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Schoko- und Karamellmoussetorte

Das war die Geburtstagstorte für meinen Mann. Grundlage waren die Schoko-Karamellmoussetörtchen aus dem Buch "Süsse Liebe" von Asa Swanberg.
Letztendlich übriggeblieben vom Rezept ist nur der Brownieboden und die Karamellmousse, da sie für die Schokomousse rohe Eier verwendet, was ich nicht wollte. Zusätzlich habe ich noch eine Schicht Schokobiskuit eingebaut, sonst wäre es zu viel Creme geworden.
Als Schokomousse habe ich mein Lieblingsrezept für Mousse au chocolat genommen, das komplett auf Eier verzichtet und davon die Hälfte gemacht. Eigentlich würde es einen Extrapost verdienen, so gerne mögen wir es, aber das kommt vielleicht irgendwann noch.

Auch die Form habe ich geändert, statt einzelner runder Törtchen, gab es eine große rechteckige Torte. So gab es unten eine Schicht Brownie mit kräftig Zimt, gefolgt von sehr luftiger Mousse au chocolat und eine Schicht Schokoladenbiskuit, eine dünne Schicht Karamellmousse und oben drauf Tupfer aus Mousse au chocolat, Sahne und das ganze durch Toffeesauce verbunden.

Geschmeckt hat es sehr lecker, aber die Torte erfordert doch etwas Zeit, da viele einzelne Bestandteile zubereitet werden müssen. 
Von der Karamellmousse hätte ich gerne etwas mehr draufgehabt...

Schoko- und Karamellmoussetorte

Toffeesauce:
100 ml heller Sirup (Grafschafter)
85 g Zucker
100 g Sahne

Brownieboden:
100 g Butter
100 g Zucker
2 Eier
150 g Weizenmehl
2 EL Kakaopulver
1 EL Zimt
1 TL Vanillezucker

Schokoladenbiskuit:
2 Eier
4 EL heisses Wasser
100 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
90 g Mehl
10 g Kakaopulver
1/2 getr. TL Backpulver

Mousse au Chocolat:
145 g Schokolade mit 70% Kakao
2 g Gelatine (gemahlen)
125 ml Milch
250 g Sahne

Toffeemousse:
100 ml der Toffeesauce von oben
150 g Sahne
4 g Gelatine

Verzierung:
200 g Sahne
restliche Toffeesauce
etwas Mousse au chocolat, zu Nocken geformt
Schokoraspeln

Zuerst die Toffeesauce zubereiten. Dazu einfach alle Zutaten in einem Topf verrühren und zum Kochen bringen. Ungefähr 10 Minuten lang köcheln, dabei gelegentlich umrühren. Zum Abkühlen kalt stellen.

Dann ist der Brownieboden dran. Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Backrahmen mit ungefähr 20 x 24 cm Kantenlänge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stellen.
Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen. Zucker und Eier unterrühren. Die übrigen Zutaten mischen und auhch nur kurz einrühren. In den Backrahmen geben undauf der mittleren Schiene ungefähr 25 Minuten backen.
Leicht abkühlen lassen und aus dem Backrahmen lösen, der dann für den Biskuit gebraucht wird.

Für den Biskuit den eckigen Backrahmen wieder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blechstellen
Die Eier mit dem Wasser auf höchster Stufe hell schaumig aufschlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
Mehl, Kakao, Salz und Backpulver zusammen sieben unter die Eimasse heben, dann die Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20  min backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Wenn die Böden komplett abgekühlt sind kann mit der Zubereitung der Füllungen begonnen werden. 

Zuerst kommt die Mousse au chocolat.
Dazu wird die Gelatine in wenig kaltem Wasser eingeweicht
Schokolade fein hacken und auf dem Wasserbad schmelzen. In einem Topf die MIlch aufkochen lassen und von der Hitzequelle nehmen. Die Gelatine in der Milch auflösen.
Die Milch nacheinander in 3 Portionen zur geschmolzenen Schokolade gen. Dabei jede Portion gründlich mit einem Teigschaber unterrühren, bis sich wieder eine homogene Masse gebildet hat.
Sofort anschliessend die Sahne steif schlagen. Vor dem Unterheben der Sahne die Temperatur der Schokomasse prüfen. Sie sollte zwischen 40 und 45°C liegen, darüber schmilzt die Sahne und das Mousse wird nicht luftig, darunter lässt sie sich nur schwer einarbeiten. Sahne vorsichtig unterheben.

Jetzt beginnt der Zusammenbau.
Dazu den Brownieboden auf eine Servierplatte legen und wieder mit dem Backrahmen umschliessen. Mousse au chocolat einfüllen (einen kleine Rest für die Deko aufheben).
Die Biskuitplatte auflegen und vorsichtig andrücken.

Zum Schluß noch die Toffemousse herstellen.
Dazu ebenfalls die Gelatine in wenig Wasser nach Packungsanleitung einweichen. 
Sahne steif schlagen und beiseite stellen.
Die eingeweichte Gelatine in einem kleinen Topf auflösen. Toffeesauce in den Topf geben und gut verrühren. Darauf achten, daß keine Gelatineklümpchen mehr zu sehen sind. 
Die Temperatur beachten (am besten kurz messen), die Toffeesauce darf auch nicht über 45°C haben, wenn sie zur Sahne gegeben und vorsichtig untergehoben wird.
Toffeemousse als oberste Schicht in den Backrahmen geben und glatt streichen.

Am besten über Nacht, aber mindestens 12 h im Kühlschrank fest werden lassen.
Backrahmen entfernen. 200 g Sahne steif schlagen und damit den Rand einstreichen sowie kleine Tupfen aufspritzen. Mousse auchocolat in kleine Nocken aufsetzen. Restliche Toffeesauce leicht erwärmen und darüberträufeln.

