffins mit Himbeeren aufgepeppt

Und schon wieder ist ein Rezept von Dan Lepard am Start, dieses Mal aus seinem Buch "Short & Sweet". 
Diesesmal verspricht er uns den "einfach besten Schokoladenmuffin, den wir je essen werden".
Getestet und für gut befunden haben wir das Rezept bereits vor längerer Zeit. Der Muffin schmeckt, wenn er nicht zu lange im Ofen ist, wie gebackenes Mousse au chocolat.
Aber es heißt ja nicht, daß was gut ist nicht doch noch verbessert werden kann :-)

Und so kommt schon wieder eine Prise Tonkabohne zum Einsatz (diesesmal zusammen mit Vanille, wer keine hat/mag, nimmt einfach mehr Vanille). Und um das ganze noch etwas fruchtig zu machen, gibt es gefrorene Himbeeren in den Teig. Schokolade und Himbeeren werden ja schließlich sehr oft mit leckeren Ergebnissen in Tartes und Torten kombiniert.

Die Zubereitungsart weicht total von mir bisher bekannten Muffinteigen ab - sie findet komplett im Kochtopf statt (wenn man zu Beginn einen genügend großen nimmt).
Zuerst wird ein Pudding gekocht, in den nur die Zutaten nacheinander gerührt werden - aber lest selbst.

Ich hab leider kein Bild vom Innenleben gemacht, dafür saß die Ballerina letztens auf einem dieser Muffins

Chocolate Custard Muffins mit Himbeeren

für den Pudding:
50 g Speisestärke (vorzugsweise aus Mais) 
3 EL Kakao
100 g brauner Zucker
225 ml kaltes Wasser

restliche Zutaten:
75 g Butter, gewürfelt
125 g dunkle Schokolade (70% Kakao), gehackt
75 ml Sonnenblumenöl
1/2 TL gemahlene Vanille ( oder 1/4 Tonkabohne und 1/4 TL Vanille)
2 Eier
125 g Zucker
125 g Mehl
2 1/2 TL Backpulver

optional: 2 Handvoll TK-Himbeeren

Ofen auf 180°C vorheizen.
Zuerst aus den genannten Zutaten einen Pudding zubereiten. Dazu alles in einen Topf geben und beio mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen, bis die Masse stark eindickt.

Butter und Schokolade zugeben und Rühren, bis alles geschmolzen und eingearbeitet ist.
Sonnenblumenöl, Vanille/Tonka und 1 Ei unterrühren. Zucker und das restliche Ei zugeben und weiterrühren, bis die Masse einheitlich glänzt. Zum Schluss das Mehl mit dem untergemischten Backpulver auf die Masse sieben und vollständig einarbeiten.
Wenn gewünscht (sehr zu empfehlen!) die Himbeeren unterrühren.
In ein mit Papierförmchen ausgelegtes Muffinsblech geben ( ohne Himbeeren gibts 12 Stück, mit 14) und für 25 min backen.

Schmeckt auch gut als Cupcake verkleidet mit etwas Meringue-Buttercreme ( wem sie noch nicht süß genug sind).