Zum Schluß noch mit geraspelter Schokolade bestreuen.


Die fast ganz lilafarbene Einschulungstorte unserer Großen

darf hier natürlich auch nicht fehlen. Zum einen, weil eine wirklich leckere (aber eigentlich nicht fondantgeeignete) Füllung, zum anderen, weil ein Fondantaufleger drauf war, der ganz im Design des Schulranzens gehalten war.


Da meine Große noch alleine bei mir zu Hause war (die Kleine hatte schon Kindi), hat sie mir beim Basteln des Auflegers tatkräftig geholfen und viele der Blüten ausgestochen und angeklebt, den Fondant in den jeweiligen Farben gefärbt, fleissig weich geknetet und ab und zu auch noch fleissiger Fondant genascht. Die ganzen Blüteninnenteile (Kugeln usw.) hat sie ganz alleine gemacht.

Um den Kuchen habe ich mich dann gekümmert. Es handelte sich um einen ganz normalen Biskuitboden, der mit einer Art deutscher-Tiramisu-Verschnitt (Quark und Mascarpone) gefüllt wurde. Für die kräftig lilane Farbe habe ich Brombeeren genommen. Damit das ganze durch die Fondantauflage nicht zu süß wird, habe ich für die Füllung ein wenig am Zucker gespart. 
Die Füllung selbst ist schön fruchtig und cremig. Da ich keine störenden Kerne drin wollte, habe ich die Brombeeren kurz aufgekocht und dann durch die Flotte Lotte mit der kleinsten Lochscheibe passiert. Wer keine hat kann genauso gut die Brombeeren durch ein feines Sieb streichen (das dauert halt ein bißchen länger und gibt mehr Schweinerei).

Brombeer-Tiramisu-Torte

Biskuitboden:
3 Eier
6 EL heisses Wasser
150 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
100 g Mehl
50 g Speisestärke
1 gestr. TL Backpulver


Füllung:
500 g Brombeeren, gewaschen und verlesen
2 Päckchen gemahlene Gelatine
200 g Sahne
500 g Mascarpone
500 g Quark
150 g Zucker


Zuerst den Biskuitboden herstellen. Dazu den Ofen auf 180° C vorheizen. Für eine runde Torte eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Ich habe einen eckigen Backrahmen mit ca. 20 x 23 cm Kantenlänge genommen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gestellt.
Die Eier mit dem Wasser auf höchster Stufe hell schaumig aufschlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
Mehl, Speisestärke, Salz und Backpulver zusammen sieben unter die Eimasse heben, dann die Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20 bis 25  min backen. Aus dem Ofen nehmen und Abkühlen lassen.

Nach dem Abkühlen die Füllung zubereiten. Dazu die Brombeeren kurz aufkochen und durch ein Sieb passieren (oder die flotte Lotte).
Gelatine nach Packungsanweisung einweichen.
Quark, Mascarpone und Zucker glatt rühren und die Brombeeren untermischen.
Die Gelatine bei milder Hitze unter Rühren auflösen. 
4 EL der Quarkmasse unter die heisse Gelatine rühren, dann das ganze unter die restliche Quarkmasse heben.
Sahne steif schlagen und ebenfalls unterheben.

Den Backrahmen oder Tortenring auf eine Servierplatte legen. Den Biskuitboden einmal quer durchschneiden und die eine Hälfte ind den Rahmen legen. Mit der Hälfte der Creme bedecken, den anderen Boden auflegen und die restliche Creme einfüllen.
Zum Fest werden mindestens 6 h kalt stellen. Dann den Rahmen/Ring entfernen und noch nach Wunsch dekorieren.




Die Hochzeitstorte - das Früchteherz mit Joghurtcreme

Darauf habe ich mich schon länger gefreut: mein Großprojekt für diesen Sommer. Die Braut (Cousine meines Mannes) wünschte sich ein etwas größeres Früchteherz als Hochzeitstorte. "Nur" Früchte wollte ich aber wiederum nicht (ich finde, eine Hochzeitstorte darf schon etwas besonderes und auch ein bißchen aufwendiger sein), und so gab es darunter noch eine leichte Joghurtsahnecreme und weil ich es nicht lassen konnte, ein kleines Brautpaar aus Modellierfondant.




Gebraucht habe ich drei Bleche von meinem bewährten Biskuitrollenteig (mal ausnahmsweise keine Experimente), allerdings habe ich durch das Zurechtschneiden auch  einige Abschnitte zum Probieren gehabt (Die Platte war ca. 60x80 cm groß). Oben drauf verteilten sich jeweils 1,2 kg Sahne und Joghurt mit ein paar anderen Zutaten und ungefähr 4 kg frisches Obst in Form von Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Nektarinen, Weinbergpfirsichen, Trauben (und einer untergemogelten Dose Mandarinen) - insgesamt eher rot gehalten.

Ein bisschen Probleme mit dem Gelieren hatte ich in unserer Dachwohnung schon. Morgens um 6, als ich die Creme mit etwas mehr Gelatine anrührte, war es noch halbwegs kühl, vor allem, da ich 2 große Kühlakkus unter die Torte mit einem improvisierten Alufolientortenrand packte und alles wurde ziemlich schnell fest. 

Mein improvisierter Tortenrand:



Als ich dann das frische Obst holte und um 10 zurück war, hatte sich die Füllung schon etwas selbständig gemacht und einen, wenn auch kleinen, Weg auf den Tisch gefunden. So wurde sie kurzerhand mit allem gefrorenen, was meine Schwiegermutter und ich auftreiben konnten "umzingelt" und in den Keller verfrachtet. 
Fertigmachen konnte ich sie dann erst im Kühlraum der Festhalle, da sie sich ohne unterstützenden Rand bei 38 Grad im Schatten wahrscheinlich sonst im Kofferraum selbständig gemacht hätte.

Das Brautpaar und die Gäste waren begeistert (und geschmeckt hat es auch allen) - die Hochzeitstorte war trotz vieler anderer Kuchen ziemlich schnell verputzt.

Ich erspare Euch die Riesenmenge sondern gebe euch die Zutaten für ein rundes Blech mit 26 cm Durchmesser an.


Joghurtsahnetorte mit frischen Früchten

Biskuitteig:
3 Eier 
5 EL heißes Wasser
150 g Zucker
etwas gemahlene Vanille
150 g Mehl Type 405
1 gestr. TL Backpulver

Joghurt-Sahnecreme:
420 g Sahne
420 g Joghurt
65 g Zucker
75 ml frisch gepresster Zitronensaft
15 Blatt Gelatine

Belag:
ca. 1 kg frisches Obst (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Trauben, Kiwis,....)
Guss:
125 ml Apfelsaft
125 ml Wasser
1 Päckchen Tortenguss

Ofen auf 175°C vorheizen und eine runde Backform mit Backpapier auslegen.
Eier und Wasser ca. 1 min schaumig rühren, dann den Zucker, mit der Vanille vermischt, einrieseln lassen und alles zu einer sehr schaumigen hellen Masse aufschlagen. Mehl und Backpulver mischen. Auf die Eimasse sieben und vorsichtig untermelieren. In die Backform geben und ca. 25 bis 30 min backen. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Den Biskuit einmal quer teilen. Die untere Hälfte auf einer Tortenplatte mit einem Tortenring umschliessen und die Creme zubereiten.
Dazu Gelatine in etwas Zitronensaft einweichen. Die Sahne cremig aufschlagen und mit dem Joghurt vermischen.
Zucker, restlicher Zitronensaft und die eingeweichte Gelatine in einem kleinenTopf vorsichtig erwärmen, bis die Gelatine geschmolzen ist. 1/4 der Joghurtsahne unterrühren, dann alles zu restlichen Sahnecreme geben und sorgfältig unterheben. Auf den Boden geben und mit dem zweiten Biskuit bedecken.
Mindestens 2 h im Kühlschrank fest werden lassen.

Zum Abschluß mit dem frischen Obst belegen und dem nach Packunsanweisung zubereiteten Guss begiessen. Sobald der Guss fest ist, kann der Tortenring entfernt und die Torte serviert werden.

Besonders lecker an sehr heißen Tagen!


Orangen-Erdbeer-Sahnetorte mit Baiserstückchen

Wieder ein Rezept von Adolf Andersen aus seinem Buch "Traumhafte Torten".
Allerdings habe ich das ganze noch um Baiserschalen als Tortenauflage ergänzt. Also schnell noch die allerletzten Erdbeeren schnappen - es lohnt sich!



Orangensaft und -schale kommt in die locker-leichte Creme, die sehr lecker und nicht zu süß schmeckt. Die Erdbeeren bleiben für diese Torte stückig und werden untergehoben bzw. oben drauf gesetzt, zusammen mit Schlagsahne und zerbrochenen Baisers.

Die Grundlage bildet ein Mandelbiskuit, der mir allerdings etwas zäh und dünn geworden ist - muss ich wohl nochmal ausprobieren (oder eben einen normalen nehmen). Das Eiweiß ließ sich nicht richtig aufschlagen, warum auch immer. 
Deshalb gibt es heute vieeeel Creme auf nur wenig Boden. Aber auch auf dem Bild im Buch ist der Boden jetzt nicht so riesig hoch, also eher eine Torte für Creme- und nicht so für Kuchenfans.
Auf den Mürbteig aus dem Originalrezept habe ich aus Zeitgründen verzichtet. Die geforderten Walnußstückchen im Biskuit habe ich durch gehackte Mandeln ersetzt.


Orangen-Erdbeertorte

Mandelbiskuit:
100 g Marzipanrohmasse
15 ml Milch
2 Eiweiß
50 g Zucker
40 g Mehl Type 405
2 EL gehackte Mandeln

Orangencreme:
60 ml Milch
100 g Zucker
3 Eigelb
30 ml Zitronensaft
60 ml Orangensaft + etwas zum Einweichen der Gelatine
geriebene Schale je 1/2 unbehandelten Orange und Zitrone
1/4 TL gemahlene Vanille
6 Blatt Gelatine oder 1 Päckchen gemahlene
500 g Sahne

400 g Erdbeeren, geputzt

Dekoration:
100 g Sahne
5 kleine oder 2 große Baiserschalen, gekauft oder selbst gemacht, grob zerkleinert
100 g Erdbeeren

Zuerst wird der Mandelbiskuit hergestellt. Dazu den Ofen auf 180°C vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Die Milch mit dem Marzipan in der Mikrowelle leicht erwärmen und glatt rühren (das geht warm viel besser). Eiweiß und Zucker steif schlagen. Ca. 1/4 der Eiweissmasse unter die Marzipancreme rühren, dann den Rest unterheben. Mehl und Mandelstückchen mischen und unterheben.
In die Springform füllen, glatt streichen und ungefähr 12 bis 15 min backen. Leicht abkühlen lassen, dann auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umschließen.

Für die Orangencreme Gelatine in etwas Orangensaft einweichen. Milch und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Die Eigelbe in einer Schüssel bereitstellen, die kochende Milch unter Rühren zuschütten und alles in den Topf zurückgeben. Weiter erhitzen, bis die Masse deutlich andickt. Säfte und geriebene Schale sowie Vanille unterrühren. Gelatine in der noch heißen Masse auflösen. Zum etwas Abkühlen beiseite stellen.

In der Zwischenzeit Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Sahne steif schlagen. Ein Viertel unter die Eigelbcreme rühren (zum Temperaturangleich), dann den Rest unterheben. Erdbeerstücke ebenfalls unterheben und die gesamte Masse auf den Tortenboden geben. Glatt streichen und mind. 2 h im Kühlschrank fest werden lassen.

Nach dieser Zeit die Sahne für die Dekoration steif schlagen und mit einem Löffel tupfenförmig auf der Oberfläche verteilen. In die Zwischenräume Erdbeeren und Baiserstücke geben und möglichst bald servieren, da das Baiser sonst weich wird.



Holunderblüten-Erdbeer-Charlotte

Ich habe das Gefühl, eine Charlotte (was ist eigentlich die Mehrzahl von Charlotte? Charlottes oder Charlotten?) zu machen ist gerade in. Kaum habe ich eine gemacht, sehe ich auf sämtlichen Blogs und auch sonst wo überall welche. Aber vielleicht ist das wie beim Schwanger sein. Kaum ist man selbst schwanger (ich spreche jetzt von der Vergangenheit, nicht daß jetzt alle meinen hier ist Nummer 3 im Anmarsch), sieht man in der Bekanntschaft überall Kugelbäuche und Kinderwägen. (Ich glaube das hat irgendwas mit der geänderten Wahrnehmung zu tun, davor achtet man einfach nicht drauf).

Falls ihr also schon die Schnauze voll habt von diesen Dingern, bitte nicht weiterlesen. Falls ihr nur ein bisschen Respekt vor dem Zusammenbau habt oder einfach interessiert sind, bitte unbedingt weiterlesen. Das Ganze ist mit einem Tortenring und frisch gebackenen, noch knusprigen Löffelbiskuits (oder auch gekauften) nämlich eigentlich ein Kinderspiel. 
Und ihr würdet auch geschmacklich was verpassen. 
Mit Holunderblütensirup getränkter Biskuit, Erdbeerscheibchen, die mit Vanillezucker mariniert werden und dazu noch eine extra-luftige Vanillecreme hören sich doch schon mal nicht schlecht an. Und dann kommt zu dem normalen Biskuit als Unterlage noch die besonders lockeren selbstgemachten Löffelbiskuits, die fast auf der Zunge zergehen...

Und weils gerade zum Thema passt, schicke ich die Torte zusammen mit herzlichen Glückwünschen zum ersten Bloggeburtstag zu Marlenes sweet things und ihrem Beerenevent:



Genug geschwärmt, hier kommt das Rezept. Der Boden ist in einer Springform mit 26 cm Durchmesser gebacken, die Torte an sich ist durch den Rand dann etwas größer.




Holunderblüten-Erdbeer-Charlotte

Biskuitboden:
3 Eier
75 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
100 g Mehl

Löffelbiskuits (ca.22 für den Rand, der Rest für innen):
3 Eier 
30 g Zucker
30 g Puderzucker + mehr zum Bestäuben
80 g Mehl

Vanillecreme:
6 g gemahlene Gelatine
350 ml Milch
75 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille 
1 Prise Salz
2 Eigelb
600 g Sahne

Zum Tränken:
70 ml Holunderblütensirup

500 g Erdbeeren 
(6 abnehmen, der Rest in Scheiben geschnitten und in einer Schüssel mit 1 TL Vanillezucker bestreut)


Zuerst den Biskuitboden herstellen. Dazu den Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Nacheinander unter weiterem Schlagen die Eigelbe zugeben.
Mehl unter die Eimasse heben, dann die Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20 bis 25  min backen. 

Solange der Boden im Ofen ist, sind die Löffelbiskuits dran. Wieder die Eiweiße steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Nacheinander unter weiterem Schlagen die Eigelbe zugeben, dann den Puderzucker. Zum Schluß das Mehl unter die Eimasse heben.

Auf einem Backpapier 2x 2 Streifen im Abstand von ungefähr 8 cm aufzeichnen und das Papier dann umgedreht auf ein Backblech legen. Normalerweise sieht man die Striche jetzt noch. Einen Spritzbeutel mit runder Tülle (ca. 1 cm Durchmesser) direkt über der Tülle mit einer Wäscheklammer verschließen und in den Beutel die Biskuitmasse füllen (bei mir hat nicht alles auf einmal reingepasst, lieber nicht zu voll machen, sonst drückt es sowieso wieder oben raus). Ca. 24 "Stäbchen"  zwischen die Markierungen spritzen (also von einer zur nächsten, so werden alle schön gleich 8 cm lang). Falls noch Platz zwischen den Markierungen ist, mehr, aber der Rest muss nicht so schön gleichmäßig sein, der kommt eh in die Füllung (also reicht auch auf einem normalen Papier). Aber ungefähr 22 (lieber ein-zwei mehr, falls welche zerbrechen) werdet ihr für die Umhüllung brauchen. Wenn der Biskuit verbraucht ist, alles großzügig mit Puderzucker bestäuben und in 6 bis 8 min bei 160°C und Umluft goldbraun backen.

Endlich kommt die Vanillecreme dran. Dazu Gelatine in etwas Wasser einweichen. Milch mit Vanille Salz und Zucker in einem Topf aufkochen. Die Eigelbe in eine Schüssel geben und sobald die Milch kocht, diese unter Rühren dazugeben. Wieder zurück in den Topf geben und unter weiterrühren auf ca. 85°C erhitzen (die Milch dickt dabei leicht an). Von der Hitzequelle ziehen und die Gelatine darin auflösen.
Dann den Topf in ein kaltes Wasserbad stellen und unter gelegentlichem Rühren weitgehend Abkühlen lassen (auf ungefähr 40°C).
Sahne steif schlagen. 100 g davon abnehmen und für die Dekoration beiseite (kalt) stellen. Die restlichen 500 g unter die Eiermilch heben.

Den Biskuitboden auf einer Kuchenplatte in einen Tortenring legen, der ungefähr 2 cm größer eingestellt ist als der Boden. Die Löffelbiskuits senkrecht darum herum stellen, ggf. den Ring nachregulieren. Den Tortenboden mit ungefähr 2/3 des SHolunderblütensirups beträufeln, eine Schicht Erdbeeren und dann die Hälfte der Creme darauf verteilen.
Die restlichen Löffelbiskuits dich an dicht auflegen und mit dem restlichen Sirup bestreichen, dann die restlichen Erdbeeren und Creme.
Im Kühlschrank mind. 4 h fest werden lassen.
Dann mit der beiseite gestellten Sahne und den vorher abgenommenen Erdbeeren verzieren (und evtl. Schokoladenraspeln/Mandelblättchen,...) und den Tortenring Vorsichtig nach oben abziehen.

Fertig!










Rhabarber-Ananas-Torte


Im Kindergarten war Oma-Opa-Nachmittag angesagt und die Mamis waren fürs Kuchenbüffet zuständig. Das war mein Beitrag, so ungefähr nach einem Rezept von Bernd Siefert aus der Sweet Dreams vom Februar. Ganz ohne Änderungen geht es bei mir aber fast gar nicht. Weil ich gerade kein einzelnes Eigelb brauchen konnte, habe ich das Eiweiß aus der Rhabarber-Erdbeermousse weggelassen und dafür 75 ml mehr Sahne genommen.
Außerdem keinen Ananassaft, sondern 1 Dose Ananas und diese dann mit dem Sirup püriert (ergab 650 ml) und den frischen Estragon habe ich komplett weggelassen, weil ich keinen hatte (und den getrockneten nicht einstreuen wollte, nicht daß das ganze irgendwie heuartig wird). Damit trotzdem etwas Anisgeschmack reinkommt, habe ich ein paar Krümel Anis fein gemahlen und unter den Biskuit gemischt. Und dann ging mir für die Dekoration noch der Rhabarber aus, obwohl ich schon bei meiner Schwester, Schwiegermutter und dem Nachbarn geschnorrt hatte. Deshalb gibts bei mir kein Streifenmuster, sondern gewickelte Rhabarberröschen.

Probieren konnte ich nicht, allerdings habe ich was von den Cremes abgezweigt, um wenigstens einen kleinen Geschmackseindruck zu bekommen. Besonders die Rhabarber-Erdbeermousse hat es mir angetan, die wird es mal wieder auf einer Torte geben.

Das Bild ist heute nicht so besonders, da der Kuchen schnell in den Kindi musste.


Das ist jetzt also "mein" Rezept, ich weiß nicht, ob Bernd Siefert es noch erkennen würde:


Rhabarber-Ananas-Torte

Biskuit:
3 Eier, getrennt
1 Prise Salz
125 g Zucker
abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange
100 g Mehl
50 g Haselnüsse, gemahlen und geröstet
1 1/2 TL Backpulver
1/4 TL Anis, fein gemahlen
50 g flüssige Butter, leicht gebräunt

Rhabarber-Erdbeermousse:
6 Blatt Gelatine (oder 1 Päckchen gemahlene)
300 g Rhabarberpüree
30 g pürierte Erdbeeren
140 g Zucker
375 g Sahne

Ananas- Rhabarbersahne:
12 Blatt Gelatine (oder 2 Päckchen gemahlene)
1 Dose Ananas in Stücken mit 565 g Füllmenge
Saft und Schale einer unbehandelten Orange
200 g Rhabarberpüree
Mark einer Vanilleschote (oder 1/2 TL gemahlene Vanille)
2 Zimtsstangen
50 g Zucker (der Sirup aus der Ananasdose ist schon gesüßt)
400 g Sahne

Verzierung:
im Originalrezept : 
3 bis 4 Stangen Rhabarber, mit dem Gemüseschäler in dünne Streifen                           geschnitten
1 Handvoll fein gehackter Estragon
200 ml Läuterzucker (100 ml Wasser mit 100 g Zucker kurz aufgekocht) zum Blanchieren des Rhabarbers
Bei mir:
eine einsame Rhabarberstange 
200 g steif geschlagene Sahne
ein winzeliger Rest Erdbeermarmelade

Zuerst das Rhabarberpüree für die Füllungen zubereiten. Dazu 550 g geputzten Rhabarber in Stücke schneiden und mit 50 ml Wasser aufkochen, bis die Stücke weich sind. Pürieren und in 2 Portionen teilen, einmal 300 g und einmal 200 g.

Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Für den Biskuit die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Nacheinander unter weiterem Schlagen die Eigelbe und Orangenschale zugeben.
In einer Schüssel Mehl, Nüsse, Backpulver und Anis mischen und dann unter die Eimasse heben. Geklärte Butter zugeben und ebenfalls unterheben.
Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20 min backen. 
Nach dem Abkühlen waagerecht in 2 Böden teilen. Einen der Böden auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umschliessen.

Rhabarber-Erdbeermousse:
Gelatine in 4 bis 6 EL Wasser mind. 10 min einweichen.
In der Zwischenzeit 300 g Rhabarberpüree in einem Topf mit den pürierten Erdbeeren  mischen und erwärmen. Gelatine darin auflösen. Zucker unterrühren (wenn man ihn erst jetzt dazu gibt, kühlt das Püree schneller ab). Wenn sich das Püree nur noch handwarm anfühlt die Sahne schaumig schlagen und unterheben. Auf dem unteren Boden (den mit dem Tortenring) verteilen und mindestens 2h kühl stellen.

Rhabarber-Ananassahne:
Gelatine mit 10 EL Wasser wie oben einweichen. Die gesamte Dose Ananas (inklusive Saft) sehr fein pürieren und 600 ml davon in einen Topf geben. Orangensaft und -schale sowie die Gewürze einrühren und alles aufkochen. Gelatine darin auflösen. Zimtstangen herausfischen.
Rhabarberpüree und restlichen Zucker unterrühren und kühl stellen. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, die Sahne schaumig schlagen und unterheben. 

Die Hälfte der Ananassahne vorsichtig auf der Rhabarber-Erdbeermousse verteilen. Den zweiten Boden auflegen und die restliche Ananassahne darauf verteilen. Der Tortenring ist jetzt wahrscheinlich eben voll. Mindestens 4 h kühl stellen.

Zur Verzierung habe ich meine wenigen Rhabarberstreifen kurz im Läuterzucker blanchiert und auf Küchenpapier abtropfen lassen. (Läuterzucker nicht wegschütten, er schmeckt auch nach Rhabarber und kann wie Rhabarbersirup verwendet werden)
Den Tortenring entfernen und den Rand mit Sahne einstreichen. Oben Rosetten oder ähnliches aufspritzen. Die Rhabarberstreifen zu kleinen Röschen aufwickeln und daraufsetzen. Erdbeermarmelade in einem kleinen Topf schmelzen. Wer schlauer ist als ich, gibt sie dann in eine kleine Tüte, schneidet eine Ecke ab und beträufelt damit die Torte, Wer nicht so schlau ist, versucht es mit einem Teelöffel und und verkleckst damit die Torte so, daß sie nicht mehr so toll aussieht.

Viel Spaß beim Nachmachen (falls jemand mal zu viel Zeit übrig hat)


Rhabarber-Vanille-Sahnetorte

Die Rhabarberzeit ist bei uns auf der Alb jetzt auch in vollem Gange und das Gemüse spriesst bei dem viel-Regen-und-ab-und-zu-Sonne-Mix wie wild. Deshalb habe ich mich auch am Rhabarberstock meiner Schwiegermutter vergriffen (die selbst gar nicht so gerne Rhabarberkuchen mag, ich aber eigentlich auch nicht, genauso wie der Rest der Belegschaft in der süßen Werkstatt).
Aber Rhabarber auf diese Art wurde sogar von unserem Chef hier mehr oder weniger gelobt ("Kann man essen"- auf schwäbisch ist ja nich geschimpft schon genug gelobt).
Es handelt sich um einen lockeren Nussbiskuit, bestrichen mit säuerlichem Rhabarberkompott und bedeckt von cremiger Vanillesahne. Wieder ein Rezept von Adolf Andersen aus dem Buch "Traumhafte Torten".
Und weil beim Küchenplausch gerade das hier
RhabarberBanner
noch läuft, darf die Torte dort auch noch mitmachen.


Ich selbst habe ihn in einer 18 er Springform gebacken und die Mengen runtergerechnet (auser die Vanillesahne, 1 Eigelb lässt sich so schlecht teilen, davon habe ich den Rest für die Deko und anderweitig verwendet) 
Im Originalrezept wird eine 26 er Springformverwendet und für diese Größe sind auch die Angaben hier im Rezept.
Aber genug Vorgeplänkel, hier kommt endlich das Rezept (bevor der Rhabarrber noch höher hinaufschiesst):

Rhabarber-Vanille-Sahnetorte

Teig:
4 Eier
185 g Zucker
1 Pr. Salz
1 Pr. Zimt
1/4 TL Vanille, gemahlen
50 g sehr feine Biskuitbrösel (z. B. gemahlene Löffelbiskuits, es geht auch nur Mehl)
140 g gemahlene Walnüsse (oder Haselnüsse)
4 TL Sonnenblumenöl
35 g Butter, geschmolzen

Kompott:
350 g Rhabarber, geputzt und in Stücke zerteilt
100 g Zucker
1 Pr. Salz
65 ml Wasser
25 g Speisestärke

Vanillesahne:
25 g flüssige Sahne
10 g Zucker
1/4 TL Vanille, gemahlen
1 Eigelb
1 Blatt Gelatine, eingeweicht
350 g schaumig geschlagene Sahne

Verzieren (hab ich nicht genommen):
200 g Sahne, geschlagen
50 g Johannisbeerkonfitüre
100 g Vollmilchschokoraspel

Zuerst Backofen auf 180°C vorheizen und eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Für den Teig Eier, Zucker, Salz und Gewürze sehr stark schaumig aufschlagen. Die Masse muß hellgelb und sehr zähflüssig werden.
Biskuitbrösel und Nüsse unterheben, danach noch das Öl und die Butter.
In der Springform ca. 20 min backen und kurz Abkühlen lassen. Aus der Form nehmen und auf einer Tortenplatte mit einem Tortenring umschliessen.

Solange der Boden weiter abkühlt, das Rhabarberkompott zubereiten.
Dazu den Rhabarber in einem Topf zusammen mit Zucker und Salz aufkochen lassen, bis er weich ist. Speisestärke in einer kleinen Schüssel mit dem Wasser glatt rühren und unter ständigem Rühren in den kochenden Rhabarber geben. Aufkochen lassen, bis eine puddingartige Konsistenz entsteht.
Auf dem Tortenboden verteilen.

Dann kommt die Vanillesahne. Dazu flüssige Sahne mit Salz und Zucker leicht aufkochen lassen. Das Eigelb schnell unterrühren und noch solange erhitzen, bis es abbindet.
Gelatine darin auflösen. Kurz abkühlen lassen, dann 1/3 der geschlagenen Sahne Unterheben, dann die Sahne-Eimischung unter die restliche Sahne heben. Die Mischung auf das Kompott geben, glatt streichen und mind. 2 h kühlen.

Tortenring entfernen. Mit dem Spritzbeutel 12 Rosetten aufspritzen und diese mit verflüssigter Konfitüre beträufeln. Die Mitte der Torte mit Schokoraspeln bestreuen.

Ein etwas aufwendigeres Rezept, aber es lohnt sich - unser Kuchen hat den Muttertagskaffee nicht überstanden.


Erdbeerjoghurtrolle mit Kuhflecken

...und diesesmal wird die letzte Portion TK-Erdbeerpürree von der guten Ernte im letzten Jahr verwertet. Es gab eine (fast) ganz normale Biskuitrolle mit Erdbeer-Joghurt-Sahnecreme. Die Kuhflecken waren ein Experiment und es hat auch ganz gut geklappt.

Der Biskuit ist anders aufgeschlagen als in den meisten Rezepten üblich. So macht es meine Mutter schon seit ich denken kann. Es ergibt, anders als bei Biskuit mit heißem Wasser eine etwas trocknere, festere Masse, die sich gut aufrollen lässt.
Die Gelatinemenge ist relativ hoch, damit die Rolle auch formstabil bleibt. Wer mag, nimmt einfach etwas weniger.


Gefleckte Biskuitrolle mit Erbeer-Joghurtcreme

Teig:
4 Eier 
50 g Zucker
1 Prise Salz
90 g Mehl Type 405
1 1/2 TL Kakaopulver

2 EL Zucker

Füllung:
200 g pürierte Erdbeeren
100 g Zucker
15 ml Zitronensaft
14 g Gelatinepulver
300 g Joghurt
200 g Sahne

Zuerst den Teig zubereiten. 
Den Ofen auf 200°C vorheizen.
Die Eier trennen, dabei die Eiklare in die Rührschüssel geben. Eiweiße mit dem Salz steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Unter Weiterschlagen die Eigelbe zugeben. Es entsteht ein hellgelber luftiger Schaum.
Mehl sieben und vorsichtig untermelieren.
Ca. 1/4 der Masse abnehmen und sehr vorsichtig das Kakopulver unterheben (fällt leicht zusammen).
Ein Backblech mit Backpapier oder Silikonmatte belegen. Die dunkle Masse in unregelmässigen Tupfern darauf verteilen. Die helle Masse darübergeben und vorischtig glatt streichen.
10 Minuten backen.
In der Zwischenzeit ein Küchen-/Geschirrtuch vorbereiten, indem es flach auf den Tisch gelegt und mit den 2 EL Zucker bestreut wird.
Den fertigen Teig aus dem Ofen nehmen und auf das Tuch stürzen. Papier oder Matte abziehen und die Teigplatte einmal wenden, so daß die untere Seite wie im Ofen direkt auf dem Tuch liegt. Mithilfe des Tuches aufrollen (das Tuch wird mit aufgewickelt) und abkühlen lassen.

Für die Füllung die Erdbeeren, Zucker und Zitronensaft mischen. Gelatine zugeben und 10 min stehen lassen, dann auf dem Herd solange erwärmen, bis die Gelatine aufgelöst ist.
Etwas abkühlen lassen und den Joghurt unterrühren.
Sahne steif schlagen und unterheben.
Etwas warten, bis die Füllung zu gelieren beginnt. Teigplatte vorsichtig wieder ausrollen. Füllung auf die Teigplatte streichen, ggf. davon etwas für die Dekoration abnehmen und in einen Spritzbeutel geben (in den Kühlschrank legen).
Wieder etwas stehen lassen, bis die Füllung schon ziemlich fest ist. Das hat bei mir ca. 45 min gedauert, wer einen genügend großen Kühlschrank hat, stellt die Teigplatte rein, dann gehts schneller.
So stramm wie möglich aufrollen, ohne daß die Füllung rausquillt.
Auf eine Tortenplatte legen und nach Wunsch noch verzieren.

Ich hoffe, Euch schmeckts



Geburtstagskuchenmarathon - Schoko-Erdnuss-Schnitten

Ich glaube, ich kenne niemanden, der nicht gern Snickers isst oder wenigstens die Kombination Schoko-Erdnuss mag. Genauso geht es auch meinem Mädels. Die Füllung war so lecker, da hätten meine 2 kleinen Helfer beinahe nichts mehr für den Kuchen übrig gelassen hätten. Vielleicht geht es ja Euch manchmal auch so, wenn kleine Kinder "helfen" :-).
Die Schnitten sind jedoch erstaunlich wenig süß, aber trotzdem eigentlich kein Kuchen für die Fastenzeit (die Erdnussbutter geht wahrscheinlich mit der Schoko vom Mund direkt auf die Hüften).
Das Rezept für die Füllung und den Sirup als Belag ist wieder von Matthias Ludwigs, der Rest ist Eigenkreation.




Schoko-Erdnuss-Schnitten

Biskuitteig:
3 Eier
 5 EL heißes Wasser
150 g Zucker
1 Msp- gemahlene Vanille
150 g Weizenmehl Type 405
1 gestr. TL Backpulver

Füllung:
130 g dunkle Kuvertüre (70%)
65 g Erdnussbutter
2 Eigelb
50 g Zucker
2 g Gelatine, eingeweicht
310 g Sahne, cremig aufgeschlagen

Belag:
35 g Zucker
30 ml Wasser
10 g Kakaopulver
25 g Sahne
eine große Handvoll Mini-Snickers, gehackt (oder 1 Mr. Tom-Riegel)

Zuerst den Biskuitteig zubereiten. Backofen auf 180 °C vorheizen.
Dazu die Eier mit dem Wasser aufschlagen und den Zucker langsam einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis eine helle, sehr schaumige Masse entstanden ist. Mehl und Backpulver mischen und unterheben. Auf einem großen viereckigen Backblech (mit Backpapier ausgelegt) verstreichen und 15 min backen. Abkühlen lassen und von der breiteren Seite aus in 3 gleich große Streifen schneiden.
Für die Fükllung die Kuvertüre zusammen mit der Erdnussbutter schmelzen (die Temperatur sollte bei ca. 55 °C liegen).
Die Eigelbe und den Zucker im heißen Wasserbad unter Rühren erwärmen (die Endtemperatur sollte bei ca. 85 °C liegen). Gelatine zugeben und mit dem Handrührgerät schaumig aufschlagen, bis die Masse noch lauwarm ist. ca. 1/3 der Sahne unter die Schokomasse heben, dann die Eigelbmasse und am Schluss die restliche Sahne unterheben.
Dann die Schnitten zusammenbauen:
1 Biskuitstreifen auf die Tortenplatte legen, mit 1/3 der Creme bestreichen. Mit dem nächsten Biskuitstreifen bedecken usw. den Abschluss bildet die 3. Cremeschicht. 
Snickers- oder Mr-Tom-Brösel darauf verteilen.

Alle Zutaten ausser die Sahne für den Belag in einem kleinen Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Einkochen lassen, bis eine Sirupartige Konsistenz entsteht. Sahne einrühren und nochmals zum Sirup einkochen lassen. Über die Schnitten träufeln.






Geburtstagskuchenmarathon - Cranberry-Pistazientorte

Seit ich das Rezept gesehen habe, schwirrt es mir immer wieder im Kopf herum. Weil ich aber nie frische Cranberrys bekam, wurde es nie umgesetzt. Nach Halloween gerieten mir endlich welche in die Hände und diese mussten dann tiefgekühlt auf einen passenden Einsatz warten. Jetzt ist es endlich soweit (ein kleines Mädchen muß ja mindestens eine rosa Torte zum Geburtstag bekommen).
Das Rezept stammt von Matthias Ludwigs aus dem Buch "Törtchen, Törtchen - himmlische Versuchungen", aus dem ich schon einiges nachgemacht habe und das auch immer geschmeckt hat. Statt einzelner kleiner Törtchen gab es aber eine große (26 cm Durchmesser). Und anders als Herr Ludwigs habe ich nicht das rohe Eiweiß unter die Cranberrymasse gehoben, sondern ähnlich wie hier zuerst aus Zucker und Eiweiß ein italienisches Baiser hergestellt.
Die Cranberrys schmecken erstaunlich herb in der Mousse, was aber sehr gut zum eher süßen Boden passt und einen guten Ausgleich schafft. Der Boden bleibt ziemlich dünn, dennoch ist die Menge an Mousse dazu eigentlich nicht zu viel.



Cranberry-Pistazien-Torte

Boden:
100 g Marzipanrohmasse
30 g Pistazien, gemahlen
2 Eier
25 g Mehl
2 g Backpulver
35 g Butter, flüssig
30 g Pistazien, gehackt
30 g getrocknete Cranberrys, kleingeschnitten

Cranberrypüree:
300 g frische (oder TK) Cranberrys
60 g Zucker
90 ml Wasser

Cranberrymousse:
250 g Cranberrypüree (s.o.)
3 Blatt Gelatine, eingeweicht
2 Eiweiß
60 g Zucker
150 g Sahne, aufgeschlagen

zum Verzieren.
restl. Cranberrypüree
gehackte Pistazien
evtl. aufgeschlagene Sahne

Boden:
Marzipan mit den Eiern und gemahlenen Pistazien im Wasserbad (oder Mikro) leicht erwärmen (bis das Marzipan weich wird) und mit dem Stabmixer durchmischen bis es dickcremig und glatt ist. Mit Backpulver vermischtes Mehl unterheben. Flüssige Butter unterrühren. In die Springform geben, mit gehackten Pistazien und getr. Cramberrys bestreuen und ca. 15 min bei 160°C Umluft backen. Abkühlen lassen. Aus der Form nehmen, auf eine Tortenplatte stellen und mit einem Tortenring umschliessen.

Cranberrypüree:
Alles in einem Topf zum Kochen bringen und bei kleiner Hitze die Beeren weich kochen. Mit dem Stabmixer durchpürieren und etwas abkühlen lassen.

Cranberrymousse:
Zuerst ein italienisches Baiser herstellen. Dazu den Zucker und ca. 20 ml zum Kochen bringen und auf 121 °C (Zuckerthermometer!) erhitzen.
In der Zwischenzeit Eiweiße steif schlagen. Wenn die Zuckerlösung die Temperatur erreicht hat, sofort unter weiterrühren dazugeben und bei kleinster Stufe ca. 15 min rühren oder bis die Baisermasse abgekühlt ist.
Cranberrypüree wieder soweit erwärmen, daß sich die Gelatine darin löst. Zuerst 1/3 des Baisers unterziehen, dann den Rest und anschliessend sofort die Sahne.

Auf den vorbereiteten Boden geben und im Kühlschrank mind. 4 h kaltstellen (bis die Mousse fest ist). Tortenring entfernen und nach Wunsch dekorieren.